Las Vegas – Westküste – Las Vegas / Herbst 2017

 

Freitag 10. November 2017

Wieder zu Hause sofern wir Las Vegas als unser Zuhause bezeichnen wollen. Wir waren ja schon über 10x hier, also ist es wie ein nach Hause kommen und staunen wie sich diese Stadt rasend schnell verändert.  In der Zwischenzeit gibt es mehr als 10 Hotels mit ca. 4‘000 Zimmern, die grössten sind MGM sowie Venetian mit ca. 7‘000 Zimmern. Mittlerweile haben sich auch die Preise vervielfacht, für die kleinste Dienstleistung muss bezahlt werden. Man wähnt sich in der Schweiz 😉

Nach wie vor sind die Shows Spitzenklasse und zu vernünftigen Preisen buchbar. Am Dienstagabend waren wir im Ceasers Palace und haben Celine Dion bei einem ca. zweistündigen Auftritt gesehen. Am Donnerstag im Bellagio die Vorstellung „O“ im Cirque du Soleil, eine Show die man einfach gesehen haben muss.

Am Mittwoch Abend waren wir in Downtown, dies ist für uns nach wie vor das richtige Vegas. Die Freemont Street ein einziges Lichtermeer, mehrere Kasinos sowie Dutzende von Strassenartisten, die für Spektakel und Unterhaltung sorgen. Zur geraden Stunde findet zudem  immer eine Lasershow an der künstlichen Decke der Freemont Street statt. Wir werden auch unseren letzten Abend heute nochmals dort verbringen.

Am letzten Samstag/Sonntag waren wir übrigens in Laughlin, ein relativ kleines Spielerparadies am Colorado River. Dort geht es noch viel ruhiger als in Vegas zu und her und es gibt auch viel weniger Abriss. Am Sonntag konnten wir nochmals auf einem Super-Platz eine Runde Golf spielen.

Die Camperabgabe am Dienstag war dann schon etwas ein Abschied nehmen, wir sind aber froh, dass wir wieder ohne die geringsten Probleme und gesund nach Vegas zurückgekommen sind.  

Gestern haben wir auf dem IPAD noch das Spiel gegen Nordirland geschaut und uns über das Resultat gefreut. Am Samstag steht der Rückflug an und am Sonntag sind wir bei Janine zum Fondue eingeladen. Das war’s dann „all the best“ und bis auf bald.  🙂 

Sonntag 5. November 2017

Der Rückweg  von San Diego  ins Landesinnere war wieder das was wir uns unter Camper-Ferien vorgestellt hatten. Am Mittwoch ein idyllischer Campingplatz in El Centro mit Golfplatz quasi Mitten in der Wüste. Es handelte es sich um ein typisches Snowbird-Resort, das heisst ein Platz der grossteils von Leuten aus dem Norden, die dem Winter entfliehen, bewohnt ist.

Am Donnerstag ca. drei Stunden bis Parker Dam. Unterwegs hatten wir noch ein lustiges Erlebnis. Mitten in der Wüste sahen wir viele Wohnmobile verstreut campieren und in den Hügeln kurvten so Quad-ähnliche Vehikel umher. Als wir bei einem Wohnmobil angehalten und etwas herumgeschaut hatten kam der Besitzer des Campers und hat sofort gefragt woher wir kommen etc.  Er hat dann sofort erzählt, dass er auch Schweizer sei resp. Sein Grossvater emigriert sei und er erst am letzten Mittwoch von der Schweiz zurück in die Staaten gekehrt sei. Er hat mit uns über diesen verrückten und gefährlichen Wüsten-Sport geredet (einige Tote pro Jahr) und auch sonst über Politik und Leben in den USA gesprochen.

Der Campingplatz unmittelbar am aufgestauten Colorado River war dann absolut genial, wir konnten direkt vom Camper aus in den Fluss zum Schwimmen. Da wir noch Fleisch zum grillieren hatten, haben wir unseren Camper-Nachbar ganz scheinheilig gefragt, ob es auf diesem Campingplatz irgendwo einen Grill habe. Als guter Nachbar hat er natürlich sofort gesagt, dass wir doch mit ihm und seiner Frau Nachtessen sollen, er sei ein ausgesprochen guter Grilleur. Wir hatten mit diesem Paar das während mehreren Monaten auf diesem Platz dem Winter ausweicht, dann einen wirklich lustigen Abend mit viel Wein.

