Hans Hinnen

Dienstag 16. April – Sulgen-Ottenberg-Weinfelden

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Apr 162019
 

Tagesbericht: Hane

Der siebte Ausflug im Panorama-Jahr führte uns nach Mostindien und dies einmal mehr bei schönem und idealem Wanderwetter (dieser scherzhafte Name für den Kanton Thurgau wurde übrigens im Bereich 1850 von der Zeitschrift Mostheiri erfunden).

Zehn Wanderer/innen nur waren es dieses Mal, nach den beinahe rekordverdächtigen 18 vor einer Woche. Die SBB führte uns wie gewohnt sicher und schnell via Zürich HB und Weinfelden nach Sulgen dem Ausgangsort der Etappe. Wenige Minuten vom Bahnhof entfernt gelangten wir wie zufällig zum Restaurant „Rössli Beck“ wo natürlich bereits für uns reserviert war und die Gipfeli sowie der Kaffee speditiv serviert wurden.  

Am Anfang führte die Wanderung durch flaches Landwirtschaftsgebiet nach Leimbach, Andhausen und Berg. Leider blühten die vielen Apfelbäume noch nicht (gemäss Reiseleiter waren wir eine Woche zu früh), dafür waren einige Birnbäume in weisser Pracht zu sehen. In Berg, nach gefühlten zwei Stunden, war dann eine Zwischenverpflegungs-Pause angesagt.

Nach dem kurzen Stop ging es moderat aufwärts Richtung Ottenberg wo wir punktgenau um 12h in der Wirtschaft Stelzenhof eintrafen. Auch hier wurden wir bereits erwartete und freundlich begrüsst. Wir machten es uns in der Gartenwirtschaft gemütlich und konnten unser Menu aus einer Karte mit vielfältiger Auswahl zusammenstellen. Das Personal war auch hier extrem freundlich und das Essen inklusive Mostcrème war ausgezeichnet.

Fredy hatte unterwegs erzählt, dass er vor mehr als 40 Jahren einmal zu einem Maitanz hier war. Wir haben vermutlich gedacht .. na und … aber das Spezielle an diesem Anlass ist, dass er jeweils an allen Sonntagen im Mai um morgens fünf Uhr startet bis neun Uhr dauert und Hunderte von Leuten dabei sind. So wie ich dies sehe werde ich nie dabei sein (um halb vier aufstehen ist definitiv etwas für Masochisten) 🙂

Frisch gestärkt konnten wir zum Rest der Tour aufbrechen und natürlich haben wir nicht den direkten Weg nach Weinfelden genommen, sondern sind via „Rundweg Stelzenhof“ nach Ottoberg einem malerischen Ort mit vielen Riegelhäusern gewandert. Von dort gelangten wir auf den Weinweg Weinfelden der uns durch die Rebberge der Region führte.

Die die etwas aufgepasst haben wissen jetzt was man unter einer echten Thurgauerin versteht: Die Rebsorte Müller-Thurgau ist ein Resultat der Züchtungsarbeit des Prof. Hermann Müller aus Tägerswilen (TG) und in der Ostschweiz als Weissweinsorte am meisten verbreitet, zudem gilt sie als weltweit erfolgreichste Neuzüchtung (klick).

Plötzlich war dann noch Showtime angesagt. Ina der Vierbeiner von Hans hatte eine Schafherde entdeckt. Wie ein professioneller Herdenhund trieb er die Viecher in kürzester Zeit zu einem Rudel zusammen. In Neuseeland hätte er bei einem entsprechenden Wettbewerb sicher einen Podestplatz geholt, im Kanton Thurgau hingegen Schelte von seinem Herrchen. Hans wenn Du ein Motorrad zutun würdest, wärt ihr als Treiber-Team vermutlich unschlagbar 🙂

Zum Abschluss im Bahnhof Isebähnli nochmals etwas „Weissen“ und dann mit der SBB von Weinfelden in weniger als zwei Stunden zurück in heimatliche Gefilde. Besten Dank Fredy, wieder eine Super-Tour.

