Absage der letzten zwei Wanderungen

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Okt 232020
 

Mitteilung von Fredi

D`Hoffnig schtirbt z`letscht, heists, aber si isch gschtorbe,.
D`Wandersäson isch churz vor Schluss, abbroche worde.
 
Ich ha ghofft, das mir am Ziischtig, namal mitenand, heted chön gaa,
ussert mir,und vilicht em Hans, würd das aber glaub niemer verschtaa.
 
Wandere, verusse, a de frische luft, das söll zwar keis Risiko sii,
aber sone grossi Gruppe Alti, und dänk na en flügede Hund, däbii.
 
Das würdi i de Weschtschwiz und uf em Bachtel wol niemer gärn gsee,
gärn het ich s`Zürioberland no zeiget, und Friburg mit em Schiffenesee.
 
Mir hoffed ufs nächschti Jahr, das es wiiter gad, mit dere Wanderriege,
für di nächschti Ziit, wünsch ich eu allnen das ihr gsund düend bliibe.
 
Gruss Fredi

Bleibt gesund und vielleicht hilft ja folgendes Rezept: 
Gegen das Coronavirus isst man am besten täglich drei Knoblauchzehen. Es wirkt zwar nicht gegen das Virus, aber der Abstand von eineinhalb Meter wird definitiv eingehalten.
Hane
 

6. Oktober – Davos Monstein bis Alvaneu

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Okt 072020
 

Bericht: Theo

Für den heutigen Ausflug reisen wir sechzehn unternehmungslustigen Wandervögel mit dem Zug nach Landquart und weiter mit der Rhätischen Bahn durchs malerische Prättigau. Als Vorbote des nahenden Winters leuchtet von den Höhen ein Schnee-Schäumchen herunter. Bei der Station Davos-Platz erwartet uns eine historische Zugskomposition, gezogen von einer kraftstrotzenden Krokodil-Loki, Baujahr 1929. Eifrig wird der Fotoapparat gezückt. Richtung Filisur können wir die Nostalgiefahrt bis Davos Monstein geniessen. Kaum ausgestiegen, geht es mit dem Geniessen weiter, steht doch am Bahnhöfli eine gastfreundliche Bündnerin mit einem Klapp-Tischchen bereit. Darauf serviert sie uns Kaffee und Gipfeli. Das hat Fredi ausgezeichnet eingefädelt.

Nach dieser Aufmunterung machen wir uns gegen 11 Uhr auf den Weg zur Zügenschlucht, vorbei am Schmelzboden mit dem Bündner Bergbaumuseum. Der Wanderweg verläuft auf der alten Kantonsstrasse, die bis 1974 zwischen Filisur und Davos in Betrieb war. Schon bald beeindrucken uns atemberaubende Ausblicke in die Tiefe. Weit unten fliesst das Landwasser, das die Schlucht in geologischen Zeiträumen ausgewaschen hat. Alte, kunstvoll gebaute Natursteinmauern sichern den Weg.

Bild anklicken für einen kleinen Film

Hans hat auch diesmal seine Hündin Tina dabei. Mit einem unvermittelten Sprung saust sie, vielleicht von einem Vogel angelockt, über die Seitenmauer und fällt über die steile Böschung weit ins Tobel hinunter. Wir stehen oben, schauen ungläubig hinab und sehen sie unten am Fluss entlang laufen. Sie kann nicht mehr hinauf. Nach einiger Aufregung teilt sich unsere Gruppe auf: Die Meisten gehen weiter, vier Kolleginnen und Kollegen bleiben zurück. Via Polizei können sie ein alpines Bergrettungs-Team herbeirufen. Mithilfe eines Fahrzeuges mit Seilwinde und Hunde-Korb seilt sich einer der Männer ab, kann Tina einpacken und sich wieder hinaufziehen lassen. Die Bergung verläuft erfolgreich, braucht aber auch Zeit.

Unsere Voraus-Gruppe erreicht am Ende der etwa 3 km langen Schlucht das Bahnhöfli Wiesen, welches mittlerweile als kleines Restaurant dient. Wir stärken uns mit Gerstensuppe oder Kartoffelsalat und mit einem zum Knopf gedrehten Schüblig. Weiter geht es über den Fussgängersteg des Wiesener Viaduktes. Die spektakuläre Bogenbrücke ist mit 89 m das höchste Viadukt der ganzen Rhätischen Bahn und die zweithöchste Eisenbahnbrücke der Schweiz. Seit 1909 ist dieses Bauwerk in Betrieb.

Das Wetter zeigt sich freundlich, hie und da sogar mit etwas Sonnenschein. Nach kurzem Aufstieg führt uns der Weg durch einen malerischen Bergwald leicht abwärts, bis wir ans Landwasser hinunter kommen. Weiter dem Fluss entlang wandern wir schliesslich unter dem berühmten Landwasserviadukt hindurch, mit Staunen über das gewagte und meisterhafte Bauwerk. Wie bestellt fährt auch ein Zug darüber, so dass sich die Fotografen wieder richtig ins Zeug legen, denn es gibt ja hier ein UNESCO-Weltkulturerbe zu knipsen.

Etwas weiter scheiden sich die Geister über den besten Weg nach Alvaneu. Unsere GPS-Experten Klaus und Werni weisen uns aber den richtigen Weg, damit wir weiter auf dem Pfad der Tugend wandeln können. Vorbei an einer Forellenzucht erreichen wir nach 17 Uhr unser Ziel. Wenige Minuten bevor das Postauto kommt, holen uns Fredi und Irene noch ein. Sie haben nach der Bergung des Hundes im Eilmarsch wieder zu uns aufgeschlossen. Auf der Heimfahrt machen die Einen ein Nickerchen, die Anderen erzählen lustige Geschichten von früher. Peter erklärt mir die Aufzucht von Bienenköniginnen.

Einmal mehr erleben wir einen eindrücklichen, geselligen Wandertag. Wir danken Fredi herzlich für die wiederum sehr umsichtige Vorbereitung und Leitung.