Der nächste Tag begann mit einem Schwumm und dann mit einer Golfrunde auf einem absolut sensationellen Platz (die Fairways tief grün eingebettet in die rötlichen Felsen). Dann eine kurze Weiterfahrt nach Lake Havasu (immer noch der aufgestaute Colorado River) auf einen Statepark den wir von unseren früheren Ferien her kannten. Leider war der Platz aber total ausgebucht, so mussten wir mit der Overflow-Area Vorlieb nehmen und nichts war mit Schlafen direkt am See. Noch ein Besuch bei der London-Bridge die im 19. Jahrhundert in London stand und 1967nach Lake Havasu verschifft und neu zusammengesetzt wurde.

Die Nacht war ruhig und angenehm kühl und am Morgen ging’s dann weiter nach Laughlin an der Grenze zwischen Nevada und Arizona.

Mittwoch 1. November 2017

San Diego, unmittelbar an der Grenze zu Mexiko ist das absolute Gegenteil von Los Angeles. Obwohl auch ca. 1.5 Millionen Menschen da wohnen gibt es keine Hektik, praktisch keine Staus und sehr schöne Parks. Der Balboa Park zum Beispiel belegt eine Fläche von ca. 5 km ², beherbergt den weltweit bekannten Zoo und eine grössere Anzahl von Museen.

Wir haben uns für drei Nächte auf einem Campground in der Mission Bay einquartiert. Von da aus haben wir die Stadt erkundet. Am ersten Tag hat uns ein „hop on hop off“ Bus zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten geführt.

 

Mich hat natürlich die USS Midway ein Flugzeugträger der bis in die Neunziger-Jahre aktiv war am meisten interessiert. Mit Audio-Geräten ausgestattet konnte das ganze Schiff erkundet werden. Das Ding ist 300 Meter lang, wenn es im Einsatz war haben etwa 4000 Leute darauf gearbeitet. Ganz extrem waren die Unterschiede bei den Schlafstätten, man konnte gut sehen welche den Offizieren und welche den Piloten gehörten. Eindrücklich war natürlich auch die Kommandozentrale,  der Hangar sowie die Start- und Landebahn.

Der Bus hat uns weiter durch die Stadt und über eine 3.5 km lange Brücke nach Coronado und von da zurück zum „Old Town“ gebracht. Der Ort wo die ersten Europäer siedelten und heute eine Touristen-Attraktion. Von da zurück zum Campground war es mit dem Bus nur wenige Minuten.

Am zweiten Tag sind wir dann mit unserem Camper an die Orte gefahren, die wir am ersten Tag nur gestreift hatten, wie zB Coronado oder Balboa-Park. Auf dem Heimweg dann noch zum Mount Soledad, eine ca. 250 Meter hohe Erhebung, mit Aussicht auf San Diego und die darum liegenden Buchten.

Jetzt haben wir den doofen Halloween endlich hinter und sind auf dem Sprung ins Landesinnere, quasi auf dem Heimweg.  

 

Sonntag 29. Oktober 2017

Die letzten Tage ging es geruhsam zu und her. Ab Santa Barbara beginnen die riesigen Sandstrände über Malibu Beach, Ventura und Santa Monica bis nach LA hinein.  Das Wasser dürfte an diesen Orten etwa 18-20° warm sein. Es sind sehr viele Surfer, aber auch einige Schwimmer im Wasser.  Wir waren in Malibu, etwa 100 Meter über dem Wasserspiegel, auf einen ruhigen Campground, mit Super-Aussicht auf’s Meer.

Am Freitag steuerten wir das Getty-Center (Museum) in LA an. Es handelt sich dabei um einen imposanten Gebäudekomplex mit grossem Park. Es gibt da jene Ausstellungen über Kunst sowie antike Bilder, zudem momentan eine Fotoausstellung über Argentinien. 

