Florida 2008

 

Freitag, 3. Oktober 2008 – 15:22 Uhr
Ein neuer Start am 18. Oktober

Endlich wieder Ferien, am 18. Oktober beginnt die Reise über New York, South and North Carolina und Virginia nach Florida. Atlantic City wird die erste Destination sein, auf dem Blue Ridge Mountain Parkway hoffen wir den indian Summer geniessen zu können und in Florida wird sicher das Golf spielen im Vordergrund stehen. Wir freuen uns auf sechs Wochen Sonne und Abwechslung.

Montag, 20. Oktober 2008 – 00:38 Uhr
Von Mettmenstetten nach Atlantic City

Die Ueberschrift tönt doch schon mal gut. Aber es ja bekanntlich nicht alles Gold was glänzt. Den Transport auf den Flughafen haben wir bestens überstanden (danke Janin). Der Flug war ruhig und dank der Spielkonsole kurzweilig. Zum Autovermieter mussten wir den Skytrain nehmen (ca. 10 Minuten Fahrzeit) und das mit fünf Taschen und einem Rucksack. Das Auto stand auch schon bereit, wir mussten uns allerdings selber zurechtfinden, die Angestellten von der Vermietung waren so etwas von unfreundlich. Jetzt ist eigentlich alles gut ausser, dass wir die Innenbeleuchtung nie abschalten könnnen (hoffentlich hält die Batterie das aus) und das immer so eine blöde Warnmeldung .. check tyre pressure .. kommt. Atlantic City mussten wir dann nach Gefühl und Kompass anpeilen, da das GPS nicht funktionierte und wir keine Karten dabei hatten. Unsere Devise lautete immer nach Süd-West, dann kann nichts schief gehen. Wir haben das reservierte Hotel gefunden und die erste Nacht aus Finanz-Technischen Gründen in einer Zweitklass-Absteige übernachtet. Heute haben wir uns die Umgebung angeschaut und dabei festgestellt, dass Skianzug, Kappe und Handschuhe die optimale Bekleidung wäre. Aber hatten wir dies nicht schon einmal …. Sonst ist wirklich alles bestens und falls wir heute beim Pokern gewinnen kann von einem gelungen Start gesprochen werden.

Donnerstag, 23. Oktober 2008 – 01:51 Uhr
Atlantic City

Also mit Las Vegas kann Atlantic City sicher nicht verglichen werden. Praktisch keine Shows und wenig Spektakel und der Temparatur-Unterschied beträgt fast 40°. Wir mussten alle Kleider, die wir dabei haben, anziehen. In unserer Reisegruppe, bestehend aus zwei Personen, hat jedenfalls bereits jemand ein Stirnband gekauft. Golf spielen konnten wir auf zwei sehr schönen Plätzen bei besten Bedingungen. In der Zwischenzeit haben wir auch herausgefunden, wie die Innenraum-Beleuchtung im Auto ausgeschaltet werden kann und die Pneus sind nun auch richtig gepumpt. Gestern haben wir dann ganz zufällig bemerkt, dass der Kofferraum vom Auto nie geschlossen war. Wir hatten das Auto aber verschiedentlich mit der ganzen Bagage auf öffentlichen Parkplätzen abgestellt und offensichtlich sehr viel Glück gehabt.
Jetzt sind wir bereits in Washington und bereiten uns auf die morgige Stadtrundfahrt vor.

Samstag, 25. Oktober 2008 – 03:23 Uhr
Washington DC

Die Stadtrundfahrt in Washington war gar nicht so schlecht. Neben dem weissen Haus konnten Gedenkstätten von ehemaligen Präsidenten wie Jefferson, Washington und Lincoln besichtigt werden. Weiter die Kriegsdenkmäler von WW II, Korea und Vietnam. Dann durfte natürlich der Heldenfriedhof Arlington, auf dem verschiedene Persönlichkeiten wie JFK beerdigt sind, nicht fehlen. Es ging auch am Pentagon vorbei, in dem ca. 26’000 Personen beschäftigt sind. Dann gäbe es etwa 20 interessante Museen zu besichtigen, die wir aber wegen dem schönen Wetter ausgelassen haben. Heute Morgen sind wir Richtung Blue Ridge Mountains weitergefahren und wir konnten, bei Temparaturen um den Gefrierpunkt, eine Runde Golf spielen. Uebrigens sind wir seit gestern mit einem neuen Auto unterwegs (vgl. Bild).