Karte

Bilder: Irene, Richard, Werni

22./23. September Zweitageswanderung Schwarzsee-Jaun

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Sep 242020
 

Bericht: Hane

Vierzehn Wanderfreunde davon drei Ladies wagten sich auf die Zweitagestour im Fribourger Land. Die Gegend war uns noch in guter Erinnerung von der Wanderung „Rund um den Schwarzsee“ vom Februar 2018. Die klimatischen Voraussetzungen waren allerdings nicht ganz identisch. Während dem wir das letzte Mal bei Kälte im Schnee herum stiefelten, erlebten wir bei dieser Tour einen Mix aus Nieselregen, manchmal Nebel, vielfach auch Sonne, aber immer sehr angenehme Temperaturen.

Entgegen der üblichen Gewohnheiten hiess es nach dem Verlassen des Postautos sofort „Säcke auf“ und Abmarsch. Ca. eine Stunde Fussmarsch und dreihundert Höhenmeter obsi brachten uns zur „steinigen Rippa“ einer gemütlichen Alpwirtschaft wo wir uns mit Kafi und wahlweise auch Gebäck eindecken konnten. Der gut befestigte Weg führte uns weitere zwei Stunden leicht nach oben über den Euschelspass (1567 MüM). Gemäss Google hatte dieser Pass eine militärische Bedeutung (Reduit) und war mit einer Festung gesichert (klick)

Kurz vor der Passhöhe passierten wir die Alpwirtschaft „Obere Euschels“ wo einige Jäger am „bechern“ und „örgelen“ waren. Wir haben einige Worte gewechselt, unsere Tour aber ohne Einzukehren fortgesetzt. Gerade dann begann es auch zu regnen, aber einige Minuten später kam mit der Ritzlialp die nächste Alpwirtschaft in Sicht und da hatte Fredy reserviert und auch bereits das Mittagessen vorbestellt. Die Älpler-Rösti war wirklich ausgesprochen lecker aber auch extrem mastig.  

Wir haben uns Zeit gelassen und tatsächlich hatte der Regen nach gut einer Stunde aufgehört und wir konnten die Tour nach Jaun (Jùu) fortsetzen. Dort steuerten wir zielsicher das Hotel „Wasserfall“ an wo uns bereits der langjährige Gemeindepräsident Jean-Claude Schuwey erwartete. Es handelt sich um einen Freund von Fredy mit dem er vor ca. 50 Jahren in Biel seine Zimmermann-Ausbildung erweitert hat.    

Jeanclaude hat uns dann sehr viel über die Gemeinde und das Leben in der einzigen deutsch sprechenden Gemeinde des Bezirks Greyerz erzählt. Wir haben mitgekriegt, dass Jaun immer noch zu einem guten Teil von der Viehzucht und Milchwirtschaft (Käse) lebt. Dass der Tourismus eine gewisse Bedeutung hat und vor allem auch in diesem Pandemie-Jahr von den Touristen profitieren konnte. Dass Jaun seit über einem Jahrhundert ein eigenes Kraftwerk besitzt mit dem ca. 75% des eigenen Bedarfs gedeckt werden könne. Jeanclaude hat aber auch wiederholt betont, wie dankbar sie den Patengemeinden seien, die mithelfen das Budget im Lot zu halten.

Zum Abschluss ging es noch auf einen kleinen Dorfrundgang, wobei der Friedhof eine echte Touristenattraktion ist. Es gibt dort keine Grabsteine sondern ausschliesslich geschnitzte Holzkreuze, die von Tafeln mit Sujets eingerahmt sind. Auf diesen Holztafeln sind der Beruf bzw. das Hobby des/r Verstorbenen geschnitzt.   

Zurück im Hotel ging es in der gemütlichen Gartenwirtschaft mit dem Apéro los. Güx hat dann Jeanclaude beiläufig gefragt ob er einen Alfons Schuwey, einen langjähriger Langlaufkollege, kenne. Selbstverständlich sagte dieser, dies ist mein grosser Bruder. Nach einem kurzen Anruf war Alfons dann auch bei uns und die Beiden konnten über die gemeinsamen Langlauf-Rennen (vor allem Senioren-Weltmeisterschaften) berichten.

Die Zimmereinteilungen hatten die Ladies bereits vor gespurt, sie hatten sich für das Sechserzimmer entschieden und suchten zwei ruhige, ungefährliche, nicht schnarchende Zimmerpartner.  

Der Abend verlief ruhig, die Nacht ebenfalls und Alle haben am Morgen erwähnt wie gut sie geschlafen hätten (auch die Girls, da lief offensichtlich nicht viel 🙂 ).

Karte Schwarzsee – Jaun (1. Tag)

Bilder: Irene, Föns, Jörg, Hane

Um halb Neun waren wir auf der Sesselbahn die uns zur Bergstation „Musbergli“  auf  1540 MüM brachte. Auf dem Programm stand eine Wanderung rund um die „Gastlosen“. Die erste Stunde ging es durch einen urwaldähnlichen Wildwuchs auf einem bachbettähnlichen Schotterweg bergab und anschliessend wieder bergauf. Nach einer Stunde Laufzeit hatten wir immerhin ca. 100 Höhenmeter gewonnen und es war einmal mehr eine Alpwirtschaft im Blickfeld. Im „Chalet Grat“ im Kanton Bern konnten wir unsere Batterien aufladen und warten bis der Nieselregen aufhörte.

Die nächste Etappe, auf einem gut befestigten Weg führte uns zum „Wolfs Ort“ auf 1915 MüM. Die letzten Meter Aufstieg über einen etwas schmalen Grat und der Abstieg durch ein enges mit Ketten gesichertes Couloir war dann nicht allen geheuer. Auch der weitere Abstieg war nicht unbedingt ein echtes Vergnügen, eher eine halbpatzige von Stein zu Stein hüpfende Orgie. Gefährlich war es zwar überhaupt nicht, aber es war noch recht glitschig und dadurch bestand die Gefahr von Stürzen.    

