Okt 242019
 

Bericht: Geri

Teilnahmerekord kurz vor dem Saisonende

Eine rekordgrosse Gruppe von 20 Wanderlustigen trifft sich im Schnellzug in Zürich zur gemeinsamen Fahrt ins Bündnerland. Bereits während der Reise zur zweitletzten Wanderung in diesem Jahr ist die Stimmung aufgestellt und aufgeräumt. Zwischenzeitlich droht allerdings der Super-Gau für einen unserer Wanderfreunde. Da hat doch einer von uns tatsächlich gemeint, dass man das Halbtax-Abo zu Hause lassen könne. Aber „oha Lätz“, derjenige hat die Rechnung ohne die gestrenge, fremdsprachige, ja beinahe fremdländische Bahnbegleiterin gemacht. Nach langem Hin und Her – Brexit lässt grüssen (!) – wird jedoch Gnade vor Recht belassen. Unser „Gspänli“ bleibt uns so erhalten, aber irgendwie ist sein Ruf an diesem Tag schon ein wenig angeschlagen. Und auch Lüschers Hündin knurrt wohl nicht ohne Grund!  Nach der ausserordentlich kurzweiligen Bahnfahrt wechseln 3 Frauen, 17 Männer und eine Hündin in Landquart vom Zug auf das Postauto. Das gelbe Gefährt führt uns durch die idyllische Landschaft der Bündner Herrschaft bis nach Fläsch. Hier erspähen wir neben typischen Häusern auch eine rechte Anzahl neuer, moderner Gebäude. In einem davon entdecken wir – oh Wunder (gäll Fredi) – das Café BISTRO FLÄSCH. Das Lokal ist ein integratives Angebot im Konzept von WOHNENPLUS (offenes und betreutes Wohnen im Alter), welches Begegnungsmöglichkeiten für Bewohner mit externen Personen zum Hauptziel hat.              

Nach dem gemütlichen Kaffeehalt mit Gipfeli machen wir uns unter dem Motto „betreutes Wandern“ auf den ersten Teil unserer Tagestour.  Der ziemlich steile Zick-Zack-Weg führt uns hinauf zum Fläscherberg. Vorbei an alten Militärbauten geht es weiter und wir legen noch einen Zacken zu. Schliesslich erreichen wir den Regitzer Spitz, mit 1131 Metern der höchste Punkt unserer heutigen Wanderung. Hier oben bietet sich eine tolle Rundsicht, die allerdings durch viele Nebelschwaden und Wolken ziemlich beeinträchtigt ist. Tief unter uns – unter den steilen Felswänden – liegt Fläsch und das Rheintal. Der Pizol, das Sarganserland und der Gonzen  sind uns nah und immerhin erblicken wir auch den Calanda (keine Bier-Fatamorgana!). Hinter uns schliesslich grüsst der mächtige Falknis. Auf der Plattform des Regitzer Spitz geniessen wir die verdiente Mittagsrast und unsere Verpflegung aus dem Rucksack.

Dann machen wir uns auf den steilen Abstieg, der es zum Teil in sich hat. Konzentriert und grösstenteils mit den obligaten Wanderstöcken bewaffnet, schaffen wir aber auch diesen Abschnitt ohne Zwischenfälle. Und bald stellt sich die Frage, ob wir in Luzisteig an einem „angeschriebenen Haus“ vorbei weitermarschieren oder eben doch einkehren wollen. Schnell siegt bei uns allen die Bequemlichkeit und wir geniessen die Erfrischung in der Gartenwirtschaft des Restaurants „Panorama“. Nur für einen von uns ist das Geniessen vorbei. Unser Werni hat sich leider eine Verstauchung geholt, aber nicht etwa an den Extremitäten. Nein, eine Magenverstimmung bewog ihn, den Heimweg früher als geplant anzutreten.

Frisch gestärkt nehmen die 19 Gesunden den Schlussteil der Wanderung unter die Wandersohlen. Am Militärmuseum St. Luzisteig vorbei gelangen wir bald in flaches, leicht bewaldetes Gebiet. Auf einer kurzen Hängebrücke überqueren wir das Lochrufi-Tobel. Bald treten wir aus dem Wald und wandern mitten durch einen grossen Park mit wunderschönen Eichenbäumen und diversen Picknickstellen. Es geht vorbei am „Bildungszentrum Wald und Holz“ und bald darauf erreichen wir, dem aufsteigenden Strässchen folgend, das Heididorf mit dem Heidihaus, das als Museum besichtigt werden kann. Wir aber marschieren weiter mitten durch das schöne Gebiet mit den vielen goldgelb gefärbten Rebbergen der Bündner Herrschaft und nähern uns schnell unserem Tagesziel Jenins. Hier mitten im Dorf ist uns das Glück nochmals hold: Auf der gemütlichen Terrasse des Restaurants „Rätia“ geniessen wir einen vorzüglichen, einheimischen, weissen Rebensaft und lassen den wunderbaren Tag noch einmal Revue passieren. Danke Fredi, auch diesmal war es wieder ein super-toller Tag!

 

Bilder: Irene, Werni, Richard

Karte 

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