Hans Hinnen

Dienstag 28 Juli — Älggialp – Hasliberg

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Jul 272020
 

Bericht: Max

An einem wunderschönen Morgen trafen sich 14 Wanderfreunde*innen und 2 Hunde zum höchsten Punkt dieser Wandertour (Hochstollen: 2480 müM.) in der Saison 2020. Es wurde heisses Wetter mit Gewitterneigung in den Bergen prognostiziert. Von Luzern bis zum Ausgangspunkt Sachseln transportierte uns die Zentralbahn – uns standen genügend Sitzplätze trotz der Reisezeit zur Verfügung. Die Coronapandemieanweisungen wurden eingehalten (Schutzmaske!). Alle waren froh, dieses Verhüllungstuch beim Verlassen des Zuges abnehmen zu können um die Mimik des Gesprächsspartners wieder wahrnehmen zu können. Sachseln ist bekannt durch den Bruder Klaus und dem nahe gelegenen Mittelpunkt der Schweiz; beides hat eine innerstaatliche, historische Bedeutung.

Vom Bahnhof bis ins Dorfzentrum wurden wir, wie jedes Mal „getragen“, wenn von Fredi die Ankündigung für einen Antrittstrunk im Café verkündet wird. Im Dorfkern mit schön renoviertem Dorfmuseum und angebauter Bäckerei konnten wir uns auf der Gartenterrasse niederlassen – mit Blick auf das Kirchenportal – das zum Ensemble des Dorfplatzes eingebettet erschien. Nach unserer Stärkung durften wir in einen Kleinbus einsteigen, der uns zur Älggialp fuhr. Auf der zum Teil schmalen Verbindungsstrasse von ca. 3 Metern Breite führte uns der ortskundige Chauffeur den steilen, asphaltierten Weg hinauf durch den Wald und auch an steil abfallenden Weideflächen vorbei, die uns den Ausblick über den Sarnersee freigaben. Froh waren wir, dass wir keinem Gegenverkehr ausgesetzt waren, denn auch Ausweichstellen waren rar. So geschah es trotzdem, dass wir anhalten mussten – Kinder eines Alphofes wurden eingespannt für die Verkehrsregelung, denn ein Bündel Heu wurde gerade mit einem Jochschlitten an einem Stahlseil heruntergelassen und in ein landwirtschaftliches Gefährt verladen. So konnten wir Zeugen werden eines urschweizerischen Vorganges zur Alpwirtschaftspflege.

Mittelpunkt der Schweiz

Die Alp Älggi liegt auf 1635 müM – sie ist kein Dorf, hat aber die meisten Eigenschaften einer Ansiedlung auszuweisen. Neben dem kleinen Wirtshaus liegt eine Herberge und in grösseren Abständen die der Alpwirtschaft dienenden Melch- und Käsebewirtschaftung zugetanen Häusern mit Unterständen und Räumen. Ebenfalls ist eine Kapelle ein Teil dieses Ganzen. An einem Rundweg liegt aber auch der neu berechnete Mittelpunkt der Schweiz: Ein Ausrichtungsspitz mit den Polmarkierungen, diverse Infotafeln und rundherum eine Trockenmauer in Form der Landesgrenze mit nördlichem und südlichem Zugang durch ein Drehkreuz.

Nun hatten wir einen Anstieg von beinahe 1000 m vor uns – den ersten Einstieg in eine Wand – die eine nördliche Ausrichtung hatte, war insofern angenehm, weil sie uns mit ihrem Schatten vor der intensiven Sonneneinstrahlung bewahrte. Der mit Ketten gesicherte, steile Weg war gut markiert, aber schon strahlte uns die sengende Sonne wieder entgegen, da der obere Teil zum Seefeldsee abflachte. Uns kamen Angler entgegen – da wussten wir, dass sich da nicht nur Wanderer aufhielten. Etwa 200 m über dem Ausgangspunkt erreichten wir den Bergsee, liessen ihn aber gleich links liegen, da der nächste Aufstieg zur Krete auf ca. 2000 m Höhe durch eine z.T. begrünte Geröllhalde führte. Wer da noch Zeit fand, links und rechts des Weges, seine Aufmerksamkeit hin zu richten, gewahrte die Vielfalt der Bergflora in ihrer grossen Pracht. Schonungslos wurden wir aber auch von der Sonne begleitet – beim Einstieg hatte eine kleine Wolke dem Abhang Schatten gespendet – das nahmen einige wie eine hilfespendende Partnerin wahr und wünschten sich ihr verweilen – es blieb beim Wunschdenken! Um ca. 11.15 h erreichten wir den Grat – die erste Rast um Flüssigkeit nach- zutanken. Danach führte uns der leicht abfallende Weg auf die andere Seite der Krete – dann öffnete sich die Diretissima über steile Tritte und kettengesicherte Klippen zur nächsten Anhöhe auf 2222 müM. – auf eine Alpweide. Hier öffnete sich wiederum das Panorama der Bergwelt mit der weit unten liegenden Melchseefrutt und dem dahinterliegenden Titlisgebirge. Frühere Wanderungen in diesem Gebiet liessen uns auch die Tour vom Jochpass nochmals vergegenwärtigen.

Im Westen erkannten wir eine sich aufbauende Wetterfront und so beschlossen wir gleich den nächste Aufstieg anzugehen – weitere 250 Höhenmeter waren bis zum Hochstollen zu bewältigen. Auch da zeigten sich steile Anstiege – wir fanden aber auch Zeit zum Anhalten, um das Panorama über das Sustenhorn / Wetterhorn / Jungfraugebiet bis zum Brienzersee und dem Rothorn „einatmen“ zu können. Dann wurde es dunkler, denn die Wetterfront legte sich über uns, zumindest am Rande. Grosse Tropfen liessen uns an einer anderen Erscheinung des Sommerwetters teilhaben – zum Glück nur für eine kurze Dauer. So konnten zusätzlich „montierte Roben“ schon bald wieder „neutralisiert“ werden. So wird der letzte Aufstieg mit dem Erreichen des Gipfels gekrönt: Rundumsicht. Alles erscheint in der Grossartigkeit wie auch im Kleinen – Die Melchseefrutt wie auf der anderen Seite Meiringen als Modellansicht.