Das nächste Etappenziel war dann das Chalet du Soldat, wieder zurück im Fribourgischen, aber im französisch sprechenden Teil.  Wieso in dieser Abgeschiedenheit ein Soldatenhaus steht kann hier nachgelesen werden (klick)

Fredy hatte unsere Menu-Wünsche bereits am Vortag telefonisch übermittelt. Es klappte perfekt, erstaunlicherweise hatten alle noch gewusst was sie am Vortag bestellt hatten (ziemlich aussergewöhnlich). Nach dem Essen spielte der Gastgeber noch einige Lieder auf dem Alphorn bevor wir den Weg für den letzten Abstieg unter die Füsse nahmen. Es war dann wirklich nur noch ein kurzes Spässchen bis zurück zum „Musbergli“ wo uns die alt bekannte Sesselbahn zurück ins Tal brachte.

Glücklicherweise mussten wir nicht hinuntertschalpen. Es blieb daher genügend Zeit um im Hotel das deponierte Gepäck zu holen und auf der Terrasse noch etwas zu bechern. Last but not least brachte uns das Postauto resp. ein Konkurrenz-Produkt nach Fribourg und von dort die SBB „back home“. Auf ausdrücklichen Wunsch von Fredy verzichte ich auf grosse Lobeshymnen, die können im Bericht vom 25. August nachgelesen werden 🙂     

Karte „Rund um die Gastlosen“

Bilder: Irene, Föns, Jörg, Hane

Dienstag, 1. September:  Emmetten – Stockhütte

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Sep 022020
 

Bericht: Hane

Mit fünfzehn Wanderfreund*innen und zwei Vierbeinern war es wieder eine stattliche Schar, die sich mit der Bahn und Postauto nach Emmetten auf den Weg machte.

Eine Luftseilbahn mit Achter-Kabinen brachte uns zum Berggasthaus Niederbauen. Die Aussicht von dort über den Vierwaldstättersee bis nach Luzern und die gegenüberliegende Rigikette war überwältigend. Dass in diesem Haus übernachtet werden kann erfuhren wir so nebenbei, dass es  verschiedene kulinarische Highlights zu bieten hat, konnten wir nachträglich im Internet feststellen (klick).  

Nach dem obligaten Kaffe mit Gipfeli machten wir uns auf den Weg zum ersten Etappen-Ziel dem „Niederbauen-Chulm“ 1‘923 MüM. Es waren 400 Höhenmeter die auf einem recht gut gepflegten Pfad zu überwinden waren.

Niederbauen

Auf dem Gipfel verdeckten leider von Zeit zu Zeit Wolken resp. der Nebel die grandiose Aussicht. Eine Seite war aber immer offen, so sahen wir 1000 Meter unter uns den Ort Seelisberg mit dem dazugehörigen See, im Norden Gersau, Brunnen sowie die Rigikette, im Osten die Axenstrasse, Morschach sowie Fronalpstock, im Süden den Urnersee mit Flüelen und im Westen das Buochserhorn, sowie in der Ferne Luzern.

Beim Abstieg hatte Fredi einen kurzen Abstecher zum Hundschopf (nicht der am Lauberhorn) eingeplant. Dort wollten wir nochmals die Aussicht geniessen, leider war dies aber nur ansatzweise möglich, da der Nebel etwas hartnäckiger war als eine halbe Stunde vorher. Dass wir uns an diesem Ort ganz genau über dem Seeelisberg-Tunnel (9‘293 Länge) befanden hat erst das Studium der Karte gezeigt.  

Die Mittagspause konnten wir auf dem Faulberg geniessen, zuvor mussten wir aber nochmals einen Aufstieg von ca. 200 Höhenmeter hinter uns bringen. Auch von da konnten wir uns nochmals über die tolle Aussicht freuen. Das Wetter war immer noch bewölk/bedeckt aber die Temperaturen zum Wandern ideal.

Nach dem Mittagessen ging es, abgesehen von einer kleinen Gegensteigung, nur noch bergab. Da sich die ca. 500 Höhenmeter auf ca. sieben km verteilten, war der Abstieg für einmal ganz passabel. Auf das diesjährige Motto „historische Orte“ angesprochen, erläuterte Fredi, dass Arnold von Melchtal der Repräsentant von Unterwalden vor dem Rütlischwur Teile dieser Strecke beschritten habe um auf’s Rütli zu gelangen. Gratulation Fredi: Eine äusserst schlagfertige Antwort 🙂 

Nach ca. zwei Stunden Fussmarsch erreichten wir die Bergstation „Stockhütte“ wo wir im zugehörigen Restaurant den obligaten „Kafi Luz“ resp. ein-zwei Glas „Weissen“ geniessen konnten.

Wieder eine schöne, abwechslungsreiche Tour und dies nur gut 50 km von zu Hause aus entfernt.  

Ps. Ich verzichte auf eine grosse Laudatio auf unseren Tourenleiter weil er sonst angeblich sein Haus wieder für eine Woche nicht verlassen kann. Last but not least „gute Besserung an Güx und Geri“ hoffentlich seid Ihr bald wieder dabei.

Karte

Bilder: Irene, Richard, Werni

Dienstag 25. August: Malanser Aelpli – Vilan – Valcaus

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Aug 262020
 

Tagesbericht: Monika

Das Wetter meint es gut mit uns! Eine für dieses Jahr rekordgrosse Gruppe mit vier Frauen und vierzehn Männern fährt ins Bündnerland. Auch Senioren (!!!) von Dietikon sind unterwegs mit einem Leiter, der etwas gar übereifrig und giftig seine Plätze im Zug und Postauto verteidigt. Unser Chef ist ganz anders, ruhig, besonnen und ohne Makel ist alles bestens organisiert.

Um neun Uhr besteigen die ersten acht – pro Stunde werden nur 32 Leute transportiert – die Älplibahn Malans, die uns in 14 Minuten 1’200 Meter  höher zum Beizli mit atemberaubender Aussicht über die Bündner Herrschaft bringt. Es ist keine gewinnorientierte Bahn, vielmehr ein Gemeinschaftswerk von vielen Genossenschaftern und Vereinsmitgliedern, die sie am Leben erhalten. Im 2. Weltkrieg erbaut versorgte sie die Truppen mit Nachschubmaterial. Um zehn Uhr marschiert die eine Hälfte auf der kürzeren, blau-weissen, die andere auf der längeren, rot-weissen Route gut 600 Höhenmeter hinauf zum Vilan. Aber oh Wunder: Rotweiss ist schon am Picknicken, bis Blauweiss erscheint. Der Abstieg mit der Vernichtung von ca. 800 Höhenmetern ist ganz angenehm und wir kommen nach einer Drink- und Pipipause gut gelaunt in Valcaus an.