Dienstag, 28. Oktober 2008 – 23:35 Uhr
Blue Ridge Mountains

Der ca. 800 km lange Parkway durch dieses Gebirge wurde Anfangs Dreissiger Jahre gebaut (während der great depression). Die Strasse schlängelt sich auf ca. 1000 MüM durch Wälder und Wiesen. Mit kurzen Abstechern können jene Sehenswürdigkeiten angesteuert werden. ZB. Eine alte Mühle, in der tatsächlich immer noch Mehl produziert wird, die „Natural Bridge“ eine Natur- Brücke die über 50m hoch ist, „little Switzerland“ eine Gebirgsdorf etc. Am Sonntag und Montag hatten wir strahlendes Wetter aber immer im Bereich von 5°. In der Nacht schneite es dann und es war auch bitter kalt (einiges unter Null). Da die Prognosen für morgen wieder perfektes Wetter versprechen, haben wir heute wieder einen Recycling Day eingeschaltet (Läden, Läden und nochmals Läden). Kabarett hatten wir noch mit dem Auto. Plötzlich lies sich das doofe Gefährt nicht mehr starten (Diebstahl-Warnung) und dies abseits von der Zivilisation. Nach geraumer Zeit und jenen Versuchen funktionierte es dann plötzlich wieder. Dank Internet wissen wir jetzt auch, dass die Diebstahl-Blockierung nach 10 Minuten automatisch wieder aufgehoben wird. Wir haben ein total modernes Auto, mit total moderner Elektronik, die wir allerdings nicht im Griff haben. Aber wir haben ja noch fast fünf Wochen Zeit und da lernen wir sicher, wie der Kofferraumdeckel geöffnet werden kann oder der Rückspiegel nicht bei jedem Anlassen verstellt wird etc.

Dienstag, 28. Oktober 2008 – 23:34 Uhr
Little Switzerland in South Carolina

Schnee und Kälte.

Samstag, 1. November 2008 – 00:06 Uhr
Halloween

Halloween ist ein Fest am Vorabend von Allerheiligen in der Nacht vom 31. Oktober zum 1. November, das ursprünglich vor allem in Irland gefeiert wurde und von ausgewanderten Iren nach Nordamerika gebracht wurde. Man lernt eben nie aus …. Die Blue Ridge Mountains haben wir abgehackt, der 800 km lange Parkway war aber effektiv den Abstecher wert. Zum Abschluss hatten wir wieder Super-Wetter, aber leider immer noch giftig kalt. Wir sind darum heute in südlichere Gefilde nach Hilton Head am Atlantic gefahren. Hier sind wir für drei Tage in einer Dreizimmer-Wohnung und konzentrieren uns aufs Golf spielen. Die Temparaturen sind um die 20°, ideal zum Golfen aber vermutlich etwas zu kalt zum baden. Am Montag werden wir dann, abhänig von der Wettervorhersage, die weitere Reise planen.

Mittwoch, 5. November 2008 – 05:21 Uhr
Beware of Alligators

Wir haben unsere grosszügige Dreizimmer-Wohnung in Hilton Head wieder verlassen, nachdem wir einige Golf-Partien gespielt hatten. Wir mussten auch bereits neue Bälle kaufen, da wir uns nicht getrauten neben den Fairways zu suchen. Wir haben auf den Golfplätzen einige Alligatoren gesehen und darum immer zwei Mal hingeschaut bevor wir einen Ball gespielt haben. Es ist aber alles gut geganen und wir sind gestern bis nach Savannah gefahren. Diese Stadt im Süden von Georgia hat etwas wie französischen Charme. Die Altstadt war auf jeden Fall sehenswert und ein Fort das während dem Civil War eine wichtige Rolle spielte konnte besichtigt werden. Da die Temparaturen in dieser Umgebung noch immer nicht sehr sommerlich sind, werden wir morgen nach Daytona Beach dislozieren. Momentan schauen wir im TV die Wahlen und hören wie McCain Barack Obama gratuliert.