Wir haben das Tagesziel erreicht und nehmen auf den abschüssigen Bergfloraflanken unsere Verpflegungsplätze ein. Der Wendewinkel der Halspartien reicht nicht aus, um dem 360° Rundumblick gerecht werden zu können! Wir lassen uns Zeit, bis eine neue Front den Westen verdunkelt. Mit erleichtertem Rucksack nehmen wir den Abstieg unter die Füsse – zuerst wieder recht steil, bis wir auf eine Alpweide mit Rindern stossen. Bei einem kleinen Unterstand versperren sie uns den Weg. Mit gutem Zureden lassen sie sich ganz nahe an ihren Seiten passieren. Etwa 200 m tiefer erblicken wir eine Skiliftendstation… ein möglicher Ort für einen kurzen Unterschlupf vor dem sich nähernden „Vorhang“. Auch die Schnellen erreichen den Unterstand erst verspätet, die Kleider haben schon einen gewisssen Sättigungsgrad erreicht. Trotzdem hat sich der Schauer mehrheitlich südlich entladen und wir nehmen das letzte Wegstück unter die Füsse. Glockengeläut begleitet uns auf den Alpweiden mit heimeligem Lärm. Wir treffen eine Alphirtin, die schon die siebte Saison das Alpvieh betreut – sie kennt ihre Anvertrauten, die sich sofort um sie formieren. Mit Rindern wird hier Aufzucht getrieben. Dann wurde die Mittelstation Käserstatt erreicht wo wir im Restaurant Unterschlupf finden. Der Durst ist gross – wir schaffen den Flüssigkeitsausgleich! Eine neue Front vertreibt uns von der Terrasse – die Kabinenbahn bringt uns ins Tal, begleitet mit einem „Trommelwerk“ vom einsetzenden Hagel.

Als wir unten eintreffen ist der Spuck schon wieder vorbei. Das Postauto bringt uns zum Brünig, die Zentralbahn nach Luzern und der Schnellzug nach Hause. Ein herrlicher Tag nimmt so seinen Abschluss. Fredi: Das war eine der schönsten Touren, aber immer wieder werden wir von Erlebnissteigerungen überrascht. Das schaffst du immer wieder – wir können nur staunen! Vielen Dank für deine hervorragende Organisation und deren Begleitung.

Karte

Bilder: Irene, Richard, Föns, Werni

Dreitages-Wanderung Puschlav Juli 2020

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Jul 172020
 

Bericht: Hane

Tag 1:

Fünfzehn erwartungsfrohe Wanderer, davon drei Damen, stiegen in Zürich in den Zug nach Chur. Von dort ging es in einen Panorama-Wagen der RhB über den Albula- und den Bernina-Pass zur Alp Grüm (die Strecke gehört zum UNESCO Welterbe). Wir durften uns über reservierte Sitzplätze freuen, die spektakuläre Aussicht geniessen und dabei die störenden Gesichts-Masken etwas vergessen. 

Das Erlebnis war dann aber leider bei der Ankunft auf der Alp Grüm wegen dem dichten Nebel vorerst einmal vorbei. Ein kurzer Abstieg brachte uns zum „Il Giglio“ einem schönen „Grotto“ oder wie sich das auch immer nennt. Wir konzentrierten uns auf das Essen und den Rotwein und vergessen war der Nebel, aber auch die Zeit. Plötzlich brach Hektik aus, weil unser Reiseleiter realisierte, dass es zu einem geplanten Termin in Cavaglia etwas knapp würde.  Als wir das Restaurant verliessen war der Nebel verschwunden und die Sicht auf den wunderschönen „Lagh da Palü“ frei. Pech für den Reiseleiter, da wir ja die Aussicht geniessen wollten und einige Fotos schiessen mussten, wurde die Zeit immer etwas enger. 

Mit etwa zehn Minuten Verspätung errichten wir Cavaglia. Dort wurden wir von Frau Lardi, so heissen fast alle Leute im Ort, empfangen. Ihr Mann Romeo Lardi war einer der Idealisten die in den 90er-Jahren begonnen hatten die Gletschermühlen, die vor ca. 10‘000 Jahren entstanden sind, freizuschaufeln. Er, im Hauptberuf Bergführer und Wanderleiter, hat uns während ca. 90 Minuten durch den Gletschergarten Cavaglia geführt und sehr viel über die Geschichte und die Knochenarbeit, die seit über 20 Jahren geleistet wird, erzählt. Voller Stolz hat er uns auch das Projekt „Orrido-Schlucht Cavaglia“, das kurz vor der Einweihung steht, vorgestellt. Dieser Besuch war einmal mehr eine Super-Idee Fredy, bisher war für mich ein Garten da um Blumen zu pflanzen und Mühlen um Mehl zu mahlen. Seit Dienstag wissen wir es besser. 

So en passant erwähnte dann R. Lardi, dass der Weg den wir nach Sfazu nehmen wollten seit dem 1. Juli wegen Instandstellung unpassierbar sei. Wir hatten aber weder einen entsprechenden Hinweis noch eine Verbotstafel entdeckt. Trotzdem hat sich die Vernunft durchgesetzt und wir sind nach Poschiavo gewandert und von dort mit dem Postauto nach Sfazu gefahren.

Dort konnten wir im Hotel Zerera nette Zweierzimmer mit  schöner Aussicht beziehen und uns bei einem Apéro auf das bevorstehende Nachtessen einstimmen. Wie gewohnt war die Stimmung ziemlich aufgeräumt und es wurden wieder einige Anekdoten aus „sieben Jahre Quer dur d’Schwyz“ zum Besten gegeben.