Aber es kommt noch besser, denn die herzliche (zwar etwas gestresste) Wirtin bringt Wein, Bier, Zvieriplättli und zur Krönung herrliche Wähen auf den Tisch. Wie immer drängen sich viele vor, wenn es ums Bezahlen geht, doch für einmal besteht Fredi darauf, das Essen zu bezahlen. Ihm, aber auch allen anderen Spendern ein herzliches Dankeschön.

Das Abenteuer ist aber noch nicht fertig, denn nun rüsten wir uns mit Helm und Trottinett, um in tollkühner Fahrt nach Seewis hinunter zu „brausen“. Die beiden Hunde können wir dem Verleiher mitgeben und sie verhalten sich bei ihm wohlerzogen. Nun sausen die einen auf Teufel-komm-raus davon, den anderen (wie mir) schmerzen aber am Schluss die Hände vor lauter Bremsen. Fredi ist ja immer für eine Überraschung gut und so zweigen wir nach einiger Zeit von der Route ab, um nach zehn Minuten Fussmarsch ein Panorama sondergleichen auf das Rheintal zu geniessen.

In Seewis kommen wir gesund und ohne Schrammen an, werden von den Hunden freudig begrüsst und warten auf einer Terrasse auf das Postauto nach Landquart.

Was für ein herrlicher Tag !!!  Danke, lieber Fredi, du bist Weltklasse !!!

Bilder: Irene, Annelies, Richard, Werni, Jörg, Hans

Karte

Dienstag, 11. August: Urnäsch – Hundwiler Höhe – Appenzell

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Aug 132020
 

Bericht: Hane

Wieder ein herrlicher Tag mit viel Sonne und Rekord-Temperaturen für dieses Jahr, offiziell ca. 30, gefühlt ungefähr 40 und geschwitzt wie wenn es 50 Grad gehabt hätte.  Dementsprechend gab es auch die einte oder andere kurzfristige Abmeldung. Es waren aber trotzdem elf Wanderfreunde, darunter mit Annelies auch eine Vertreterin vom sogenannt schwächeren Geschlecht, die sich ins Appenzeller Land aufmachten.

Die SBB und die Appenzeller Bahnen brachten uns in ca. drei Stunden nach Urnäsch der flächenmässig grössten Gemeinde in Appenzell Auserrhoden. Einmal mehr mussten wir im Zug die Masken montieren, was allerdings in der Zwischenzeit zum Standard-Procedere gehört. Im Hotel Krone in Urnäsch konnten wir den obligatorischen Kaffee mit Gipfeli geniessen, bevor der Aufstieg auf die Hundwiler Höhe begann.

Die ersten paar Hundert Meter ging es entlang der Hauptstrasse die Urnäsch mit Appenzell verbindet. Dann eine unerwartete Abzweigung in eine Wiese die nur wegen des Wanderwegzeichens erkannt wurde, jedenfalls war auch mit einer frisch gereinigten Brille kein Weg auszumachen. So ging es stetig nach oben, manchmal auf Trampelpfaden, manchmal auf Wegen, teilweise aber einfach durch Wiesen. Zu unseren Rechten war das Alpsteingebiet mit dem Säntis und etwas weiter östlich der Hohe Kasten im Blickfeld. Unter uns sahen wir Jakobsbad mit der Schwebebahn zum Kronberg, etwas weiter Richtung Appenzell Gonten mit dem Golfplatz und dem Barfussweg.

Nach etwa zweieinhalb Stunden Laufzeit und 500 Höhenmeter weiter oben hatten wir dann das Zwischenziel die „Hundwiler Höhe“ erreicht. Ein gemütliche Bergwirtschaft die über 40 Jahre lang  von der sogenannten „Appenzeller Landesmutter“ Marlies Schoch geführt wurde. Seit 2016 ist das Restaurant in anderen Händen aber jedenfalls immer noch gemütlich und die Bedienung ausgesprochen aufmerksam und freundlich. Da wir unsere Batterien wieder laden und unsere verschwitzten Kleider trocknen mussten haben wir uns ziemlich viel Zeit gelassen.

Der Abstieg nach Appenzell auch wieder ca. 500 Höhenmeter war dann recht angenehm, die Hitze allerdings hat an unseren Reserven gezehrt. Der letzte Kilometer zum Teil auf Asphaltstrassen war dann wirklich etwas unangenehm. In Appenzell haben wir das Restaurant „Sonne“ beim Landsgemeinde-Platz angesteuert und uns in der schönen schattigen Gartenwirtschaft bedienen lassen.

Nach einem-zwei Bier (kein Wein und kein Kafi Fertig) ging es auf derselben Strecke mit Maske in heimatliche Gefilde zurück. Freddy besten Dank, wieder ein schöner Tag mit interessanter Wanderung, wo auch viel gelacht wurde.

Bilder: Hane, Annelies

Karte

Dienstag 28 Juli — Älggialp – Hasliberg

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Jul 272020
 

Bericht: Max

An einem wunderschönen Morgen trafen sich 14 Wanderfreunde*innen und 2 Hunde zum höchsten Punkt dieser Wandertour (Hochstollen: 2480 müM.) in der Saison 2020. Es wurde heisses Wetter mit Gewitterneigung in den Bergen prognostiziert. Von Luzern bis zum Ausgangspunkt Sachseln transportierte uns die Zentralbahn – uns standen genügend Sitzplätze trotz der Reisezeit zur Verfügung. Die Coronapandemieanweisungen wurden eingehalten (Schutzmaske!). Alle waren froh, dieses Verhüllungstuch beim Verlassen des Zuges abnehmen zu können um die Mimik des Gesprächsspartners wieder wahrnehmen zu können. Sachseln ist bekannt durch den Bruder Klaus und dem nahe gelegenen Mittelpunkt der Schweiz; beides hat eine innerstaatliche, historische Bedeutung.