Von da aus ging’s zu unserem reservierten Campingplatz in Long Beach. Für die 50 Kilometer benötigten wir ca. zwei Stunden. Die zum Teil sechzehnspurigen (8 pro Richtung) Autobahnen sind so verstopft, dass ein normales Fahren unmöglich ist. Mit dem Camper war das Wechseln von Spuren natürlich noch etwas schwieriger als mit einem PW.

Am Samstag ging die Reise mit einem Mietauto (für 40 USD) nach Beverly Hills um die Umgebung von Hollywood etwas zu erkunden und anschliessend an den Strand nach Santa Monica.

 

Obwohl eigentlich Nebensaison ist, hat es unheimlich viele Leute unterwegs. Die Parkplätze an der Beach waren überfüllt, wir mussten eine viertel Stunde anstehen und warten bis einer frei wurde. Die Rückfahrt zum Campingplatz war dann auch wieder ein Stop and Go.

Wir sind in LA gut und gerne 200 km oder ca. sechs Stunden auf der Strasse gewesen und dabei meistens im Stau gestanden.  Unser Facit: Wir würden bei einem zukünftigen Westküsten-Urlaub LA grossräumig umfahren 😥

Mittwoch 25. Oktober 2017

Die Tage seit dem letzten Bericht waren an Highlits und Abwechslung kaum mehr zu übertreffen. Wie bereits erwähnt ist die Number One nicht durchgehend befahrbar und so mussten wir einen gröberen Umweg in Kauf nehmen. Nach ca. drei Stunden Fahrt waren wir dann wieder auf dem Pacific Coast Higway und konnten uns einmal mehr über die Schönheit dieses Küstenabschnitts freuen.

Wir haben einen Tag in Morro Bay einem Ferienort an der Central Coast verbracht, dort in einem Statepark übernachtet und am Abend einen schönen Sonnenuntergang bewundert. Stateparks sind immer an ausgesuchten ruhigen Orten, bieten aber keinen Komfort wie Elektro-Anschluss resp. Frischwasser. Unser Camper ist aber mit allem ausgerüstet, dass wir problemlos zwei-drei Tage ohne externe Hilfe auskommen.

Das absolute Highlite dieser Reise war sicher der Besuch von Hearst Castle.  Gemeinsam mit der Architektin Julia Morgan baute Hearst bis 1947 ein 37 Millionen US-Dollar teures Schloss mit 165 Zimmern, zahlreichen Nebengebäuden, einem Außen- und einem Innenpool, vier Tennisplätzen, einem 127 Hektar großen Gärten, einem kleinen Kino und Gästehäusern.

Ferner gehörte zu dem Anwesen der größte private Zoo der Welt, mit einer Vielzahl von exotischen Tieren wie z. B. Zebras, die man noch heute auf dem Anwesen grasen sehen kann. Alle Zimmer und auch die Gärten sind mit antiken Gegenständen bestückt. Zum Abschluss konnten wir das Anwesen dann noch in einem IMAX-Film von oben bewundern. Wir verbrachten fast den ganzen Tag dort und sind auch im Nachhinein  noch absolut begeistert.

Nach einer weiteren Nacht in einem Statepark sind wir weiter südlich bis nach Santa Barbara gefahren. Unterwegs haben wir zuerst einen Strandabschnitt mit hunderten von See-Elefanten besucht und weiter südlich plötzlich eine schöne Beach gesehen, wo wir doch tatsächlich das erste Mal im Meer baden konnten (ca. 18-19°). In Santa Barbara sind wir nun auf einem zwar sehr lauten aber dafür zentral gelegenen Campingplatz und planen unsere Weiterreise.

Am Abend waren wir noch zum Essen im „the Larke“ einem IN-Restaurant das zwar sehr teuer aber auch überdurchschnittlich gut ist. Zu einem Novum kam es dann vor der Rückkehr zum Campingplatz. Da wir keine Taxis gesehen haben, haben wir überlegt was wir machen sollen. Eine Amerikanerin hat uns dann auf „Uber“ aufmerksam gemacht.  Wir haben das App heruntergeladen und installiert und neu sind wir jetzt begeisterte „Uber-Fans“ .

Samstag 21. Oktober 2017

Die Fahrt entlang des Number One Highways war wirklich an Highlits nicht mehr zu übertreffen.