Karte 1. Tag

Bilder: Richard, Irene, Werni

Tag 2:

Abgesehen von zwei älteren Routiniers die das Privileg hatten zusammen in einem Ehebett zu übernachten (es sei aber nichts passiert) hatten sich am anderen Morgen alle recht positiv über die Schlaf-Erfahrungen geäussert . Das Buffet zum Morgenessen war vielfältig nur das Brot war vermutlich aus der Vor-Corona-Zeit.

Es stand eine 16-Km-Wanderung zum „Lagh da Val Viola“ mit ca. 900 Höhenmeter auf dem Programm. Das Wetter meinte es trotz kritischer Prognose gut mit uns, es war bewölkt mit Aufhellungen und eigentlich ganz wenig Regen. Eine gute Stunde Fussmarsch brachte uns zum Ristoro Alpe Campo. Wer jetzt aber denkt, dass wir dort unseren obligaten „Morgen-Café“ trinken konnten hatte sich geirrt. Die „Antwort der deutschschweizer Wirtin auf unsere Frage ob wir was trinken können war: Wir haben keine Zeit und bis 10:30h geschlossen. – die leben vermutlich vom Corona-Kredit –

Am „Lagh da Scispadus“ ging es vorbei zum „Lagh da Val Viola“ auf 2160 MüM. Gemäss Info im Web ist dieser See mit einer Länge von 350 Meter und einer Breite von bis zu 300 Meter der grösste seiner Art in der unmittelbaren Umgebung. Wir mussten uns den Blick auf den idyllischen See aber mit einer ziemlich anspruchsvollen Wanderung verdienen. Gröbere Steine, Wurzeln, Alpenrosensträucher mussten wir durchqueren um zum Ufer zu gelangen.

Die nächste Etappe führte dann nochmals auf einem ziemlich steinigen Weg hinunter zum „Lagh da Saoseo“. Auch dieser See besticht mit seinen unterschiedlichen Farbausprägungen, die bei Sonnenschein sicher noch besser zum Ausdruck gekommen wären. Wir haben uns aber auch so über die schöne Landschaft gefreut und anschliessend den Abstieg zum „Rifugio Saoseo (heute SAC-Hütte, vormals Grenzstation)“ gemacht. Hier war die Bewirtung sehr gut, äusserst freundlich und die Ambiente ausgesprochen gemütlich.    

Die letzte Etappe führte uns zurück ins Hotel Zerera, wo wir genügend Zeit für einen Apéro vor dem Nachtessen hatten und gleichzeitig Werni (Navigator, Fotograf und Filmemacher) in den Hunderter-Club aufnehmen konnten (einhundert Wanderungen mit der Gruppe QdS-Gut).

Zum Menu: Die Vorspeise war excellent, beim Hauptgericht „Schweinebauch“ hat mich der Name etwas irritiert und ich habe darum auf den Dessert gewartet. Die Mehrheit der Esser war aber sehr angetan, allerdings muss die Mehrheit nicht zwangsläufig Recht haben. 

Karte 2. Tag

Bilder: Richard, Irene, Werni

Tag 3:

Die zwei Routiniers mit dem Ehebett hatten sich diesmal ganz unterschiedlich über die Anzahl geschlafenen Stunden geäussert, aber sie sahen jedenfalls ausgeruht aus. Das Buffet war wieder ok, das Brot einfach 24 Stunden älter.

Wieder über 15 km mit ca. 500 Meter Aufstieg und 1100 Meter Abstieg standen am dritten Tag auf dem Programm. Es war zur Abwechslung eine ziemlich lockere Wanderung durch einen Teil des „Val Poschiavo“. Unter uns wand sich die Bernina-Strasse zum Pass hoch und auf der Gegenseite des Tals die Bahnstrecke mit den roten Zügen.

Der Höhepunkt des Tages war dann aber eindeutig der Besuch des Restaurants Motrice in Poschiavo. Hans Lüscher ist mit dem Besitzer-Ehepaar Fausto & Ornella Isepponi befreundet und hat unsere ganze Truppe zu der Hausspezialität „Pizzoccheri“ eingeladen. Frau Isepponi hat uns vor dem Essen stolz erzählt, dass sie in Poschiavo eigenhändig „Buchweizen“ angesät habe und sie hat ausführlich erklärt, wie „ Puschlaver Pizzoccheri“ gemacht werden. Der Hausherr hat uns dann auch noch Einiges über das Puschlav erzählt und auch die Herkunft des Restaurant-Namens erläutert. Das ursprüngliche Restaurant das in den 90er-Jahren abgerissen wurde hatte, mit etwas Fantasie betrachtet, die Form eines Triebwagens (Motrice).

Ein weiteres Highlight war dann die Rückfahrt im Panorama-Wagen mit der Bernina-Bahn durch die vielen Kehrtunnels über Bernina und Albula nach Chur. Da das Wetter schöner war als bei der Hinfahrt und ausser uns praktisch niemand im Wagen war konnten wir die Fahrt geniessen und das Schlafen auf die Strecke Chur-Zürich verschieben.   

Besten Dank Fredy, Du hast wie gewohnt ganze Arbeit geleistet. Schade war, dass Geri nicht dabei sein konnte. Wir wünschen ihm aber auf diesem Weg schnelle und gute Besserung und hoffen, dass er bei der nächsten Wanderung von der Aelggi Alp aus wieder dabei ist. Köbi super, dass Du auch dabei warst, ein Wermutstropfen war vermutlich nur das Ehebett.   