Vom Bahnhof bis ins Dorfzentrum wurden wir, wie jedes Mal „getragen“, wenn von Fredi die Ankündigung für einen Antrittstrunk im Café verkündet wird. Im Dorfkern mit schön renoviertem Dorfmuseum und angebauter Bäckerei konnten wir uns auf der Gartenterrasse niederlassen – mit Blick auf das Kirchenportal – das zum Ensemble des Dorfplatzes eingebettet erschien. Nach unserer Stärkung durften wir in einen Kleinbus einsteigen, der uns zur Älggialp fuhr. Auf der zum Teil schmalen Verbindungsstrasse von ca. 3 Metern Breite führte uns der ortskundige Chauffeur den steilen, asphaltierten Weg hinauf durch den Wald und auch an steil abfallenden Weideflächen vorbei, die uns den Ausblick über den Sarnersee freigaben. Froh waren wir, dass wir keinem Gegenverkehr ausgesetzt waren, denn auch Ausweichstellen waren rar. So geschah es trotzdem, dass wir anhalten mussten – Kinder eines Alphofes wurden eingespannt für die Verkehrsregelung, denn ein Bündel Heu wurde gerade mit einem Jochschlitten an einem Stahlseil heruntergelassen und in ein landwirtschaftliches Gefährt verladen. So konnten wir Zeugen werden eines urschweizerischen Vorganges zur Alpwirtschaftspflege.

Mittelpunkt der Schweiz

Die Alp Älggi liegt auf 1635 müM – sie ist kein Dorf, hat aber die meisten Eigenschaften einer Ansiedlung auszuweisen. Neben dem kleinen Wirtshaus liegt eine Herberge und in grösseren Abständen die der Alpwirtschaft dienenden Melch- und Käsebewirtschaftung zugetanen Häusern mit Unterständen und Räumen. Ebenfalls ist eine Kapelle ein Teil dieses Ganzen. An einem Rundweg liegt aber auch der neu berechnete Mittelpunkt der Schweiz: Ein Ausrichtungsspitz mit den Polmarkierungen, diverse Infotafeln und rundherum eine Trockenmauer in Form der Landesgrenze mit nördlichem und südlichem Zugang durch ein Drehkreuz.

Nun hatten wir einen Anstieg von beinahe 1000 m vor uns – den ersten Einstieg in eine Wand – die eine nördliche Ausrichtung hatte, war insofern angenehm, weil sie uns mit ihrem Schatten vor der intensiven Sonneneinstrahlung bewahrte. Der mit Ketten gesicherte, steile Weg war gut markiert, aber schon strahlte uns die sengende Sonne wieder entgegen, da der obere Teil zum Seefeldsee abflachte. Uns kamen Angler entgegen – da wussten wir, dass sich da nicht nur Wanderer aufhielten. Etwa 200 m über dem Ausgangspunkt erreichten wir den Bergsee, liessen ihn aber gleich links liegen, da der nächste Aufstieg zur Krete auf ca. 2000 m Höhe durch eine z.T. begrünte Geröllhalde führte. Wer da noch Zeit fand, links und rechts des Weges, seine Aufmerksamkeit hin zu richten, gewahrte die Vielfalt der Bergflora in ihrer grossen Pracht. Schonungslos wurden wir aber auch von der Sonne begleitet – beim Einstieg hatte eine kleine Wolke dem Abhang Schatten gespendet – das nahmen einige wie eine hilfespendende Partnerin wahr und wünschten sich ihr verweilen – es blieb beim Wunschdenken! Um ca. 11.15 h erreichten wir den Grat – die erste Rast um Flüssigkeit nach- zutanken. Danach führte uns der leicht abfallende Weg auf die andere Seite der Krete – dann öffnete sich die Diretissima über steile Tritte und kettengesicherte Klippen zur nächsten Anhöhe auf 2222 müM. – auf eine Alpweide. Hier öffnete sich wiederum das Panorama der Bergwelt mit der weit unten liegenden Melchseefrutt und dem dahinterliegenden Titlisgebirge. Frühere Wanderungen in diesem Gebiet liessen uns auch die Tour vom Jochpass nochmals vergegenwärtigen.

Im Westen erkannten wir eine sich aufbauende Wetterfront und so beschlossen wir gleich den nächste Aufstieg anzugehen – weitere 250 Höhenmeter waren bis zum Hochstollen zu bewältigen. Auch da zeigten sich steile Anstiege – wir fanden aber auch Zeit zum Anhalten, um das Panorama über das Sustenhorn / Wetterhorn / Jungfraugebiet bis zum Brienzersee und dem Rothorn „einatmen“ zu können. Dann wurde es dunkler, denn die Wetterfront legte sich über uns, zumindest am Rande. Grosse Tropfen liessen uns an einer anderen Erscheinung des Sommerwetters teilhaben – zum Glück nur für eine kurze Dauer. So konnten zusätzlich „montierte Roben“ schon bald wieder „neutralisiert“ werden. So wird der letzte Aufstieg mit dem Erreichen des Gipfels gekrönt: Rundumsicht. Alles erscheint in der Grossartigkeit wie auch im Kleinen – Die Melchseefrutt wie auf der anderen Seite Meiringen als Modellansicht.

Wir haben das Tagesziel erreicht und nehmen auf den abschüssigen Bergfloraflanken unsere Verpflegungsplätze ein. Der Wendewinkel der Halspartien reicht nicht aus, um dem 360° Rundumblick gerecht werden zu können! Wir lassen uns Zeit, bis eine neue Front den Westen verdunkelt. Mit erleichtertem Rucksack nehmen wir den Abstieg unter die Füsse – zuerst wieder recht steil, bis wir auf eine Alpweide mit Rindern stossen. Bei einem kleinen Unterstand versperren sie uns den Weg. Mit gutem Zureden lassen sie sich ganz nahe an ihren Seiten passieren. Etwa 200 m tiefer erblicken wir eine Skiliftendstation… ein möglicher Ort für einen kurzen Unterschlupf vor dem sich nähernden „Vorhang“. Auch die Schnellen erreichen den Unterstand erst verspätet, die Kleider haben schon einen gewisssen Sättigungsgrad erreicht. Trotzdem hat sich der Schauer mehrheitlich südlich entladen und wir nehmen das letzte Wegstück unter die Füsse. Glockengeläut begleitet uns auf den Alpweiden mit heimeligem Lärm. Wir treffen eine Alphirtin, die schon die siebte Saison das Alpvieh betreut – sie kennt ihre Anvertrauten, die sich sofort um sie formieren. Mit Rindern wird hier Aufzucht getrieben. Dann wurde die Mittelstation Käserstatt erreicht wo wir im Restaurant Unterschlupf finden. Der Durst ist gross – wir schaffen den Flüssigkeitsausgleich! Eine neue Front vertreibt uns von der Terrasse – die Kabinenbahn bringt uns ins Tal, begleitet mit einem „Trommelwerk“ vom einsetzenden Hagel.