Sonntag, 9. November 2008 – 03:39 Uhr
Beach Volleyball in Daytona Beach

Die letzen drei Tage verbrachten wir ganz im Norden von Florida in St Augustine. Angezogen hat uns die Anlage „World of Golf“. Es handelt sich eigentlich um ein Dorf mit Hotels, Golf-Museum, Hall of Fame, IMAX und zwei Golfplätzen. Golf mussten wir aus finanziellen Ueberlegungen allerdings in anderen Clubs spielen. Wir hatten Super-Wetter und fast schon wieder zu heiss, aber eben so gerade richtig ist es ja sowieso nie. Heute haben wir
dann noch in einem offenen Züglein eine Stadtrundfahrt gemacht und viel über die spanischen Eroberer die Mitte 16. Jahrhundert hier landeten, gelernt. In der Zwischenzeit sind wir in Daytona Beach angekommen, wo wir ein Hotel am traumhaften Sandstrand in Beschlag genommen haben. Während dem Nachtessen haben wir auch unser erstes Ticket (Busse), wegen Parkieren in falscher Richtung, unter dem Scheibenwischer gehabt. Wir gehen davon aus, dass wir
frühestens in der Schweiz einen Einzahlungsschein erhalten werden.

Donnerstag, 13. November 2008 – 03:49 Uhr
Weisser Sandstrand

In Daytona lässt sich wirklich Ferien machen. Der Sandstrand ist etwas zehn Meilen lang und darf grösstenteils mit dem Auto befahren werden. Allerdings nur am Rande und mit höchstens 20 kmh. Schneller wird auf dem berühmten NASCAR-Rundkurs geprätscht. Leider konnten wir auf der Strecke keine Runde drehen, aber immerhin das Training beobachten. Heute morgen haben wir die Zelte in Daytona abgebrochen und sind weiter südlich nach Cape Caneveral ins Kennedy Space Center gefahren. Hier konnten wir das Gelände, von dem am Freitag ein weiterer Space Shuttle ins All geschosssen wird, besuchen. Aeusserst interessant war auch das Kommando-Zentrum von dem aus das Appolo-Programm (ua Mondlanung) überwacht wurde. Jetzt sind wir noch etwas weiter südlich in einem Motel direkt am Meer. Die Wellen sind ziemlich hoch und entsprechend laut, weil offensichtlich ein Sturm im Anzug ist aber im Flüchten haben wir ja mit dem Camper in den letzten Ferien Erfahrungen gesammelt.

Montag, 17. November 2008 – 13:41 Uhr
Noch zwei Wochen am Golf von Mexico

Gestern sind wir in Englewood angekommen, wo wir die letzten zwei Wochen von unseren Ferien in einem Beach House verbringen. Das Haus ist an bester Lage unmittelbar am schönen Sandstrand. Dann haben wir heute Marco in Miami abgeholt, womit unsere Reisegruppe nun komplett ist. Wir mussten allerdings um sechs Uhr aufstehen, da wir gegen zweihundert Meilen fahren mussten. Auf dem Heimweg sind wir durch die Everglades und haben die Tiervielfalt bewundert, wobei natürlich die Alligatoren besonders beachtet wurden. Zum Abschluss noch ein Filet Mignot in einem netten Restaurant und wir fühlen uns wie in den Ferien.