 

Karte 3. Tag

Bilder: Richard, Werni

30. Juni — Glaubenbielen – Höch Gumme – Turre

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Jul 012020
 

Bericht: Monika

Glaubenbielen – Höch Gumme – Turren
Nach regnerischen Tagen scheint für die Wandergruppe Gut (dieses Mal 2 Frauen, 11 Männer, 2 Hündinnen) die Sonne in himmlischen Sphären. Unser Startziel ist die UNESCO Biosphäre Entlebuch, eine wunderbare Region zum Wandern. Liebliche Bergwiesen, wilde Gräben und Krächen, einsame Hügelzüge und einzigartige Moorgebiete. Die Anreise mit Zug und Postauto haben die Meisten von uns „maskiert“ unternommen. Auch zum ersten Mal (meines Wissens) starten wir ohne Kaffee und Gipfeli.

Ganz moderat geht es aufwärts und es eröffnet sich eine Weite mit Blick auf viele Berge, die Fredi wie immer aus dem Stegreif benennen kann, wie Titlis, Sustenhorn, Wetterhorn, Schreckhorn und natürlich den Eiger, den Mönch und die ,,,,,,,, Dazu ein Witz: Hansli weiss den dritten Berg nicht mehr, die Lehrerin sagt: Schau nur mich an. Dann sagt er: Schreckhorn. Den Bergen zu Füssen liegen die Seen, der Alpnach- Sarner- Brienzer- Thuner- und Lungerensee.

Die Znüni Pause geniessen wir etwas unterhalb vom Mändli und können uns nicht satt sehen an dieser prächtigen Aussicht. Dann geht es aber weiter zum Höch Gumme und es gibt einige Grate, da schaut man lieber nicht nach rechts oder links. Alle schaffen es ohne Probleme und nun ist eine lange Mittagsrast angesagt, denn zeitlich sind wir sehr gut unterwegs. Fredi kann heute wieder einen Jubilar beglückwünschen. Max hat den goldenen Wanderschuh verdient, d.h. er ist hundert Mal mit der Gruppe unterwegs gewesen. Nach einer Zvieri Pause wandern wir einem grossen Feld entlang mit wunderschönen Blumen. Doch niemand kann sie benennen und nach Recherche auf den Handys einigt man sich, es ist der Schlangenknöterich. Auf der Terrasse der Station Turren spendiert uns der Jubilar Dessert, Wein, Bier oder Most. Vielen Dank, lieber Max.

Obwohl wir grosszügige Pausen gemacht haben, mussten wir uns plötzlich beeilen, um nicht die letzte Luftseilbahn um 17.00 Uhr zu verpassen. Alle sind sich einig, ein traumhafter Tag gespickt mit Humor geht zu Ende und viele freuen sich auf die Drei-Tages-Tour in zwei Wochen. Nicht vergessen möchte ich, dem lieben Geri gute Besserung zu wünschen. „Junge, komm bald wieder, bald wieder mit uns!
Danke Fredi : Das war Grand Luxe.

Karte

Bilder: Richard, Jörg, Hane

16. Juni — Schwägalp – Ofenloch – Hinderfallenchopf – Ennetbühl

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Jun 172020
 

Bericht: Geri

Der erste Härtetest nach Corona

Eine unternehmungslustige Gruppe von 15 Wanderlustigen mit 2 Hündinnen im Schlepptau trifft sich im Schnellzug in Zürich zur gemeinsamen Fahrt in die Ostschweiz. Bereits während der Reise zur zweiten Wanderung nach dem unfreiwilligen drei-monatigen Corona-Stopp ist die Stimmung – trotz eher trüben Wetterprognosen – aufgestellt und aufgeräumt. Nach der kurzweiligen Interregio-Bahnfahrt steigen 4 Frauen, 11 Männer und zwei Hündinnen im sankt-gallischen Gossau in die Appenzeller-Bahn, welche uns bis nach Urnäsch bringt. Hier erwartet uns bereits das Postauto. Der gelbe Bus führt uns durch die idyllische Appenzeller Landschaft hinauf auf die Schwägalp.

Hier lädt uns das Restaurant Schwägalp gleich neben der Talstation der Säntis Schwebebahn zum morgendlichen „Kaffee mit Gipfeli“ ein. Unterdessen öffnet draussen der Himmel seine Schleusen, was einige von uns veranlasst, dem normalen Kaffee noch ein „Kaffee avec“ folgen zu lassen. Nach dem gemütlichen Intermezzo mit einem erfolglosen „Luz“- oder „Zwätschge-Luz“-Test machen wir uns unter dem Motto „es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleider“ auf den ersten Teil unserer Tagestour.

Nach einem Aufstieg über Weiden, auf einem gut ausgebauten Weg, der mehrheitlich flach durch einen wurzeligen Wald und über Moorwiesen führt, erreichen wir den Chräzerenpass, den früheren Übergang vom Toggenburg ins Appenzellerland. Hier führt der Weg nun auf einem Strässchen weiter, dann passieren wir den Wegweiser Chräzerenwald und gelangen wenig später zur Weggabelung bei der Alp Horn. Hier biegen wir Richtung Ofenloch nach rechts ab. Bald kämpfen wir zum ersten Mal mit den Tücken des durchnässten Terrains, gelangen aber bald zur Alp Neuwald. Auf der menschenleeren, nur von einzelnen Rindern bewohnten Alp, geniessen wir unsere wohlverdiente Mittagsrast. Nach der obligaten Verpflegung aus dem Rucksack überraschen uns zwei „gute Feen“ mit feinen „Totenbeinli“ und „Biberli“. Einzig den wärmenden Kaffee haben wir etwas vermisst.

Dann bläst Fredi zum Aufbruch. Bald schon zeigt ein Wegweiser auf einen Bergweg hinunter zum grossen Ofenloch und zum noch jungen Necker. Unten in der Schlucht ist man umgeben von hinaufragenden Felswänden und herabstürzenden Wasserfällen. Eine wilde und urtümliche Landschaft. Vom Ofenloch steigen wir nun wieder hoch in Richtung Alp Ellenbogen. Nicht etwa am Ellenbogen, aber am rechten Fussgelenk hat sich unterdessen der Schreibende eine dumme Verletzung zugezogen. Mit Hane als Begleiter (herzliches Dankeschön!) wähle ich den abgekürzten Weg via Schwägalp-Passstrasse nach Ennetbühl.