Als wir unten eintreffen ist der Spuck schon wieder vorbei. Das Postauto bringt uns zum Brünig, die Zentralbahn nach Luzern und der Schnellzug nach Hause. Ein herrlicher Tag nimmt so seinen Abschluss. Fredi: Das war eine der schönsten Touren, aber immer wieder werden wir von Erlebnissteigerungen überrascht. Das schaffst du immer wieder – wir können nur staunen! Vielen Dank für deine hervorragende Organisation und deren Begleitung.

Karte

Bilder: Irene, Richard, Föns, Werni

Dreitages-Wanderung Puschlav Juli 2020

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Jul 172020
 

Bericht: Hane

Tag 1:

Fünfzehn erwartungsfrohe Wanderer, davon drei Damen, stiegen in Zürich in den Zug nach Chur. Von dort ging es in einen Panorama-Wagen der RhB über den Albula- und den Bernina-Pass zur Alp Grüm (die Strecke gehört zum UNESCO Welterbe). Wir durften uns über reservierte Sitzplätze freuen, die spektakuläre Aussicht geniessen und dabei die störenden Gesichts-Masken etwas vergessen. 

Das Erlebnis war dann aber leider bei der Ankunft auf der Alp Grüm wegen dem dichten Nebel vorerst einmal vorbei. Ein kurzer Abstieg brachte uns zum „Il Giglio“ einem schönen „Grotto“ oder wie sich das auch immer nennt. Wir konzentrierten uns auf das Essen und den Rotwein und vergessen war der Nebel, aber auch die Zeit. Plötzlich brach Hektik aus, weil unser Reiseleiter realisierte, dass es zu einem geplanten Termin in Cavaglia etwas knapp würde.  Als wir das Restaurant verliessen war der Nebel verschwunden und die Sicht auf den wunderschönen „Lagh da Palü“ frei. Pech für den Reiseleiter, da wir ja die Aussicht geniessen wollten und einige Fotos schiessen mussten, wurde die Zeit immer etwas enger. 

Mit etwa zehn Minuten Verspätung errichten wir Cavaglia. Dort wurden wir von Frau Lardi, so heissen fast alle Leute im Ort, empfangen. Ihr Mann Romeo Lardi war einer der Idealisten die in den 90er-Jahren begonnen hatten die Gletschermühlen, die vor ca. 10‘000 Jahren entstanden sind, freizuschaufeln. Er, im Hauptberuf Bergführer und Wanderleiter, hat uns während ca. 90 Minuten durch den Gletschergarten Cavaglia geführt und sehr viel über die Geschichte und die Knochenarbeit, die seit über 20 Jahren geleistet wird, erzählt. Voller Stolz hat er uns auch das Projekt „Orrido-Schlucht Cavaglia“, das kurz vor der Einweihung steht, vorgestellt. Dieser Besuch war einmal mehr eine Super-Idee Fredy, bisher war für mich ein Garten da um Blumen zu pflanzen und Mühlen um Mehl zu mahlen. Seit Dienstag wissen wir es besser. 

So en passant erwähnte dann R. Lardi, dass der Weg den wir nach Sfazu nehmen wollten seit dem 1. Juli wegen Instandstellung unpassierbar sei. Wir hatten aber weder einen entsprechenden Hinweis noch eine Verbotstafel entdeckt. Trotzdem hat sich die Vernunft durchgesetzt und wir sind nach Poschiavo gewandert und von dort mit dem Postauto nach Sfazu gefahren.

Dort konnten wir im Hotel Zerera nette Zweierzimmer mit  schöner Aussicht beziehen und uns bei einem Apéro auf das bevorstehende Nachtessen einstimmen. Wie gewohnt war die Stimmung ziemlich aufgeräumt und es wurden wieder einige Anekdoten aus „sieben Jahre Quer dur d’Schwyz“ zum Besten gegeben.

Karte 1. Tag

Bilder: Richard, Irene, Werni

Tag 2:

Abgesehen von zwei älteren Routiniers die das Privileg hatten zusammen in einem Ehebett zu übernachten (es sei aber nichts passiert) hatten sich am anderen Morgen alle recht positiv über die Schlaf-Erfahrungen geäussert . Das Buffet zum Morgenessen war vielfältig nur das Brot war vermutlich aus der Vor-Corona-Zeit.

Es stand eine 16-Km-Wanderung zum „Lagh da Val Viola“ mit ca. 900 Höhenmeter auf dem Programm. Das Wetter meinte es trotz kritischer Prognose gut mit uns, es war bewölkt mit Aufhellungen und eigentlich ganz wenig Regen. Eine gute Stunde Fussmarsch brachte uns zum Ristoro Alpe Campo. Wer jetzt aber denkt, dass wir dort unseren obligaten „Morgen-Café“ trinken konnten hatte sich geirrt. Die „Antwort der deutschschweizer Wirtin auf unsere Frage ob wir was trinken können war: Wir haben keine Zeit und bis 10:30h geschlossen. – die leben vermutlich vom Corona-Kredit –

Am „Lagh da Scispadus“ ging es vorbei zum „Lagh da Val Viola“ auf 2160 MüM. Gemäss Info im Web ist dieser See mit einer Länge von 350 Meter und einer Breite von bis zu 300 Meter der grösste seiner Art in der unmittelbaren Umgebung. Wir mussten uns den Blick auf den idyllischen See aber mit einer ziemlich anspruchsvollen Wanderung verdienen. Gröbere Steine, Wurzeln, Alpenrosensträucher mussten wir durchqueren um zum Ufer zu gelangen.