 

Fotos: Hane  

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Mittwoch 10. April Biel-Taubenlochschlucht-Magglingen-Twann

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Apr 102019
 

Tagesbericht: Geri

In den Geleise-Katakomben des Zürcher Hauptbahnhofes sind, wie um diese Zeit ja üblich,  grosse Menschenmengen unterwegs: Der grössere Teil auf dem Weg zur Arbeit, der andere irgendwohin! Trotz diesem Gedränge finden sich schliesslich alle angemeldeten Wanderlustigen der Gruppe Gut im Intercity Richtung Welschland – so meinen wir! Aber Fredi verkündet, dass nur 17 Personen mitgekommen seien. Schliesslich kann unser Wanderleiter das verlorene Schäfchen per Handy orten und es zum Nachreisen bewegen. So verpasst der Verspätete allerdings so manchen spontanen Spott während der rasanten Zugfahrt auf der „Bahn-2000-Strecke“ nach Biel.

Nach dem Kaffeehalt in einer Cafeteria beim Bahnhof bringt uns ein Bus der Bieler Verkehrsbetriebe zum eigentlichen Startpunkt unserer Wanderung in Biel-Bözingen. Nach wenigen Metern schon befinden wir uns in einer wildromantischen Naturlandschaft. Der ansteigende Fussweg durch die Taubenlochschlucht wurde 1889, initiiert durch den SAC, erbaut. Die Schlucht ist eine vom Fluss Schüss (französisch: La Suze) geformte Klus. Da und dort fallen Gesteinsschichten auf, die an gefalteten Stoff erinnern. Tatsächlich umfasst das Taubenloch über 200 Meter dicke Kalkablagerungen, die sich vor 160 Millionen Jahren im Jurameer abgelagert hatten. Viel später wurden sie unter grossem Druck aufgerichtet, gefaltet und von der Schüss durchschnitten. Das Regenwasser löst mancherorts den Kalk auf und es bildet sich dann Tuffstein.

Auf der zweiten Hälfte des Schlucht-Weges spannen sich plötzlich die gewaltigen Bauten der Nationalstrasse A16 über uns auf. Aber auch die alte „Tubelochbrügg“, eine einbogige Steinbrücke, die Mitte des 19. Jahrhunderts als Kernstück der damaligen neuen Strasse von Biel nach Sonceboz erbaut wurde, guckt majestätisch auf uns herab. Nachher gelangen wir bald an Frinvillier vorbei in offeneres, leicht bewaldetes Gelände. Am Sportplatz des FC Evillard vorbei geht es – immer noch ansteigend – in Richtung Magglingen. Endlich erblicken wir die ersten Anlagen und Bauten der Eidgenössischen Hochschule für Sport. Aber unser Sport heisst heute „Wandern“! Bevor wir uns auf den Weg Richtung „End der Welt“ aufmachen können, taucht dann plötzlich unser Soloreisender auf. Bei einem kurzen Begrüssungsritual stellt unser Wanderleiter fest, dass wir nun mit 2 Frauen und 16 Männern komplett sind. Den kurzen Endspurt in die Bergwirtschaft „Hohmatt“ schaffen wir im nu und schon bald geniessen 18 zufriedene und aufgestellte Wandersleute das vorzügliche Mittagessen.

Frisch gestärkt und glücklich ob des anhaltend angenehmen Wetters, nehmen wir die letzten Höhenmeter unter die Füsse. Bald schon geht es dann talwärts und schon tut sich der herrliche Blick auf den Bielersee mit der St. Petersinsel auf. Allerdings wird der Abstieg dann steiler – und in den Rebbergen noch steiler, was doch dazu führt, dass sich der oder die Eine oder Andere nicht mehr ganz so locker in den Hüften und Beinen bewegt. Aber was solls! Denn schon bald kommen wir in Twann an und freuen uns auf ein gutes Glas – aber zu früh gefreut! So geniessen wir halt den guten Kaffee und feine Süssigkeiten in einer Konditorei, bevor wir uns auf den Bahnhof begeben. Auf der Heimreise von Twann via Biel bis nach Zürich schaue ich in zufriedene Gesichter, die mir sagen: Danke Fredi, wiederum ein super-toller Tag!