So nehmen schliesslich nur noch 13 Wanderlustige den steilen und strengen Weg zum Hinderfallenchopf, dem höchsten Punkt der Wanderung, in Angriff. Schade, kann man heute hier oben die tolle Aussicht ins Neckertal und Luterental nicht geniesssen. Der nachfolgende Abstieg führt an der Ober Scherlet vorbei zur Alp Ji und über Höbschholz zur Hinterenchlosteralp und Vorderchlosteralp, welche früher im Besitz des Klosters St. Gallen waren.

Irgendwo auf dieser Strecke treffen die Wanderer einen feschen, freundlichen Landwirt – so erzählt die Sage! Dieser wiederum findet insbesondere Gefallen an den weiblichen Mitgliedern unserer Gruppe. Wer weiss, vielleicht taucht plötzlich einmal ein uns bekanntes Gesicht bei „Bauer, ledig, sucht!“ auf.

Aber fertig gemunkelt: Vorbei an mächtigen 650-jährigen Ahornbäumen, die man zur Sicherung des Hangs nach einem Bergsturz gepflanzt hat, gelangen die Wanderinnen und Wanderer zur Alp Gössigen. Über Feissenmoos führt die Route via Brüggli schliesslich nach Ennetbühl, wo im gemütlichen Gasthaus Krone die beiden Abkömmlinge auf das Gros der Gruppe warten. Bald schon geht es mit Postauto und Bahn auf die Heimreise. Danke Fredi, auch diesmal war es wieder ein super-toller Tag!

Info von Geri: Ich war heute Morgen bei meiner Ärztin. Leider habe ich einen Bänderriss am rechten Fuss erlitten. Das Fussgelenk hingegen ist heil geblieben. Ab nächsten Montag werde ich für ca. 6 Wochen eine Manschette tragen müssen. An Wandern in unserem Sinn ist somit nicht zu denken. Allenfalls käme ich trotzdem ins Puschlav – wenn Köbi auch kommen sollte.

Hane im Namen des ganzen Teams: @Geri wir wünschen Dir gute Besserung und hoffen natürlich, dass Du spätestens im Puschlav wieder dabei bist.  

Karte 

Bilder: Irene, Hans, Jörg, Hane

9. Juni – Hedingen – Seleger Moor – Mettmenstetten

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Jun 102020
 

Bericht: Hane

Endlich geht’s wieder los, erfreulicherweise haben alle Mitglieder unserer Wander-Vereinigung die Corona-Krise gesund überstanden. Zwölf Personen, davon drei Ladies trafen pünktlich auf dem Bahnhof Hedingen ein. Es war ein scheues Händeschütteln, Nicken bzw. anstossen via Ellbogen. Es braucht vermutlich noch etwas Zeit bis man sich an die neuen Begrüssungszeremonien gewöhnen wird.  Man sollte ja nicht unbedingt Hände schütteln aber die guten alten Gewohnheiten abzugewöhnen scheint auch nicht der Weisheit letzter Schluss. Warten wir doch ab und respektieren all die unterschiedlichen Begrüssungsarten.

Die Anreise war für die meisten TeilnehmerInnen ein kurzer Spass, die Birmensdorfer wie die Säuliämtler hatten nur ca. zehn Minuten Anfahrtsweg. Pech hatte Richard weil die SBB wieder einmal Probleme machte und die Verbindung von Stadelhofen nach Zürich HB während längerer Zeit unterbrochen war. Er trat daher frustriert den Heimweg an.  

Bei diesigem Wetter und nicht sehr positiven Aussichten nahmen wir den Weg Richtung „Hediger Weiher“ in Angriff. Für Fredy war es ein Heimspiel war er doch in Hedingen während vielen Jahren als Werkshof-Chef tätig. Er hatte darum auch die notwendigen Beziehungen zum Kiosk-Betreiber am Hediger Weiher, die uns darum trotz Sch…-Wetter Kaffee und Gipfeli servierten.  

Weiter ging es leicht bergauf durch ein Tobel, das mit diversen Holzstegen ausgebaut ist und damit zu  einem sehr attraktiven Fussweg wurde. Fredi hat da wirklich vorzügliche Arbeit geleistet, aber das kennen wir ja von ihm 🙂   Beim Verlassen des Waldes kamen wir dann ins Feldenmas das Langlauf-Gebiet der https://www.loipe-feldenmaas.ch/. Güx betreibt da mit zwei, drei Kollegen seit 36 Jahren eine Langlauf-Loipe die sich grosser Beliebtheit erfreut. Er konnte uns dann auch noch voller Stolz den Loipen-Töff, der zur Präparierung der Spur benutzt wird, zeigen.    

Bei leichtem Regen ging es weiter leicht bergauf zum Müliberg und weiter ins Gebiet von Äugst. Von da aus konnte man die traumhafte Aussicht auf den Zugersee und die Rigi, den Pilatus sowie die Berner Alpen geniessen. Da die Brillen etwas nass resp. beschlagen waren, hielt sich die Aussicht in Grenzen. Eine lange steile Treppe führte uns hinunter zum idyllischen Türlersee. Weil wir ja von oben mit genügend Wasser eingedeckt waren, kam aber niemand auf die Idee eine kurze Schwimm-Pause einzulegen.

