Dienstag 19. Juni –  Madranertal – Windgällen-Hütte

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Jun 222018
 

Tagesbericht: Hane

Acht erwartungsfrohe Gesellen, zwei Vierbeiner aber diesmal leider keine Vertreterin des schwachen Geschlechts machten sich auf den Weg ins Urnerland. SBB, Postauto und Gondelbahn brachten uns via Amsteg und Bristen nach Golzern im Madranertal.

Von der Seilbahnstation war es ein kurzer Fussmarsch bis zum Restaurant Golzernsee. Dort hatten wir einen schönen Blick auf das idyllische Seelein und wir konnten uns mit feiner Aprikosenwähe verköstigen und vor allem stärken. Stärken darum weil ein happiger Anstieg (ca. 600 Höhenmeter) zur Windgällenhütte bevor stand. Vom Wirt haben wir gehört, dass das Dorf nur noch im Sommer bewohnt ist. Der Lebensunterhalt wird durch das Restaurant bestritten und für den Milchkonsum stehen zwei Kühe im Stall.

Der Aufstieg führte uns an wunderschönen Alpwiesen mit den unterschiedlichsten Blumen vorbei. Auf der gegenüberliegenden Talseite konnten wir jene Wasserfälle und den 3073 hohen Bristen bewundern.  Nach etwas über zwei Stunden erreichten wir dann die 1906 vom akademischen Alpenclub errichtete Windgällenhütte (2030 MüM). Von da aus hatten wir auch einen sehr schönen Ausblick auf die „Gross Windgällen“ (3187).  

Nach der Mittagsrast ging es ziemlich steil bergab zum sogenannten „Tritt“. Dort hatten wir den östlichsten Punkt erreicht und konnten uns somit auf den Heimweg begeben. Die Route wurde etwas flacher,  wir überquerten mehrere Bäche, bewunderten Wasserfälle und nach wie vor die wunderschöne Alpenflora. Nach etwa einer halben Stunde erreichten wir das Hotel Madranertal.  

Das Hotel “ Zum Schweizerischen Alpenclub “ wie es damals hiess, wurde im Jahre 1864  von Albin Indergand, Hotelier und Regierungsrat erbaut. Es war in der Zeit, als die Angelsachsen und die Unterländer die Berge entdeckten und in  ihrer Freizeit reihenweise auf die Berggipfel kraxelten.

Ein Schild wies uns unmittelbar vor dem Hotel darauf hin, dass die direkte Route Richtung Bristen wegen Sprengarbeiten nicht passierbar sei. Wir mussten daher auf die signalisierte Umgehung ausweichen und eine zusätzliche Wander-Viertelstunde in Kauf nehmen. Dies war keine grosse Herausforderung,  insbesondere auch weil wir wussten, dass es bis zum Berggasthaus Legni nur wenige Minuten Marsch war. Leider hatten wir die Rechnung ohne den Wirt gemacht, der hatte sich den Dienstag als Wirtesonntag ausgelesen.

Wir haben Bristen aber trotzdem erreicht und konnten uns im Beizlein bei der Seilbahnstation mit dem Nötigsten eindecken. Von da gings mit den gleichen Verkehrsmitteln wie wir gekommen waren zurück in heimatliche Gefilde. Fredy besten Dank einmal mehr eine wunderschöne Tour und trotz allen Befürchtungen ohne Muskelkater.

 

Fotos Hans Jahn, Jörg Hofstetter

Karte

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