Die nächste Etappe führte dann nochmals auf einem ziemlich steinigen Weg hinunter zum „Lagh da Saoseo“. Auch dieser See besticht mit seinen unterschiedlichen Farbausprägungen, die bei Sonnenschein sicher noch besser zum Ausdruck gekommen wären. Wir haben uns aber auch so über die schöne Landschaft gefreut und anschliessend den Abstieg zum „Rifugio Saoseo (heute SAC-Hütte, vormals Grenzstation)“ gemacht. Hier war die Bewirtung sehr gut, äusserst freundlich und die Ambiente ausgesprochen gemütlich.    

Die letzte Etappe führte uns zurück ins Hotel Zerera, wo wir genügend Zeit für einen Apéro vor dem Nachtessen hatten und gleichzeitig Werni (Navigator, Fotograf und Filmemacher) in den Hunderter-Club aufnehmen konnten (einhundert Wanderungen mit der Gruppe QdS-Gut).

Zum Menu: Die Vorspeise war excellent, beim Hauptgericht „Schweinebauch“ hat mich der Name etwas irritiert und ich habe darum auf den Dessert gewartet. Die Mehrheit der Esser war aber sehr angetan, allerdings muss die Mehrheit nicht zwangsläufig Recht haben. 

Karte 2. Tag

Bilder: Richard, Irene, Werni

Tag 3:

Die zwei Routiniers mit dem Ehebett hatten sich diesmal ganz unterschiedlich über die Anzahl geschlafenen Stunden geäussert, aber sie sahen jedenfalls ausgeruht aus. Das Buffet war wieder ok, das Brot einfach 24 Stunden älter.

Wieder über 15 km mit ca. 500 Meter Aufstieg und 1100 Meter Abstieg standen am dritten Tag auf dem Programm. Es war zur Abwechslung eine ziemlich lockere Wanderung durch einen Teil des „Val Poschiavo“. Unter uns wand sich die Bernina-Strasse zum Pass hoch und auf der Gegenseite des Tals die Bahnstrecke mit den roten Zügen.

Der Höhepunkt des Tages war dann aber eindeutig der Besuch des Restaurants Motrice in Poschiavo. Hans Lüscher ist mit dem Besitzer-Ehepaar Fausto & Ornella Isepponi befreundet und hat unsere ganze Truppe zu der Hausspezialität „Pizzoccheri“ eingeladen. Frau Isepponi hat uns vor dem Essen stolz erzählt, dass sie in Poschiavo eigenhändig „Buchweizen“ angesät habe und sie hat ausführlich erklärt, wie „ Puschlaver Pizzoccheri“ gemacht werden. Der Hausherr hat uns dann auch noch Einiges über das Puschlav erzählt und auch die Herkunft des Restaurant-Namens erläutert. Das ursprüngliche Restaurant das in den 90er-Jahren abgerissen wurde hatte, mit etwas Fantasie betrachtet, die Form eines Triebwagens (Motrice).

Ein weiteres Highlight war dann die Rückfahrt im Panorama-Wagen mit der Bernina-Bahn durch die vielen Kehrtunnels über Bernina und Albula nach Chur. Da das Wetter schöner war als bei der Hinfahrt und ausser uns praktisch niemand im Wagen war konnten wir die Fahrt geniessen und das Schlafen auf die Strecke Chur-Zürich verschieben.   

Besten Dank Fredy, Du hast wie gewohnt ganze Arbeit geleistet. Schade war, dass Geri nicht dabei sein konnte. Wir wünschen ihm aber auf diesem Weg schnelle und gute Besserung und hoffen, dass er bei der nächsten Wanderung von der Aelggi Alp aus wieder dabei ist. Köbi super, dass Du auch dabei warst, ein Wermutstropfen war vermutlich nur das Ehebett.   

 

Karte 3. Tag

Bilder: Richard, Werni

30. Juni — Glaubenbielen – Höch Gumme – Turre

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Jul 012020
 

Bericht: Monika

Glaubenbielen – Höch Gumme – Turren
Nach regnerischen Tagen scheint für die Wandergruppe Gut (dieses Mal 2 Frauen, 11 Männer, 2 Hündinnen) die Sonne in himmlischen Sphären. Unser Startziel ist die UNESCO Biosphäre Entlebuch, eine wunderbare Region zum Wandern. Liebliche Bergwiesen, wilde Gräben und Krächen, einsame Hügelzüge und einzigartige Moorgebiete. Die Anreise mit Zug und Postauto haben die Meisten von uns „maskiert“ unternommen. Auch zum ersten Mal (meines Wissens) starten wir ohne Kaffee und Gipfeli.

Ganz moderat geht es aufwärts und es eröffnet sich eine Weite mit Blick auf viele Berge, die Fredi wie immer aus dem Stegreif benennen kann, wie Titlis, Sustenhorn, Wetterhorn, Schreckhorn und natürlich den Eiger, den Mönch und die ,,,,,,,, Dazu ein Witz: Hansli weiss den dritten Berg nicht mehr, die Lehrerin sagt: Schau nur mich an. Dann sagt er: Schreckhorn. Den Bergen zu Füssen liegen die Seen, der Alpnach- Sarner- Brienzer- Thuner- und Lungerensee.

Die Znüni Pause geniessen wir etwas unterhalb vom Mändli und können uns nicht satt sehen an dieser prächtigen Aussicht. Dann geht es aber weiter zum Höch Gumme und es gibt einige Grate, da schaut man lieber nicht nach rechts oder links. Alle schaffen es ohne Probleme und nun ist eine lange Mittagsrast angesagt, denn zeitlich sind wir sehr gut unterwegs. Fredi kann heute wieder einen Jubilar beglückwünschen. Max hat den goldenen Wanderschuh verdient, d.h. er ist hundert Mal mit der Gruppe unterwegs gewesen. Nach einer Zvieri Pause wandern wir einem grossen Feld entlang mit wunderschönen Blumen. Doch niemand kann sie benennen und nach Recherche auf den Handys einigt man sich, es ist der Schlangenknöterich. Auf der Terrasse der Station Turren spendiert uns der Jubilar Dessert, Wein, Bier oder Most. Vielen Dank, lieber Max.