Nach ca. einer weiteren halben Stunde war dann die Mittagsrast angesagt. In einer kleinen Waldlichtung sah man plötzlich ein kleines Feuer brennen. Die Überraschung war gelungen Köbi Gut unser Mitwanderer der ersten Stunden hatte Cervelats, Brot und Wein organisiert und zusammen mit Franz Brunner ebenfalls ein guter Freund der in den ersten Jahren immer dabei war, für ein Feuer mit richtig heisser Glut gesorgt. Schade, dass die Beiden aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr dabei sein können. Köbi hat sich allerdings spontan entschieden an der Dreitageswanderung im Puschlav dabei zu sein (vergiss aber nicht die Pferde können nicht schwimmen).

Der Dessert war dann die nächste Überraschung. Peter der Imker unter uns hat jedem/jeder TeilnehmerIn ein halbes Kilo Bienenhonig geschenkt. Herzlichen Dank Peter.  

Etwas beschwingt nahmen wir dann den Weg zum Seleger Moor unter die Füsse, wo wir nach ca. einer Stunde dann auch eintrafen. Das Wetter war in der Zwischenzeit ganz passable und dadurch stand einem Besuch des riesigen Rhododendren- und Azaleenblüten-Parks nichts im Wege. Für Leute die die Anlage jedes Jahr besuchen war es dann leider etwas ernüchternd. Der grösste Teil der Blumen war verblüht, dadurch fehlten die vielen Farben die wir von anderen Jahren her kennen.

Der Fussmarsch abwärts nach Mettmenstetten war dann bei immer noch recht angenehmen Wetter total locker und führte uns zum letzten Zwischenhalt in der Bäsenbeiz Sternen oberhalb von Mättmi. Dort konnten wir uns wie es zum Abschluss eines Wandertages Brauch ist mit Kafi Lutz, Bier aber auch Glacés eindecken.     

Wie wichtig die Handys für Wandergruppen sind konnten wir 2-3x feststellen. Einer verpasste den Zug, drei andere den Anschluss an die Gruppe, aber ein kurzer Anruf genügte um die Situation jeweils zu entschärfen.

Es war wieder ein toller Tag, schön, dass wir wieder zusammen unterwegs sind !!!  

Bilder: Irene

Karte

 

Wanderbetrieb-Gut vorderhand eingestellt

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Mrz 182020
 

Mail von Fredy: 

Hoffentlich könnt ihr eure Ferien ohne Coronavirus im Hotel resp. auf dem Schiff geniessen. Bei uns ist nichts mehr wie es einmal war, Läden, Restaurants geschlossen Schulbetrieb Schweiz weit eingestellt! Auch Senioren sollen sich nicht mehr treffen. Somit muss in nächster Zeit, wohl jeder für sich alleine wandern.Kannst du aufschalten, dass die Wanderungen bis auf weiteres nicht stattfinden können.

Hilft Grappa tatsächlich (klick)?

 

Anmerkung Hane: 

Mit geniessen war es schnell vorbei. Wir waren zwar 24 Stunden auf dem Schiff, mussten es aber am Sonntag Abend fluchtartig verlassen. Wir wurden in ein Hotel verfrachtet und am Montag Abend zum Flughafen gebracht. Von dort flog uns die „Emirates“ via Dubai nach Kloten, die SBB nach Baar und ein Taxi nach Mättmi. Da sind wir jetzt, nicht ganz unglücklich darüber, dass der Heimtransport ohne Probleme möglich war.

Tagebuch vom Kurzaufenthalt in Mauritius

 

 

Mittwoch 26. Februar — Rotkreuz – Michaelskreuz – Hohle Gasse

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Feb 272020
 

Bericht: Hane 

Für diesen Wandertag waren Niederschläge, Sturm und Kälte angesagt. Trotzdem waren es drei Frauen und zwölf Männer sowie ein Vierbeiner, die sich der Herausforderung stellten. Gute Besserung an Max, bei dem leider am Dienstag die Hexe unerwartet zu Besuch war und er dadurch auf die Teilnahme verzichten musste. Die Anreise nach Rotkreuz war sehr kurz, wodurch die Abfahrtszeit von zu Hause erfreulich spät erfolgte. Die Kälte bekamen wir tatsächlich schon nach dem Aussteigen aus dem Zug zu spüren und wir steuerten daher sofort das nächste Café an. Der Wanderleiter hatte aber andere Pläne und so hiess es Säcke aufnehmen.

Nach ca. 40 Minuten Marschzeit kamen wir dann zum Restaurant Breitfeld wo Tische und Gipfeli für uns reserviert waren. Das Restaurant war total mit Fasnachts-Zeugs dekoriert. Attraktiv und sehenswert war die Ausstellung mit den unterschiedlichen Lebkuche-Häuschen. Das Restaurant bietet übrigens eine exklusive Küche, eine Minigolfanlage sowie eine schöne Aussicht auf den Zugersee. 

Nach dem wohltuenden Zwischenhalt ging’s zurück an die eisige Kälte wo sich Wind und starkes Schneegestöber immer wieder abwechselten. Bis zum Michaelskreuz lagen ca. 300 Höhenmeter und ca. 4 km Fussmarsch vor uns. Der Fussweg war gut ausgebaut, die Kälte und der Wind waren aber zurückhaltend ausgedrückt, etwas störend. Nach gut einer Stunde waren wir dann am Ziel, suchten aber das Kreuz vergebens. Im Google kann nachgelesen werden, dass das Michaelskreuz seit 1436 kein Kreuz mehr sondern eine Kapelle ist (klick).

Leider war das angrenzende Restaurant wegen Ferienabwesenheit geschlossen. Fredy hatte dies natürlich im Voraus abgeklärt und darum im Restaurant Frohsinn in Udligenswil reserviert, welches wir nach  knapp einer Stunde Fussmarsch erreichten. Das Lokal sieht von aussen recht bieder aus, die Gaststube und das Säli waren aber äusserst stilvoll eingerichtet. Bekannt ist das Lokal seit Generationen als Güggeli-Beiz, in den letzten Jahren kamen aber Gault-Millau-Punkte (klick) für andere Gerichte dazu.