Fotos: Werni, Föns, Jörg   

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Mittwoch 27. März: Stansstad – Alpgschwänd – Horw

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Mrz 272019
 

Tagesbericht Max

An einem weiteren, wunderschönen Tag (mit etwas Bise) finden sich 15 Wanderbegeisterte in Luzern zu einer Gruppe zusammen. Der Zug von Zürich nach Luzern ist zu dieser Morgenzeit bekanntlich immer gut besetzt. Die „Reppischtaler / Birmensdörfler“ nehmen die Abkürzung nach Zug, wo sie in den Zürcher Zug umsteigen – wo sie sich um noch freie Sitzplätze bemühen müssen. So treffen sich eine Frau und 14 Männer, davon 2 mit Hunden, am Perronende in Luzern zur Begrüssung. Hier ist aber eine Änderung angesagt: Bauarbeiten im Zentralbahnabschnitt Luzern Hergiswil. Umsteigen in Bus. In Hergiswil nochmals umsteigen und mit dem Zug nach Stansstad.

Nun geht die Wanderung los: Nach dem Brückenübergang, der den Alpnacherseearm mit dem Vierwaldstättersee verbindet, befinden wir uns auch schon am Einstiegsort zum Kretenweg (Landzunge Lopper), auf dem wir rasch an Höhe gewinnen. Westwärts, Richtung Haslihorn wird die Rundsicht auf schneebedeckte Bergspitzen immer imposanter – insbesondere da, wo der lichte Baumbestand in eine Alpweide übergeht. Auf ca. 850 MüM wird der Pfad flacher und die Weiden grüner. Und schon sind sie da: die ersten Frühlingsblumen. Wo vor Kurzen noch Schnee lag, blühen schon die Schlüssel- und Kukuksblumen. Bei einem Halt suchen wir die Bergmassive des Titlis und der Berneralpen in deren geografische Lage einzuordnen. Dem Weg folgend, erreichen wir den Renggpass, der schon in der Steinzeit als Saumpfad zwischen Meiringen / Grimselgebiet und dem Mittelland begangen wurde. Nun beginnt der erste Abstieg zur Hinter Rengg und der Renggkapelle. Hier wird die Begehbarkeit des Pfads etwas schwierig: der nachts gefrorene Boden hat sich durch das Tauwetter an der Oberfläche aufgeweicht und wurde rutschig. So mussten wir auf die Wiesenmatten mit noch braun gefärbtem Gras ausweichen, die uns eine verbesserte Sohlenhaftung gewährte.

Auf dem nächsten, steilen Aufstieg über eine schmale Erschliessungsstrasse, die zu den Bauerhöfen oberhalb Hergiswil führte, öffnete sich der Blickwinkel vom Rigi bis zum Titlismassiv sowie zum mehrarmig ausgebreiteten Vierwaltstättersee. Auf diesem Nidwaldnerzipfel sind verschiedene, höher gelegene Ausflugsrestaurants ausfindig zu machen. Eines davon ist die Alpgschwänd, auf 1215 müM gelegen – sie ist die von Fredi gewählte Mittagsverpflegungsstätte. Um sie erreichen zu können, sind noch mindestens weitere 300 Höhenmeter zu Fuss zurück zu legen – eine Alternative liegt aber vor, die von der Gruppe geprüft wird. Die Entscheidung ergibt, dass sich die Gruppe aufteilt: Die eine Hälfte will den Weg zu Fuss bewältigen, die andere steigt ab bis zur…… hauseigenen Gondelbahn! Zwei gegenseitig fahrende 8 Personengondeln bringen uns zum wunderschönen Restaurant Alpgschwänd mit vorgebautem, grosszügigem Wintergarten. Die neu angebaute Zimmermannskonstruktion ist rundum mit Glasscheiben eingekleidet, was den Wind abhält und zudem eine einmalige Rundsicht gewährt. Zwei grosse Tische sind für uns einladend gedeckt worden; von hier aus sehen wir uns den Aufstieg der „starken Gruppe“ an, die da auch bald bei uns eintrifft. Als empfohlenes Menu wird uns ein Frühlingssalat und dann ein Rindsbraten mit Kartoffelstock und Saucenseeli angeboten, zu welchem sich die meisten entscheiden können. Die Portionen sind so gut bemessen, sodass sich einige überlegen, wie sie mit dem „vollen Bauch“ die zweite Tageshälfte bewältigen würden. Trotz verführerischer Dessertkarte werden nur noch sehr wenige „Zugaben“ bestellt; aber die Kaffeerunde findet bei den Meisten anklang.