Zuerst kamen wir nach Pebble Beach, eine Halbinsel die man mehr oder weniger der Küste entlang umrunden kann. Die Strasse nennt sich 17-Mile-Drive und die Benutzung der Strasse kostet etwas über 10 Dollar. Auf dieser Halbinsel befindet sich der Golfplatz Pebble Beach Links, der als schönster Public-Golfplatz der Welt bezeichnet  wird. Die Kosten für ein Greenfee betragen normalerweise ca. 1‘000 USD, bei unserm Besuch hätten wir für 525 pro Person spielen können. Selbstverständlich haben wir auf’s Spielen verzichtet und dafür im Shop ein-zwei Souvenirs gekauft und im Clubhaus Mittag gegessen.

Nach diesen Super-Eindrücken ging es der Küste entlang Richtung Süden. Wir haben auf den ca. 30 Kilometer bis zum Campingplatz, mindestens 20x angehalten, die Aussicht bewundert und Fotos gemacht. Diese Teilstrecke ist einfach nur überwältigend.

 

Die Nacht verbrachten wir in Big Sur auf einem idyllischen Campground, in einem Wald. Leider mussten wir am Morgen dann die Rückreise antreten weil die Number One unterhalb Big Sur wegen eines Erdrutsches im Frühling geschlossen ist (auf etwa 2-3 KM ging ein Erdrutsch herunter, der ua auch Brücken mitriss).

Die Parallel-Strasse war aber auch sehr abwechslungsreich. Da konnten wir sehen, dass  auf unglaublich riesigen Flächen alle Arten von Früchten, wie auch Gemüse angepflanzt werden. Ganz erstaunt nahmen wir auch zur Kenntnis,  wie viele Trauben-Gebiete es gibt. Bisher waren wir der Meinung, dass die Kalifornischen Weine vor allem aus dem Nappa-Valley kommen, diese Meinung haben wir nun revidiert. 

Jetzt sind wir auf einem Campingplatz in der Nähe von Morro-Bay und da verbringen wir die nächsten drei-vier Tage unter anderem mit dem Besuch von Hearst Castle.  Übrigens von unseren vier Kilo Erdbeeren haben wir in der Zwischenzeit ein Kilo verspeist 🙂

Donnerstag 19. Oktober 2017

Wir haben die Bergregion (Sierra Nevada) verlassen und sind in der Gegend von Santa Cruz/Monterey an der Westküste. Wie bereits angetönt ist die Luftqualität in San Francisco, sowie vor allem die nördliche Gegend (Sonoma, Napa) davon, im orangen Bereich. Wir haben darum entschieden SF auszulassen und sind von Reno aus wieder zum Lake Tahoe und von dort an die Westküste gefahren.  

Unterwegs haben wir noch in einem gesponnen Platz (Apple Mountain) eine Runde Golf gespielt. Kein ebenes Fairway, entweder steil nach oben, Schräglage oder überhängend nach unten. Nach drei Löchern hatte der Tagebuchschreiber bereits vier Bälle verloren 🙁 , dabei blieb es dann allerdings.

Nach einer Übernachtung in der Gegend von Sacramento, sind wir am nächsten Morgen die ca. zweihundert Kilometer nach Santa Cruz gefahren. In dieser Umgebung ist momentan die Erdbeeren-Ernte im Gang. Auf den Feldern sind jeweils Dutzende von MexikanerInnen am Ablesen der roten Beeren. Bei einem solchen Feld sind wir dann ausgestiegen, um herauszufinden ob wir ein Körbchen kaufen könnten. Ich ging auf einen Wagen zu und habe vermutlich etwas ausgehungert ausgeschaut. Einer der Mexikaner hat mir jedenfalls eine grosse Kiste mit acht Halbkilo-Kartons hingehalten und gezeigt, dass ich sie mitnehmen soll (gratis!). Jetzt haben wir gegen fünf Kilo Erdbeeren, das heisst wir sind mit Früchten für die nächsten drei Wochen versorgt.

