Dienstag 5. November – Oberneunforn-Kartause Ittingen-Nussbaumen

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Nov 062019
 

Bericht: Hane

Sechzehn Wanderfreudige waren es die an der letzten Tour im 2019 dabei sein wollten. Erfreulicherweise waren darunter auch drei Vertreterinnen des schwachen Geschlechts. Die Wettervorhersage war zwei Tage vor der Wanderung obermies, am Wandertag selber aber das Wetter dann ausgezeichnet. Die Sonne aber auch Gewölk begleitete uns den ganzen Tag, die Temperaturen waren absolut perfekt zum Wandern.

Die SBB brachte uns via Zürich und Winterthur (Kafihalt) nach Ossingen und von dort das Postauto nach Stammheim. Grundsätzlich wollten wir ja zwar nicht nach Stammheim, aber der Postautochauffeur der leider kein Hellseher war machte in Obernüfere keine Anstalten zum Anhalten. Wir haben darum eine halbstündige Ehrenrunde gedreht um an den Ausgangspunkt in Oberneunforn zu kommen.

Dort ging es dann aber zügig los, unser Tourenleiter hatte auf 11:45h das Mittagessen reserviert. Der mehr oder weniger flache gut ausgebaute Weg führte via „Niedernüfere“ Richtung Osten in die Gegend von Iselisberg.

Beim Schild das Einigen der aufmerksamen Mitwanderern aufgefallen ist handelt es sich um folgende Story. 2003 sind auf dem Iselisberg zwei Gefahrentafeln aufgestellt worden mit einem Schaf und der Schrift «Achtung dä Maier». Aufgestellt haben es Freunde von Urs Maier zu seinem 30. Geburtstag. Er besitzt 400 Schafe, die Bio-Schafmilch liefern. Früher zog er mit den Tieren über die Strasse. Heute nicht mehr, weil die Strasse zu stark verschmutzt wird.

In der gleichen Region war dann der erste Pausenhalt angesagt. Überraschung Nr. 1 an diesem Tag. Annelies hat plötzlich vier Flaschen Weisswein mit Nüssli hervorgezaubert. Die Story dahinter: Am 10. April dieses Jahres endete eine Tour in Twann. Dort hatten wir natürlich erwartet, dass wir vor der Rückfahrt sicher ein oder zwei Gläser des entsprechenden Weissweins konsumieren würden. Leider fanden wir damals kein Restaurant, das Twanner auf der Karte hatte. Annelies ist darum letzte Woche kurzerhand nach Twann gefahren um einige Flaschen zu kaufen, damit können wir dieses  Thema jetzt abschliessen.   

Nach dem zunehmend lustiger werdenden Zwischenhalt war der Zeitdruck weiter angewachsen, also mussten wir etwas Gas geben. Übrigens bei dem utopischen Gebilde das wir unmittelbar nach der Pause passierten handelt es sich nicht wie wir irrtümlich angenommen hatten um ein NASA-Projekt, sondern um eine Navigationshilfe für den Anflug auf Kloten (Zurich East VOR-DME).

Nach ca. einer Stunde Fussmarsch kamen wir dann mit ca. einer halben Stunde Verspätung in der Kartause Ittingen an. Das Mittagessen hatten wir bereits in Winterthur ausgewählt und Fredy hatte die entsprechenden Wünsche ans Restaurant telefonisch durchgegeben. Hinweise zur Kartause ganz unten.

Nach dem Essen sorgte dann endlich Hansen’s weiblicher Hund wieder für Abwechslung. Die Schafe die glücklicherweise eingezäunt waren, rannten sich im Gehege jedenfalls beinahe die Lunge aus dem Leib. Der Rückweg Richtung Stammheim verlief etwas nördlicher zum Hüttwiler See und anschliessend zum Nussbommersee. Auf dem Weg dorthin sahen wir in den umliegenden Hügeln überall Reben und in den Ebenen einige Hopfen-Plantagen. 

Bei der nächsten Wanderpause hatte Annelies die zweite Überraschung vorbereitet. Sie packte resp. liess auspacken, einen selbstgebackenen Schoggikuchen zu Fredys rundem Geburtstag der nächste Woche ansteht. Weiter so Annnelies der Kuchen hat fein geschmeckt 🙂

 

Nach ca. einer weiteren Stunde Fussmarsch, wobei wir zwei Male die Grenze zum Kanton Zürich passierten, waren wir am Ziel in Nussbaumen. Wie es so Brauch ist ging es direkt in’s Restaurant (Löwen). Beim Verlassen des Lokals, nach einem Kafi Luz resp. einem Bier, glaubten wir den Augen nicht zu trauen – es regnete wie ein Schwein.

Trotz Regen machten wir uns happy und zufrieden auf den Rückweg in heimatliche Gefilde. Herzlichen Dank Fredy es hat wieder Spass gemacht, Du kannst Dich bereits auf eine Vertragsverlängerung einstellen.  

Achtung an Alle: 24. Januar 2020 Abschlussabend im Kuhstall in Hedingen.

Bilder: Irene, Werni, Jörg 

Karte

Die Kartause Ittingen ist ein ehemaliges Kloster der Kartäuser in der Gemeinde Warth-Weiningen. Heute ist sie ein Kultur- und Seminarzentrum mit zwei Museen, Hotel, Restaurant, einem Gutsbetrieb sowie Betreutem Arbeiten und Wohnen für Menschen mit einer psychischen oder kognitiven Beeinträchtigung.
2017 baute das Künstlerduo Bildstein/Glatz vor den Toren der Kartause Ittingen die Grossplastik LOOP. Losgelöst vom Anspruch der Benutzbarkeit materialisiert sich inmitten der ländlichen Idylle ein fantastisches Sinnbild und Gedankenspiel: ein knapp 15 Meter hoher, farbiger Doppellooping aus Aluminium und Holz, der bis 2020 auf der Wiese vor dem Kloster stehen soll.