Nach dem feinen Mittagsmenu mit Hackbraten, Gemüse und Kartoffelstock konnten wir frisch gestärkt die Wanderung nach Küsnacht fortsetzen. Der Weg führte in Küsnacht zuerst ein Stück dem Vierwaldstätter-See entlang und später an vielen historischen Bauruinen vorbei zum Restaurant Winkelried. Eine Beiz wie sie gemütlicher nicht sein könnte, der Kafi Luz hat jedenfalls sehr gut geschmeckt. Dass das Lokal zudem eine historische Vergangenheit hat, wurde von Irene mit einem Foto  festgehalten.

Für die letzte Etappe zur „Hohlen Gasse“ benötigten wir dann nochmals etwa eine halbe Stunde. Selbstverständlich liessen wir es uns nicht nehmen, den Weg oder eben die Gasse abzuschreiten, wo gemäss der bekannten Sage der Landvogt Gessler von Wilhelm Tell erschossen wurde.

 

 

Von dort brachte uns das Postauto an den Ausgangspunkt Rotkreuz und anschliessend die SBB in heimische Gefilde zurück. Besten Danke Fredi, es war trotz des Hudelwetters eine tolle Tour mit einigen historischen Merkmalen.

Karte

Bilder: Irene, Richard, Werni 

 

Dienstag 18. Februar – Winterwanderung Braunwald

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Feb 202020
 

Tagesbericht: Monika

Die stürmische „Sabine“ hat uns einen Strich durch die Rechnung, oder besser Wanderung gemacht. Daher ist die zweite Wanderung eine Woche später angesagt und zehn Frauenfüsse sowie zwanzig Männerfüsse sind dabei.

Du bist heute ein bisschen vergesslich, meint Hane zur Berichterstatterin, denn sie hat soeben die Stöcke im Zug vergessen. Er ist ja sehr aufmerksam, aber dann die Vergessliche zum Schreiben verknurren tz tz tz.

Zuerst bringt uns die Bahn nach oben und der obligate Kaffeehalt ist im Hotel Cristal. Einige geniessen Apfelkuchen und andere die berühmte Glarner Pastete. Wie immer drängen sich Spendenfreudige auf.

Nun geht die Winterwanderung los. Der geplante Rundweg rechts über den Seeblengrat ist gesperrt. So gehen wir links und die Route führt oft am Rande der Skipiste aufwärts und wir müssen auf die vorbeibrausenden Skifahrer achten. Aber unsere Hundedame Ina hat ihre helle Freude und rennt diesen nach, bis der Meister eingreifen muss und sie für den Rest des Tages an der Leine ist.

Die umliegenden Berge präsentieren sich majestätisch, wir sind weg von der Piste und steigen auf Richtung Gumen, dem Mittagsrast. Das muss verdient werden, denn es „got huere gäch oppsi“. Natürlich ist der Abstieg etwas einfacher, man kann auch auf dem Hintern oder einfach hüpfend die hart erkämpften Meter vernichten.

Bis zum Ortstockhaus müssen wir den gleichen Weg retour und dort kehren wir zum Kaffee ein. Das denkmalgeschützte Haus mit seiner halbrunden Form hat der Architekt Hans Leuzinger (1887-1971) – pragmatisch modern – im Jahr 1931 errichtet. 2016 hat man sanft saniert, es erstrahlt jetzt im Ambiente von damals und im Komfort von heute. Die Aussicht auf den Ortstock, die Eggstöcke und die Glarner Alpen sind atemberaubend.

Bald ist es Zeit für den Rückweg, den wir auf dem Wanderweg bis nach Braunwald unter die Füsse nehmen.

Glücklich und zufrieden möchten wir dir, Fredi, einmal mehr ganz herzlich für die super Organisation danken.

Karte

Bilder: Richard, Werni 

 

Dienstag 21. Januar Pfäffikon – Feldbach

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Jan 222020
 

Tagesbericht: Max

Der Auftakt zur neuen Wandersaison war ein voller Erfolg: 16 begeisterte Wanderfreunde*innen (3 Frauen / 13 Männer) und 2 Hunde trafen sich im Zug nach Pfäffikon. Durch das Europäische Hoch begleitete uns ab dem frühen Morgen die Sonne; die z.T. auftretenden Bodennebel konnten die Scheibe aber nicht zum Verschwinden bringen. Die Temperaturen lagen um den Gefrierpunkt – die Wiesenflächen, obschon in der Erscheinung noch das kräftige Grün der Weidefläche dominierte, waren mit „Raureif – Zuckerguss“ überzogen. Ab dem  Bahnhof Pfäffikon führte uns der Wanderweg durch einen alten Dorfkern mit Flarzbauten. Die aneinander gebauten Hausteile mit sehr individuell gestalteten Vorgärten inspirierte uns zu interessanten Wahrnehmungen. Beim Erreichen des Pfäffikerseeufers ging die Dorfidylle in eine harmonische Ufergestaltung über. Auf einer etwas erhöhten Pfahlbaukonstruktion mit einer Holzrostgehfläche überquerten wir das anstosssende Riedgebiet. Der nächtliche Frost hatte die ufernahen Wasseroberflächen zu glatten Eisflächen verwandelt. Vor uns erschienen zwei, auf ca. 10 Meter Höhe abgesägten Baumstämme mit Nestüberbau – wir mussten einige Male hinschauen – darüber thronten auf ihren roten Stelzen zwei Storchenpaare in ihren selbst gewählten Winterquartieren. In diesen natürlichen Schilfzonen kann wohl der Adebar auch im Winter seine Nahrung finden!