Für Mittwoch hatten wir Abschlagzeiten für eine Runde Golf reserviert. Am Morgen als wir zum Fenster hinausschauten, wähnten wir uns an einem Herbsttag  in der Schweiz. Es hatte tatsächlich dichter Nebel. Wir sind trotzdem zum Golfplatz gefahren und konnten den Typ überzeugen, dass wir nicht spielen wollten. Wir hatten dann entschieden den Tag zu nutzen und in Santa Cruz Einkäufe etc. zu tätigen. Das Wetter hat uns aber nochmals einen Streich gespielt, nach fünf Minuten Fahrt war es strahlend blau und so blieb es auch bis in den Nachmittag hinein.

Im Nachhinein gesehen, war dies das Beste was passieren konnte. In Santa Cruz gibt es den ältesten Boardwalk von Kalifornien und es ist mittlerweile der einzige noch bestehende Boardwalk an der Westküste. Bei diesen Boardwalks handelt es sich um Fussgängerzonen unmittelbar am Meer mit Geschäften und  Sehenswürdigkeiten. Im Fall von Santa Cruz gab es in diesem Bereich noch ein Vergnügungspark mit Dutzenden von Bahnen und Ständen (allerdings im Winter nur an den Weekends offen). 

Im Bereich dieser Uferzone gibt es eine Seelöwen-Kolonie die einen Riesenlärm verursacht. Es war total interessant den Viechern beim Schwimmen und Spielen,  aus wenigen Metern Abstand, zu zuschauen. Im selben Bereich gab es auch einige Seeotter die sich im Wasser tummelten.

Mittagessen konnten wir auf der Terrasse unmittelbar am Meer. Dabei kamen wir noch mit zwei amerikanischen Ehepaaren ins Gespräch und konnten sehr viel über das Leben und auch die Politik in der USA erfahren. Eines der Ehepaare wohnt ca. 20 Kilometer von Santa Cruz entfernt, lebt für einige Wochen aber im Hotel da ein Waldbrand wütet und sie evakuiert wurden. Es ist uns erst auf dieser Reise richtig bewusst worden, dass die Menschen von Kalifornien, zwar an einem wunderschönen Ort wohnen, aber ständig der Gefahr von Waldbränden ausgesetzt sind.  

Sonntag 15. Oktober 2017

Lake Tahoe liegt auf ca. 2000 MüM und ist Ausgangspunkt zu verschiedenen Skigebieten via Heavenly Valley und vor allem auch Squaw Valley (Olympiade 1960 mit Roger Staub als RS-Sieger). Wir haben in South Tahoe/Stateline einen schönen Campingplatz gefunden. Der Westzipfel des Sees liegt in Nevada und daher hat es dort auch jene Kasinos.
Am Freitagnachmittag haben wir, allerdings nicht in kurzen Hosen, auf einem sehr schönen Platz eine Runde Golf gespielt und am Abend ging’s in ein Kasino. Zuerst zum Nachtessen ein ausgezeichnetes Chateaubriand und anschliessend natürlich zum Gambeln mit ansprechendem Gewinn.  

Am Samstag sind wir dem tiefblauen See entlang, mit dem Zwischenziel Virginia City, losgefahren. Es handelt sich um ein schön aufgemachtes und noch bewohntes Wildwestdorf. Wildwest war dann auch wirklich angesagt, Dutzenden von Monstern und Zombies machten einen Riesenradau und die Strasse unsicher. Wir haben uns das Dorf und die antiken Häuser angeschaut und anschliessend dem Spektakel zugeschaut aber die Regeln nicht verstanden. 

Das Tagesziel war Reno das zweitbekannteste Spieler-Eldorado in Nevada. Da haben wir einen perfekten Stadt-Campingplatz unmittelbar bei einem Kasino in Beschlag genommen. Der Platz bietet sehr viel Komfort, zB Waschmaschinen (das muss auch mal sein), gute Internet-Verbindung und natürlich die Nähe zu guten Restaurants.

Wir haben in Reno einen Tag angehängt, da wir wegen den Waldbränden in Santa Rosa Zeit schinden müssen. Gemäss unseren Recherchen sind die Luft-Verhältnisse in San Francisco aktuell noch unterdurchschnittlich aber wir hoffen, dass sich dies in den nächsten Tagen ändert. Wir werden daher morgen nur eine kurze Strecke Richtung Westen fahren, eine Runde Golf spielen, dann campieren und die Situation neu beurteilen.