Donnerstag, 20. November 2008 – 12:44 Uhr
So siehts hier am Abend aus

Am Montag gings nach Fort Myers wo wir unter anderem das Edison-Museum besuchten. Thomas Alva Edison hat ab Mitte neunzehntes Jahrhundert, während 65 Jahren, jedes Jahr mindestens eine neue Erfindung patentieren lassen. Darunter sind mit der Glühlampe, dem Film-Projektor und dem Phonograph Dinge die für uns immer selbstverständlich waren. Sehenswert war dann auch die Beach mit dem schönen Sandstrand und recht viel Action. Sonst verbringen wir die Zeit natürlich mit Golf spielen und am Abend geniessen wir jeweils den kitschigen Sonnenuntergang.

Mittwoch, 26. November 2008 – 14:14 Uhr
EPCOT-Center und Universal-Studios

Am Montag und Dienstag haben wir in Orlando das EPCOT-Center und die Univeral-Studios besucht. Das EPCOT-Center bietet einige Attraktionen die äusserst lehrreich sind. Die Erstehung des Alls, die alltäglichen Errungenschaften, wie auch die Zukunfts-Ideen sind in Action-Blocks zusammengefasst. Wir haben also etwas für die Bildung getan. Das Grösste war aber sicher „Soarin“, wo die Besucher innerhalb einer riesigen Kuppel, die als Leinwand dient, 12 Meter vom Boden abheben. Man war quasi in einem Deltasegler und überflog Kalifornien. Diese Attraktion konnten wir wegen dem grossen Andrang erst gegen 21 Uhr besuchen. Uebernachtet haben wir dann in einem Motel in Orlando und am Morgen gings früh in die Universal-Studios. Da gabs jene Höhepunkte wie ein 4D-Film sowie Stunt-Shows, eine Schiff-Fahrt durch ein Haifischbecken etc. Es waren zwei sehr interessante Tage und wir konnten feststellen, dass die Amerikaner in wirtschaftlicher Hinsicht in den letzten Jahren sehr viel dazugelernt haben ?? Im Hotel zB sind drei verschiedene Taxen plus 15% Trinkgeld zu zu bezahlen. In den Parks, bezahlt man für „prefered parking“, für die „extra line“ damit man nicht anstehen muss etc. Dass dies die Banken nicht richtig verstanden und umgesetzt haben, ist eigentlich unverständlich. Aber wie bereits erwähnt, es waren wieder zwei sehr gute Tage und wir haben viel gesehen und Einiges gelernt.

Donnerstag, 27. November 2008 – 23:56 Uhr
Leider nur noch drei Tage

Die letzten Tage verbringen wir wieder beim Golf spielen und natürlich an der Beach. Heute hat Marco auch wieder drei Schläger genommen und uns begleitet. Dass er mit den nur drei Schlägern zwei Pare gespielt hat, hat uns doch sehr verwundert. Den Nachmittag haben wir dann wieder an der Beach verbracht. Allerdings haben wir für das Foto den Pullover und die langen Hosen ausgezogen. Morgen gehts nochmals auf den Golfplatz und dann ist packen angesagt. Wie immer sind wir mit 50 Kilo Gepäck abgereist und kommen mit 100 zurück, aber das hatten wir ja schon (Janin hat dies im Auto alles Platz ?)

Dienstag, 2. Dezember 2008 – 23:31 Uhr
Wieder zu Hause

Nach einem turbulenten Flug, über drei Stunden Geschüttel, sind wir wieder gesund in Kloten gelandet. Einige konnten gar nichts essen, weil der Service eingestellt werden musste und Andere hätten, im Nachhinein gesehen, lieber nichts gegessen. Von Schlafen war lange keine Rede, aber dafür wurde die Spielkonsole extrem strapaziert. Erfreulicherweise wurden wir dann am Flugplatz erwartet und nach Hause chauffiert. Wir haben wieder viel gesehen und erlebt, das Wetter war grösstenteils sehr gur, leider nur etwas zu kühl. Besten Dank an alle Leser so wie für alle Mails.

 

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