Der Seerundweg führte uns schon bald auf die gegenüberliegende, westliche Seeseite. Am Horizont konnten wir den Kirchturm von Seegräben entdecken. Unser erstes Ziel war nicht mehr fern – „die Juckerfarm“ – bekannt von ihren farbenfrohen Kürbisgewächsen. Der Weg endete mitten im Zentrum der Anlage, die da, aus verschiedenen Gebäuden im bäuerlichen Stil bestehend, einen Hofplatz umstellen. Es sind das: Stallungen der Kleintiere, meist offene Lagerhallen, Einkaufsläden, Bäckerei und die Restauration, sowie Aufenthaltsräume – alles angeordnet um eine Feuerschale und Verweil – Sitzplätzen. Die erhöhte Lage der Juckerfarm, mit Blick auf den See und die Alpenkette, unterstreichen eine weitere Qualität des Ortes. Im Selbstbedienungsrestaurant konnten wir uns am Buffet bedienen mit dem, was unser Herz begehrte. Natürlich ist die Auswahl im Sommer noch viel grösser – dadurch wird die Beliebtheit der Anlage zur Belastung im idyllisch angrenzenden Dorfkern und zur verkehrstechnischen Herausforderung.

Wir genossen die sich uns bietende Örtlichkeit mit „einem Znüni“ und einer ausgiebigen Besichtigung. Der Abstieg ins Aathal führte uns durch Feld und Wald. Erstaunt nahmen wir wahr, dass der S-Bahnhof seinen alten Standort zugunsten einer neuen Verkehrsführung verlassen hat; die neue Linienführung mündet in einen Tunnel, der direkt vor dem Bahnhof liegt. Hier bestiegen wir den Zug nach Wetzikon, danach den Bus nach Grüt. Im südlichen Vorort von Wetzikon fanden wir wieder schöne Wanderwege abseits der Stasse, die uns Richtung Grüningen leiteten. Der Sonnenschein liess uns die frostigen Temperaturen „ertragen“, insbesondere, weil die vorangehende Bisenlage nicht mehr existierte. Das flache Gelände eröffnete uns die Silhouette des Städtchen Grüningen, das schon näher kommenden Mittagsziel. Fredi hatte uns „im Hirschen“ die Essensplätze in einem historisch Gebäude mit Jahreszahl 1541 vorreservieren lassen. Das Gebäude liegt im Dorfkern an einem viel befahrenen Strassenzug. Trotzdem sind Umfahrungsprojekte bis jetzt immer gescheitert und man begnügt sich mit einer Verkehrsanlage im Einbahnverkehr, um der Gegebenheit gerecht werden zu können.

Im Speisesaal des Restaurants Hirschen, des alten Landvogteiortes, wurden wir – dem Status entsprechend – fürstlich bedient. Gerne liessen wir das zu. Das ist ein Privileg der Vorsaison, weil die Verpflegung aus dem Rucksack wetterabhängige Risiken mit sich bringen würde. Beim Aufbrechen von der Tafelrunde wurden wir vom Chef einer Gartenbaufirma überrascht, der den ganzen Obulus für uns entrichtet hatte – herzlichen Dank. Es ist bezeichnend, wie grosszügig Teilnehmer unserer Wandergruppe sich zur Übernahme von auch „kleineren Runden“ zur Verfügung stellen – auch ihnen sei hiermit einmal herzlich gedankt. In diesen Gestiken der Grosszügigkeit steckt auch ein wunderbares Motiv, das die Erscheinung des inneren Zusammenhalts in unserer Gruppe unterstreichen kann!

Einen Augenschein konnten wir in der Begehung des Dorfkerns von Grüningen mitnehmen, danach orientierten wir uns wieder nach den Wanderwegzeichen. Sie wiesen uns in Richtung eines Moorgebietes, dem der Lützelsee angehört. Bekannt ist dieses Gebiet auch für seine Storchenkolonie, die im nahe gelegenen Weiler durch den Bau von Storchennester gepflegt wird. Hier finden sich nicht nur Zugvögel, die jahresbedingt ihre Gebiete wechseln – auch da sind Störche „Ganzjahresaufenthalter“ geworden. Vom Restaurantvorplatz im Freien, der an diesem Tag gut frequentiert schien (am 21. Januar!), sind auch die Wildganskolonien gut beobachtbar. Dieses Naturreservat wurde in das Inventar des Bundes aufgenommen und eignet sich vorzüglich für einen Sonntagsausflug, auch mit Kindern! Am anderen Ende des Seeuferweges trafen wir auf einen weiteren Weiler mit umgebauten, ausgestalteten Bauernhäuser und einem neuen Dorfladen, der regionale Produkte führt.   

Im südlich gelegenen Hombrechtikon eröffnete uns die Aussicht einen Blick auf den Zürichsee, ab hier wurde der Weg zu unserem Tagesziel sichtbar. Beim Abstieg durchwanderten wir einen Teil der Goldküste, die uns mit den speziellen landschaftlichen Schönheiten (Rebanbauflächen) in Berührung brachte. Die Baustile sind hier sehr verschieden; ältere Villen wechselten mit modernen Bauten ab. In Feldbach fanden wir noch eine „Auffangstation“, in der wir die Zeit bis zur Heimfahrt überbrücken konnten. Es war der ursprüngliche Ort, wo die ehemalige Brauerei Hürlimann ihren Ausgangspunkt nahm und Hansheiri Hürlimann zu brauen begann. Als die Brauerei nach Zürich zog (1865), wurde dieses Lokal verlassen. 

Die S-Bahn brachte uns wieder nach Hause.- ein schöner Tag hat damit seinen Abschluss gefunden. Der Wandersaisonstart konnte so in vollen Zügen genossen werden. Fredi – wir haben dein neues Thema „historische Orte“ schon verinnerlicht und äusserlich gefunden; in Pfäffikon, in Grüningen, am Lützelsee und in Feldbach. Herzlichen Dank für die erneute, erlebnisvolle Wanderung, die von dir wiederum hervorragend geplant wurde.

Bilder: Irene, Werni, Richard 

Karte 1. Teil

Karte 2. Teil

Schlussabend Hedingen (klick)