Freitag 13. Oktober 2017

Am Morgen nach dem Sch..-Match und einer Stunde Fahrt waren wir im Yosemite Valley. Ein wunderschönes Tal das von Bergsteigern, Bikern und sonstigen Touristen bevölkert ist. Schon am Eingang zum Park stand ein Schild, dass der Campground im Yosemite Valley, trotz Nebensaison, ausgebucht sei. Die Parkranger haben uns einen anderen Platz empfohlen. den wir aber sofort selber reservieren mussten. Das heisst ein Couvert am Eingang zum Campground nehmen, 18 Dollar reinpacken und eine Quittung abreissen. Diese Quittung haben wir an einem Pfosten zusammen mit unseren Camping-Stühlen deponiert und es hat geklappt, am Abend war der Platz tatsächlich noch unbesetzt.

Im Yosemite Valley gibt es jene Sehenswürdigkeiten wie Wasserfälle, imposante Felswände, Bäche, Seelein , Wildtiere und viele Trails zum Wandern. Es gibt einen Gratis-Shuttle der alle 20 Minuten fährt und an 18 Stationen anhält. Etwas vom Schönsten sind im Yosemite NP aus unserer Sicht aber die ausgeprägten Farben der Wiesen, Seen und der Berge.

 

El Capitan, eine Felswand die etwa 1000 Meter hoch ist und senkrecht in die Höhe ragt ist natürlich bei den Kletterern sehr beliebt. Leider verunglückte an diesem Tag einer dieser Bergsteiger schwer und er musste mit einem Heli aus der Wand befreit werden.  Es waren etwa 20 Ranger in diese Rettungsaktion involviert und es dauerte mehrere Stunden bis sie den Verunglückten bergen konnten.

Gut geschlafen in unserem idyllischen Campingplatz Mitten im Wald. Es war in der Nacht zwar saukalt (nahe bei 0°) aber für das haben wir ja eine Heizung. Die ca. neunzigminütige Weiterfahrt durch den Park über den Tioga-Pass (3000 MüM) war dann schlichtweg sensationell. Wir haben gut und gerne 20x angehalten und uns die Landschaft angeschaut und Fotos geschossen.

Die Fahrt von der Passhöhe hinunter zum Monolake dauerte dann nur eine knappe halbe Stunde. Der Monolake ist ein Salzwassersee mit interessanten Salzskulpturen. LA bezog während Jahrzehnten Wasser von diesem See, wodurch der Wasserspiegel bedrohlich sank. Die Landschaft bei der Weiterfahrt durch das Antelope Valley und  das Carson Valley war ausgesprochen abwechslungsreich. Die Übernachtung war am Topaz Lake geplant. Wir hatten unterwegs den geplanten Campground angerufen und via Combox erfahren, dass der Platz wegen Waldbränden die im Sommer gewütet hatten, geschlossen sei. Es sah tatsächlich schlimm aus, ganze Hügelketten einfach abgebrannt.   

Wir hatten darum entschieden direkt nach Lake Tahoe weiterzufahren und da sind wir jetzt momentan -3°, während dem Tag aber wieder gut über 20°. Wir werden in den kurzen Hosen Golf spielen 😀 .

Dienstag 11. Oktober 2017

Am Sonntag konnten wir in einem Stadtpark in Visalia eine Partie Golf spielen.  Gestern waren wir im Sequoia Nationalpark und diese Nacht verbringen wir auf einem Campingplatz am Eingang zum Yosemites NP. Das Wetter ist nach wie vor ausgezeichnet, während dem Tag gegen 30°, in der Nacht dann aber nur noch knapp über Null.

Der Ausflug in den Sequoia NP gestern mit einem Mietauto war absolut genial. Die Mammut-Bäume  sind wirklich eindrücklich. Der grösste dieser Bäume ist etwa 84 Meter hoch, hat auf der Brusthöhe einen Durchmesser von 8.25 Meter und am Boden ca. 31 Meter. Die Bäume sind zudem bis gegen 2000 Jahre alt. Mit einem Schweizer Pärchen das wir zufällig trafen, haben wir einem etwa einstündigen Spaziergang durch den Wald mit den Riesen-Bäumen gemacht. Im Park gibt es sonst noch einige interessante Sehenswürdigkeiten, zB ein Aussichtspunkt auf einem Felsen den man sich mit einem Aufstieg (100 Höhenmeter) verdienen muss.