Fredi hätte gerne vom der Restauranthöhe die Tagesroute fortgesetzt, da er die sich bietende Aussichtskulisse noch gerne weiter genutzt hätte. Die Wirtin wurde beiläufig um Rat angefragt – ihr Gesichtsausdruck konnte ihre Verneinungsempfehlung noch unterstreichen. Zufällig waren auch zwei einheimische Wanderinnen am Aufbrechen, die unsere Frage mitbekommen hatten. Auch sie bestätigten: Da oben liegt noch Schnee, bei dem man bei jedem Schritt einsinken kann – zudem ist mit der aufkommenden Bise eine Vereisungsgefahr nicht auszuschliessen. Damit war die Talfahrt mit der Gondelbahn beschlossen, die uns zum Parkplatz Brunni an der Erschliessungsstrasse von Hergiswil, brachte. Von hier konnten wir trockenen Fusses den Abstieg auf dem ursprünglich vorgesehenen Weg nach Horw antreten. Der Abstieg auf einem moderat geneigten Wald- und Feldweg lässt uns meist gesprächiger werden, da sich der körperliche Energieaufwand wesentlich reduzieren lässt. Und so vergeht die Zeit recht schnell – wir treffen im Industriegebiet der Gemeinde Horw wieder auf die Talebene; den Abschlusstrunk wollen wir aber auf eine atmosphärisch angenehmere Umgebung verschieben. So besteigen wir den Bus nach Luzern. Bei der Endstation vor dem Bahnhof suchen wir uns eine sich bietende Gelegenheit, um unseren Durst löschen zu können. Wir finden sie im KKL – Selbstbedienungsrestaurant. Die Heimfahrt nach Zug / Zürich ist mit dem Schnellzug innerhalb dreiviertel Stunden gegeben und so beschliessen wir wieder einen erlebnisreichen Tag. Fredi, auch diese Wanderung war perfekt organisiert und wiederum einmalig – herzlichen Dank für diese Schönwetterwanderung im Panoramawanderjahr.

 

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Fotos: Werni, Föns, Jörg   

 

Dienstag 12. März: Rorschach – Heiden- Walzenhausen

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Mrz 122019
 

Tagesbericht: Hane

Die dritte Wanderung führte die vierzehn TeilnehmerInnen ins Bodenseegebiet. Fredy unser Tourenleiter der gemäss eigenen Aussagen unter einer Leder-Allergie leidet ist es wieder gelungen eine abwechslungsreiche Tour zusammenzustellen. Speziell ist vor allem, dass er seit Neuestem offensichtlich einen direkten Draht zu Petrus besitzt, er hat es nämlich geschafft den einzig schönen Tag innerhalb von ca. zwei Wochen auszuwählen 🙂

Die SBB führte uns incl. zwei Mal umsteigen in ca. eineinhalb Stunden an den Startort Rorschach. Bereits nach einer Viertelstunde Fussmarsch kamen wir zu einem recht exklusiven Best Western Hotel wo wir erwartet wurden und uns mit Café und Gipfeli verpflegen konnten. Nach der Verpflegung begann dann der moderate Aufstieg durch das „Wienacht Tobel“ vorbei an Schwendi und der Ortschaft Wienacht. Von da aus konnten wir in der Ferne bereits Heiden unser Mittagessen-Etappenort erkennen.   

Warum es sich um eine Panorama-Wanderung handelte wussten wir schon nach den ersten paar Metern. Die Aussicht nach Norden mit dem Bodensee war ausgesprochen scenic. Richtung Nordwest Arbon, Romanshorn und in der Ferne Konstanz, Richtung Nord auf der anderen Bodenseeseite Friedrichshafen, Richtung Nordost Lindau, Bregenz mit dem Pfänder und im Vordergrund Altenrhein mit dem Flugplatz.

Trotz des schönen Wetters und des blauen Himmels sorgte der eisige Wind dafür, dass es uns nicht zu wohl wurde. Nach etwas mehr als zwei Stunden erreichten wir dann das malerische „Heiden“ das wir vor vier Jahren bei der Ost-West-Tournee einmal als Umstiege-Ort kennen lernten. Im Hotel Krone wurden wir erwartet und sehr sympathisch begrüsst. Die Essens-Auswahl war vielseitig, das Essen selber ausgesprochen gut und im Vergleich zu unseren heimatlichen Gefilden auch sehr preiswert.   

