Aug 262020
 

Tagesbericht: Monika

Das Wetter meint es gut mit uns! Eine für dieses Jahr rekordgrosse Gruppe mit vier Frauen und vierzehn Männern fährt ins Bündnerland. Auch Senioren (!!!) von Dietikon sind unterwegs mit einem Leiter, der etwas gar übereifrig und giftig seine Plätze im Zug und Postauto verteidigt. Unser Chef ist ganz anders, ruhig, besonnen und ohne Makel ist alles bestens organisiert.

Um neun Uhr besteigen die ersten acht – pro Stunde werden nur 32 Leute transportiert – die Älplibahn Malans, die uns in 14 Minuten 1’200 Meter  höher zum Beizli mit atemberaubender Aussicht über die Bündner Herrschaft bringt. Es ist keine gewinnorientierte Bahn, vielmehr ein Gemeinschaftswerk von vielen Genossenschaftern und Vereinsmitgliedern, die sie am Leben erhalten. Im 2. Weltkrieg erbaut versorgte sie die Truppen mit Nachschubmaterial. Um zehn Uhr marschiert die eine Hälfte auf der kürzeren, blau-weissen, die andere auf der längeren, rot-weissen Route gut 600 Höhenmeter hinauf zum Vilan. Aber oh Wunder: Rotweiss ist schon am Picknicken, bis Blauweiss erscheint. Der Abstieg mit der Vernichtung von ca. 800 Höhenmetern ist ganz angenehm und wir kommen nach einer Drink- und Pipipause gut gelaunt in Valcaus an.

Aber es kommt noch besser, denn die herzliche (zwar etwas gestresste) Wirtin bringt Wein, Bier, Zvieriplättli und zur Krönung herrliche Wähen auf den Tisch. Wie immer drängen sich viele vor, wenn es ums Bezahlen geht, doch für einmal besteht Fredi darauf, das Essen zu bezahlen. Ihm, aber auch allen anderen Spendern ein herzliches Dankeschön.

Das Abenteuer ist aber noch nicht fertig, denn nun rüsten wir uns mit Helm und Trottinett, um in tollkühner Fahrt nach Seewis hinunter zu „brausen“. Die beiden Hunde können wir dem Verleiher mitgeben und sie verhalten sich bei ihm wohlerzogen. Nun sausen die einen auf Teufel-komm-raus davon, den anderen (wie mir) schmerzen aber am Schluss die Hände vor lauter Bremsen. Fredi ist ja immer für eine Überraschung gut und so zweigen wir nach einiger Zeit von der Route ab, um nach zehn Minuten Fussmarsch ein Panorama sondergleichen auf das Rheintal zu geniessen.

In Seewis kommen wir gesund und ohne Schrammen an, werden von den Hunden freudig begrüsst und warten auf einer Terrasse auf das Postauto nach Landquart.

Was für ein herrlicher Tag !!!  Danke, lieber Fredi, du bist Weltklasse !!!

Bilder: Irene, Annelies, Richard, Werni, Jörg, Hans

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