Den Camper haben wir auch schon sehr gut im Griff. In der Zwischenzeit wissen wir wie die Slidouts ausgefahren werden müssen, wo der Wasserschlauch angeschlossen werden muss und dass wir im Camper nicht toasten können, da sonst der Alarm losgeht J Während den letzten zwei Stunden haben wir noch das Spiel gegen Portugal angeschaut. Es war doch ziemlich ernüchternd.

Sonntag 8. Oktober 2017

Nun sind wir bereits vier Tage unterwegs und campieren am Eingang zum Sequoia-Nationalpark. Auf dem IPAD verfolgen wir eine Aufzeichnung des Spiels Schweiz gegen Ungarn und können uns,  da das Resultat ja bereits bekannt ist, locker aufs Schreiben konzentrieren.

Wir hatten am Mittwoch für den Transfer nach Kloten glücklicherweise genügend Zeit eingerechnet. Der Zug vom HB Zürich zum Flughafen hatte nach ca. 50 Meter Fahrt plötzlich wieder angehalten und nach etwa einer Viertelstunde hörten wir von Problemen im Bereich Oerlikon. Wir haben etwas herumgehört und dann erfahren, dass es zu einem Stromausfall zwischen Zürich und Flughafen gekommen sei, der länger andauern könnte. Wir sind darum auf die gute alte VBZ umgestiegen und der Zehner brachte uns tatsächlich zum Flughafen (es war absolut neu für uns, dass ein Tram nach Kloten fährt).

Die fast zwölf Stunden Flug mit der Edelsweiss verlief dann äusserst ruhig und unterhaltsam. Spektakulär war vor allem der Flug über Grönland bei traumhaftem „Winter-Wetter“. Zoll, Einreisekontrolle und Transfer zum Hotel waren absolut  problemlos. Wir waren bereits eine Stunde nach der Landung im gebuchten Hotel Sams’s Place das nahe bei der Camper-Vermietung liegt.  

Am Donnerstag ging es dann zu Fuss zum etwa dreissig Minuten entfernten Campervermieter. Auf dem Weg dorthin haben wir uns noch mit einem USA-Handy eingedeckt. Für 80 Dollar können wir einen Monat Weltweit gratis telefonieren und  haben zudem Highspeed-Roaming zur Verfügung. Das Übernehmen des Campers war in einer halben Stunde vorbei  und dann ging‘s endlich los. Los hiess allerdings sofort einen WalMart ansteuern und einkaufen. Dann endlich losfahren aber, das Verkehrs-Chaos in der Gegend von Las Vegas ist einfach gigantisch und wir brauchten gegen eine Stunde bis wir endlich auf der vorgesehenen Autobahn Richtung LA waren.

Nach ca. zwei Stunden waren wir dann auf dem vorgesehenen Campingplatz in Barstow einem Riesen-Kaff irgendwo in der Wüste. Für den Freitag hatten wir bereits von zu Hause eine Abschlagzeit auf einem schönen Golfplatz in Palmdale gebucht. Somit haben die Ferien nun begonnen und wir können zwischen Sightseeing und Golf abwechseln. Heute nochmals Golf in Visalia und morgen Besuch vom Sequoia- und Kings-Canyon-Nationalpark.

Mittwoch 3. Oktober Flug nach Las Vegas

Unsere Rundreise soll uns von Las Vegas, in die Nationalparks Yosemite, Sequoia, Kings Canyon, dann zum  Lake Tahoe von dort nach San Francisco, anschliessend auf der Number One bis nach LA und schlussendlich zurück nach Las Vegas führen. Las Vegas ist für uns ein idealer Startort, da die Edelweiss diese Destination von Zürich aus direkt anfliegt. Leider wird der Beginn der Ferien durch das Massaker in Las Vegas getrübt. Es ist traurig zu wissen, dass man dagegen nichts tun kann, wir denken aber an die Angehörigen der Opfer und wünschen ihnen viel Kraft und Mut.     

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