Anschliessend führte die Wanderung immer etwa auf der gleichen Höhe (+- 700 MüM) zuerst nach Wolfhalden und von dort abwärts zum Zielort Walzenhausen. Speziell war, dass sich der Weg „Witzweg“ nannte. Das heisst alle paar Hundert Meter kamen wir zu einer Tafel auf der ein Witz in einer unverständlichen Sprache (appenzöllerisch) geschrieben stand. Glücklicherweise fand sich auch meistens eine Übersetzung ins hochdeutsche. Allerdings haben uns diese Witze nicht unbedingt vom Sockel gehauen, einer hat mir aber gefallen – Zwei Personen sitzen in einem Gefängnis auf einem Bänklein und der Eine fragt den Anderen: Du was ist eigentlich der Unterschied zwischen „im Prinzip“ und „effektiv. Darauf hat der Angesprochene geantwortet: „Im Prinzip hocken wir auf einer Bank aber effektiv sind wir im Gefängnis“.

Nach ca. zwei Stunden Wanderung konnten wir uns abschliessend in Walzenhausen in der Konditorei „Bahnhof“ mit Kafi Lutz/Bier und Süssigkeiten verpflegen. Die Bergbahn brachte uns von Walzenhausen nach Rheineck und die SBB von dort zurück ins Säuliamt. Übrigens noch zur Leder-Allergie von Fredy:  Immer wenn er am Morgen mit den Lederschuhen an den Füssen im Bett aufwacht hat er Kopfschmerzen 🙂

Last but not least: Herzliche Gratulation an Güx, er hat den „Engadiner“ in der Zeit von 2:29h beendet und damit seine Alters-Kategorie (1939-1943) gewonnen. Hut ab der „alte Mann“ wie er sich selber nennt ist einfach nicht unterzukriegen. 

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Fotos: Werni, Föns, Annelies, Hane

 

Mittwoch 27. Februar – Berikon (Mutschellen) – Baden

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Feb 282019
 

Tagesbericht von Max Müller

Heute, im Februar, geniessen 13 Wanderbegeisterte (darunter 2 Frauen) bei Temperaturen um 15° C das herrliche Frühlingswetter; zwar liegen die morgendlichen Messungen noch um den Gefrierpunkt, aber schon die Durchsage am Radio erstaunt: Uetliberg um 7,00 h meldet 9° C und noch erstaunlicher: die Nullgradgrenze steige an diesem Tag auf 3700 müM an! 

Wir treffen uns direkt in Berikon (Mutschellen), wo uns die wohlverdiente Starthilfe zuteil wird (Kaffee und Gipfeli). Doch der Sonnenschein lockt uns schon bald zum Aufbruch – Richtung Norden verlassen wir Berikon. Im Aufstieg zum Hasenberg konnten wir schon bald wahrnehmen, dass eine bis zwei Schichten der Morgenbekleidung überflüssig geworden sind. Je höher wir aufsteigen, desto beeindruckender erscheint uns das Alpenpanorama – bei ausgesprochen guter Fernsicht. Zwischen Osten und Westen erheben sich Randen (SH), das Säntisgebiet, die Glarner- und Urnerbergspitzen bis zu den Berneralpen – die meisten Massive in strahlendem Weiss. Wir unterbrechen mehrmals unsere Wanderung, da der Rundblick als ein „aussergewöhnliches Erlebnis“ empfunden wird. In dieser tragenden Stimmung öffnet sich in der Höhenlage von ca. 700 müM das östlich gelegene Limmattal mit dem nahe gelegenen Dietikon und dem „ännet der Limmat“ gelegenen Hügelzug mit dem Altberg, welcher uns an die vorletzte Wanderung erinnern lässt. 

Beim Waldhof betreten wir das erste Waldstück, das uns zum Heitersberg führt (787 müM). Hier weist uns ein Wegweiser auf einen Stein hin, der ca. 80 m von der Waldstrasse entfernt liegt. Er entpuppt sich als „Nagelfluh – Felsbrocken“, dessen Geschichte aber nirgends nachzulesen war. Zurück auf dem Weg, steigen wir zu eine Waldlichtung ab, die mit einer Moorlandschaft beginnt und zum grössten, nur auf Aargauer Boden liegenden See führt. Der noch zugefrorene Egelsee (Länge etwas mehr als 100 m), gilt als lokaler Ausflugsort, der insbesondere in der Sommerzeit zu den Grillstellen einlädt. 

