Apr 192018
 

Tagesbericht Roman Bieri

”Eine wunderbar entspannende Route durch traumhafte Uferlandschaften rund um den weitgehend unbebauten Hallwilersee mit vielen spannenden Höhepunkten wie dem Schloss Hallwil, einem Pfahlbauhaus oder den Möglichkeiten erfrischender Pausen,“ auf diese Weise wird unsere heutige Wanderung  in den einschlägigen Touristikseiten angepriesen. Schön ist es, wenn wir diese Zeilen nach der  fünfstündigen Wanderung bestätigen können!

Ausgangspunkt unseres Vorhabens ist der  Bahnhof Boniswil, tief im Kanton Aargau gelegen.  Eine muntere Schar Wanderlustiger, elf Männer und eine Frau, ausgerüstet mit Proviant und viel Vorfreude auf den strahlenden Frühlingstag,  ziehen nun – selbstverständlich immer unter kundiger Leitung von Fredi – in Richtung Hallwilersee. Die ersten Blicke über den See schweifend, macht nun etwas stutzig: Haben wir’s jetzt mit einer herbstlichen Nebeldecke zu tun?  Den Blick dann Richtung Ufer und in die liebliche Hügellandschaft werfend, brachte Klarheit. Es präsentierte sich eine herrliche Blütenlandschaft vieler Hochstammbäumen. Es präsentiert sich der Frühling im schönsten Gewande.

Insbesondere die Apfelbäume zeigen sich im schönsten Kleide. Theo, unser botanischer Profi, stellt richtig fest, dass vor allem der Boskopapfelbaum mit der weit ausladenden Krone die farbig schönsten und kräftigsten Blüten trage.

Im Gartenrestaurant des modernen Hotels “Schiffslände“ genehmigen wir unseren obligaten Morgenkaffee und geniessen die angenehme morgendliche Frische, aber nicht mehr unter dem lauschigen Blätterdach der Kastanienbäume, nein, die mussten alle gefällt werden. Es wurden jetzt schirmförmige Sumpfeichen gepflanzt. Auch sie eine Augenweide!

Alsbald folgen wir jetzt dem Uferwege in Richtung Beinwil, die Nebeldecke ist noch nicht ganz verschwunden. Kaum haben wir aber die Luzerner Kantonsgrenze überschritten, weicht der Nebel und die Sonne erstrahlt über die blühende Landschaft.   Diese Tatsache hält der Schreibende, der ein Luzerner Bürger ist, selbstverständlich gerne fest. In Mosen halten wir Rast  und bestaunen die schön angelegte Uferpartie.

Unmittelbar am See ist es praktisch nicht überbaut. An den Hänge und etwas weiter entfernt, breiten sich all die Dörfer  mit ihren neuen  EFH-Quartieren  – so hat man den Eindruck –  ins Unermessliche aus und bemächtigen sich der saftigen Wiesen und Felder.

Immer wieder treffen wir auf der Rundwanderung auch  Informationstafeln, in welchen die Massnahmen zur Renaturierung vorgestellt werden. Dank den Schutzzonen sind die meisten Ufer unbebaut geblieben. So bildete sich ein ideales Naherholungsgebiet mit einer intakten Pflanzen – und Tierwelt.  Forellen beispielsweise, in ansprechender Grösse, können in  einem kleinen Bächlein in der Nähe von Aesch, bestaunt werden.

Vor Meisterschwanden wird dann ausgiebig gepicknickt und in der nahen Selbstbedienung der  “Seerose“ genehmigen wir einen feinen Kaffee in idyllischer Umgebung.

Die restliche Stecke von Meisterschwanden nach dem Schloss Hallwil  dürfen wir – mit schon bald sommerlichen Temperaturen – unter den schattigen Bäumen des Uferweges begehen. Wir wandern an Rebbergen vorbei und können kurz vor dem Ziel ein nachgebautes Pfahlbauerhaus bestaunen.

Den Abschluss der Rundtour  bildet der Blick auf das prächtige vom Aabach umspülte Wasserschloss Hallwil. Obwohl die Zugbrücke heruntergelassen ist,  ziehen wir ein kühles Bier in einem nahen Gartenrestaurant, dem Besuch des mittelalterlichen Schlosses vor. Via Seengen, Lenzburg und Zürich gelangen wir  – ausnahmsweise mal am frühen Abend – wieder nach Hause.

Die vielen Farbtöne der Seeoberfläche, das zarte Grün der Blätter, die blühenden Bäume und zu guter letzt die friedliche Stimmung der Wandergruppe bleiben sicher bei allen in guter Erinnerung. Wirklich! Die eingangs erwähnte touristische Werbung  hat sich vollends bewahrheitet.

  1. April 18 Roman Bieri

Karte

 

Fotos Föns

 

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