Obwohl wir grosszügige Pausen gemacht haben, mussten wir uns plötzlich beeilen, um nicht die letzte Luftseilbahn um 17.00 Uhr zu verpassen. Alle sind sich einig, ein traumhafter Tag gespickt mit Humor geht zu Ende und viele freuen sich auf die Drei-Tages-Tour in zwei Wochen. Nicht vergessen möchte ich, dem lieben Geri gute Besserung zu wünschen. „Junge, komm bald wieder, bald wieder mit uns!
Danke Fredi : Das war Grand Luxe.

Karte

Bilder: Richard, Jörg, Hane

16. Juni — Schwägalp – Ofenloch – Hinderfallenchopf – Ennetbühl

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Jun 172020
 

Bericht: Geri

Der erste Härtetest nach Corona

Eine unternehmungslustige Gruppe von 15 Wanderlustigen mit 2 Hündinnen im Schlepptau trifft sich im Schnellzug in Zürich zur gemeinsamen Fahrt in die Ostschweiz. Bereits während der Reise zur zweiten Wanderung nach dem unfreiwilligen drei-monatigen Corona-Stopp ist die Stimmung – trotz eher trüben Wetterprognosen – aufgestellt und aufgeräumt. Nach der kurzweiligen Interregio-Bahnfahrt steigen 4 Frauen, 11 Männer und zwei Hündinnen im sankt-gallischen Gossau in die Appenzeller-Bahn, welche uns bis nach Urnäsch bringt. Hier erwartet uns bereits das Postauto. Der gelbe Bus führt uns durch die idyllische Appenzeller Landschaft hinauf auf die Schwägalp.

Hier lädt uns das Restaurant Schwägalp gleich neben der Talstation der Säntis Schwebebahn zum morgendlichen „Kaffee mit Gipfeli“ ein. Unterdessen öffnet draussen der Himmel seine Schleusen, was einige von uns veranlasst, dem normalen Kaffee noch ein „Kaffee avec“ folgen zu lassen. Nach dem gemütlichen Intermezzo mit einem erfolglosen „Luz“- oder „Zwätschge-Luz“-Test machen wir uns unter dem Motto „es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleider“ auf den ersten Teil unserer Tagestour.

Nach einem Aufstieg über Weiden, auf einem gut ausgebauten Weg, der mehrheitlich flach durch einen wurzeligen Wald und über Moorwiesen führt, erreichen wir den Chräzerenpass, den früheren Übergang vom Toggenburg ins Appenzellerland. Hier führt der Weg nun auf einem Strässchen weiter, dann passieren wir den Wegweiser Chräzerenwald und gelangen wenig später zur Weggabelung bei der Alp Horn. Hier biegen wir Richtung Ofenloch nach rechts ab. Bald kämpfen wir zum ersten Mal mit den Tücken des durchnässten Terrains, gelangen aber bald zur Alp Neuwald. Auf der menschenleeren, nur von einzelnen Rindern bewohnten Alp, geniessen wir unsere wohlverdiente Mittagsrast. Nach der obligaten Verpflegung aus dem Rucksack überraschen uns zwei „gute Feen“ mit feinen „Totenbeinli“ und „Biberli“. Einzig den wärmenden Kaffee haben wir etwas vermisst.

Dann bläst Fredi zum Aufbruch. Bald schon zeigt ein Wegweiser auf einen Bergweg hinunter zum grossen Ofenloch und zum noch jungen Necker. Unten in der Schlucht ist man umgeben von hinaufragenden Felswänden und herabstürzenden Wasserfällen. Eine wilde und urtümliche Landschaft. Vom Ofenloch steigen wir nun wieder hoch in Richtung Alp Ellenbogen. Nicht etwa am Ellenbogen, aber am rechten Fussgelenk hat sich unterdessen der Schreibende eine dumme Verletzung zugezogen. Mit Hane als Begleiter (herzliches Dankeschön!) wähle ich den abgekürzten Weg via Schwägalp-Passstrasse nach Ennetbühl.

So nehmen schliesslich nur noch 13 Wanderlustige den steilen und strengen Weg zum Hinderfallenchopf, dem höchsten Punkt der Wanderung, in Angriff. Schade, kann man heute hier oben die tolle Aussicht ins Neckertal und Luterental nicht geniesssen. Der nachfolgende Abstieg führt an der Ober Scherlet vorbei zur Alp Ji und über Höbschholz zur Hinterenchlosteralp und Vorderchlosteralp, welche früher im Besitz des Klosters St. Gallen waren.

Irgendwo auf dieser Strecke treffen die Wanderer einen feschen, freundlichen Landwirt – so erzählt die Sage! Dieser wiederum findet insbesondere Gefallen an den weiblichen Mitgliedern unserer Gruppe. Wer weiss, vielleicht taucht plötzlich einmal ein uns bekanntes Gesicht bei „Bauer, ledig, sucht!“ auf.

Aber fertig gemunkelt: Vorbei an mächtigen 650-jährigen Ahornbäumen, die man zur Sicherung des Hangs nach einem Bergsturz gepflanzt hat, gelangen die Wanderinnen und Wanderer zur Alp Gössigen. Über Feissenmoos führt die Route via Brüggli schliesslich nach Ennetbühl, wo im gemütlichen Gasthaus Krone die beiden Abkömmlinge auf das Gros der Gruppe warten. Bald schon geht es mit Postauto und Bahn auf die Heimreise. Danke Fredi, auch diesmal war es wieder ein super-toller Tag!

Info von Geri: Ich war heute Morgen bei meiner Ärztin. Leider habe ich einen Bänderriss am rechten Fuss erlitten. Das Fussgelenk hingegen ist heil geblieben. Ab nächsten Montag werde ich für ca. 6 Wochen eine Manschette tragen müssen. An Wandern in unserem Sinn ist somit nicht zu denken. Allenfalls käme ich trotzdem ins Puschlav – wenn Köbi auch kommen sollte.

Hane im Namen des ganzen Teams: @Geri wir wünschen Dir gute Besserung und hoffen natürlich, dass Du spätestens im Puschlav wieder dabei bist.  

Karte 

Bilder: Irene, Hans, Jörg, Hane