Beim nachfolgendem Aufstieg finden wir den „Sennhof“, einen Weiler, der uns zur gegenüberliegenden Seite des Hügelzugs führt. Der folgende Panoramaweg bietet uns den Ausblick nach Westen: vom Schwarzwald über die ganze Jurakette bis hin zu den Berneralpen. Auch da bestaunen wir die Weite, die uns die Landschaft präsentiert. Dann wiederum die Passage durch den Wald zur Ostseite, wo Spreitenbach vor uns liegt. Beim Restaurant Heiterberg müssen wir vorbeiziehen, da es erst um 17.00 h öffnet. Wir sehen aber auch ein, dass das Gasthaus im Tagesablauf unserer Wegstrecke zu früh angetroffen wird (Zeit: 11.00 h), und wir so noch eine Stunde weiterwandern wollen. Auf Wald- und Panoramasichtwegen am Waldrand gelegen, passieren wir den Chrützliberg und erreichen schon bald unser „richtiges“ Restaurant Rüsler. Es liegt etwas unterhalb des Grates. Durch das Tor eingetreten, finden wir eine aussichtsreiche Sonnenterrasse, weit über der Autobahnraststätte Würenlos gelegen. Mit aller Deutlichkeit nehmen wir die Verkehrsströme wahr (Menge und Lärm), denn der Schall wird wie in einem Amphitheater von der Talsohle nach oben getragen. Trotzdem geniessen wir mit einem erhabenen Blick die Übersicht über das Limmattal, bevor wir in die Verpflegungsstätte eintreten. An einem vorbereiteten Längstisch dürfen wir uns niederlassen. Die reichhaltige Speisekarte erschwert uns den Entscheid der Wahl auf ein Mittagessen; trotzdem alle ihre Lieblingsspeisen bestellen, wird das lecker zubereitete Essen schon bald serviert. Und das in keinesfalls bescheidenen Portionen – was da „eine halbe Portion“ sein sollte ist hier eine überaus Reichhaltige! Gerne lassen wir uns hier Verwöhnen, sehen aber ein, dass eine Nachspeise „ein Zuviel“ bedeutet hätte. So bleibt es beim beliebten Kaffee.

Der weitere Weg durch bewaldete, gut begehbare Pfade verbindet uns mit dem letzten Abschnitt der Tagestour: den Teufelskeller (über westlichem Gemeindegebiet von Baden). Was im Wort erschreckend wirkt, ist in Wahrheit imposant! Hier durchschreiten wir ein Naturreservat, das über der Stadt liegt. Das seit 50 Jahren nicht mehr bewirtschaftete Waldstück lässt uns geologische Formationen bewundern, die sich wie baumhohe Säulen aus Nagelfluh auftürmen. Die angetroffen Überreste aus urfernen Zeiten erklären auf den Infotafeln unter dem Thema „Baden und Natur“, dass auf einer Süsswassermolasse die Mergel- und Nagelfluhschichten durch Erosion und Untergrundbewegungen zu den heute sichtbaren Gebilden geführt haben. Dazwischen liegen dicke Baumstämme, von sehr altem Gewächs, die z.T. quer über dem ganzen Taleinschnitt liegen. Sie bilden „Brücken“, brechen aber auch ein, denn die Holzfäule lässt auch meterdicke Stämme verrotten. Wir sind froh, dass für uns auf dem Waldweg keine Hindernisse angetroffen wurden, denn da wird „die Ordnung“ gewahrt. 

Der Abstieg zur Stadt führt beinahe direkt zum Zentrum beim alten SBB – Bahnhof. Wir überqueren die Geleise auf einem Fussgängersteg. Auf dem Weg durch die Innenstadt werden wir den neuen Bahnhof finden, aber vorher bieten sich uns freie Tische vor einem Restaurant im Bereich der Fussgängerzone an, wo wir unsere Beine nicht hochlagern, aber entspannen können. Zudem brauchen wir etwas Flüssigkeit, die uns durch die warme Temperatur entzogen wurde.

Die länger werdenden Tage lassen uns noch bei Tageslicht nach Hause kommen. Ein weiterer, wunderschöner und interessanter Tag findet so seinen Abschluss. Fredi, es ist wirklich toll, dass wir auf solche Erlebnisse nicht verzichten müssen – herzlichen Dank ein weiteres Mal.

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Fotos: Hans Jahn, Hane

 

Dienstag, 12. Februar Sankt Antönien – Pany

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Feb 142019
 

Tagesbericht: Hane

„Von Pany nach Sankt Antönien“ – wieder einmal so eine nichts sagende Affiche für eine Wanderung und dann noch eine Wettervorhersage die nicht gerade ermutigend klang. 11 Wander-Freunde bzw. eine -Freundin hatten aber trotzdem volles Vertrauen in Fredys Planung  und sie wurden nicht enttäuscht, es war eine Super-Wanderung an einem Super-Tag.

Die Anreise erfolgte mit der Bahn via Landquart nach Küblis und von dort mit dem Postauto nach Sankt Antönien. Der erste Wermutstropfen war dann allerdings, dass das Restaurant unmittelbar bei der Postauto-Haltestelle nicht berücksichtigt wurde. Es hiess sofort Säcke aufnehmen und los marschieren. Schon während der Fahrt mit der ÖV hatten wir festgestellt, dass Unmengen von Schnee auf den Dächern und am Boden lag, zB war vom Friedhof bei der Kirche in Sankt Antönien nichts mehr zu sehen.

Der erste Kilometer der Wanderung führte einer schneebedeckten Strasse entlang bergwärts und schon bald zum Restaurant Michelshof einem 300jährigen Walserhaus. Dort begrüssten uns einige Bernhardiner-Hunde die einen Mords-Krach veranstalteten. Die Gaststube mit einem ebenfalls etwa 300jährigen Kachelofen war echt gemütlich und unser Erscheinen war vorangekündigt, somit war sichergestellt, dass es zu den Getränken auch Gipfeli gab.

Von da mussten wir nochmals auf die erwähnte Strasse zurück aber schon nach wenigen Minuten kam die Abzweigung auf eine Skipiste. Nach der Überquerung der Skipiste sowie des Skilifts kamen wir dann auf einen mit einem Pistenfahrzeug präparierten Weg und von da an erlebten wir Natur pur. Der Weg auf dem die Einten mehr und die Leichteren weniger im Schnee einsanken führte uns durch tief verschneite Wälder und über Wiesen die nur erahnt werden konnten. Die Wegweiser befanden sich ungefähr auf Kniehöhe, die diversen Ruhe-Bänklein konnten nicht genutzt werden, waren sie doch auch im Schnee vergraben.

Nach ca. eineinhalb Stunden erreichten wir dann unser nächstes Zwischenziel die Bodähütte oberhalb Pany. Unser umsichtiger Tourenleiter hatte natürlich dafür gesorgt, dass die Hütte, die am Dienstag eigentlich geschlossen wäre, für uns geöffnet wurde. Wir konnten uns mit Gerstensuppe a discretion und Schüblig verköstigen.

Am Wegweiser vor dem Restaurant hatten wir festgestellt, dass es bis nach Pany nur noch etwa eine Stunde Weg ist und erst noch bergab. Wir hatten aber die Rechnung ohne den Wirt resp. Fredy gemacht, der hatte noch einen happigen Aufstieg in der Planung. Es standen noch ca. 200 Höhenmeter „obsi“ und anschliessend ca. 500 Höhenmeter „nidsi“ auf dem Programm. Aber auch dieser Umweg hat sich gelohnt, die tief verschneite Landschaft war schlicht ein Erlebnis. Last but not least landeten wir im Restaurant Güggstein bei der Skilift-Talstation in Pany und konnten den Super-Tag Revue passieren lassen.   

Die Heimreise war wie gehabt via Küblis, Landquart und Zürich HB. Speziell erfreulich war, dass Franz Brunner der Blumen-Fachmann wieder dabei war und die ganze Tour schmerzfrei mitmachen konnte. Toi toi toi Franz und dank Deinem Fachwissen weiss ich jetzt auch das ein Köchel-Verzeichnis nichts mit Kochen zu tun hat 🙂

 

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Fotos Werni, Föns, Annelies, Hane