Okt 052016
 

4. Oktober: Holzwegen/Romoos – Luthern (Tagesbericht Hane)

Am Morgen hatte ich noch gedacht, was in aller Welt schreiben wir über diesen Wandertag, war der  Nebel doch so kompakt, dass wir quasi von einer weissen Wand umgeben waren. Ich war aber offensichtlich auf dem Holzweg bzw. in Holzwegen wo uns das Postauto hinbrachte.

Sieben Wanderer eine Wanderin und drei Nachwuchs-Hoffnungen (Enkel von Hans Lüscher) nahmen den Aufstieg auf den Napf in Angriff (davon mit Monika und Roman zwei Natives/Eingeborene). Für die etwas über 300 Höhenmeter auf einem gut begehbaren Weg/Track benötigten wir ca. eineinhalb Stunden. Leider war das Hotel Napf (1407 MüM) aber auch im dichten Nebel und so mussten wir uns die Aussicht in die Berner Alpen leider denken. 

Panorama vom Napf, von heute  5.10.16/11:37h.

hotel-napf-9

Eine kurze Verpflegungspause gönnten wir uns trotzdem, insbesondere auch weil Hans der Daueroptimist immer betonte, dass es nur eine Frage der Zeit sei, bis sich der Nebel verzogen habe und Sonnenschutz angesagt sei. Hans hatte natürlich Recht, am Abend in Luthern war dann tatsächlich strahlender Sonnenschein. Vom Napf aus ging es in ca. anderthalb Stunden zum Nideränzi (geschlossenes Restaurant) und weiter auf einem kurzen aber sehr steilen Aufstieg zum Hochänzi. 

alp-hochaenziDiese nur im Sommer bewirtete Alp stellt Tische und Bänke zur Verfügung, die wir für unsere Mittagsrast benutzen konnten. Aus zwei Kühlschränken konnten zudem gegen Bezahlung diverse Snacks, Getränke, Glacés oder Käse entnommen werden. Die Aussicht hier war dann tatsächlich schon viel besser, hatte sich doch der Nebel in Hochnebel verwandelt.

Von dort führte uns die Strecke immer etwa auf der gleichen Höhe zur Oberscheidegg und weiter zur Katzerschwand. Eine recht angenehme Strecke aber mit einigen ziemlich giftigen Anstiegen.  Etwa fünf Mal kamen wir an einem Wegweiser mit der Aufschrift Luthern 1:45h vorbei, aber wir haben sie alle ignoriert. Kurz nach Katzerschwand dort wo nichts mehr von Luthern auf dem Wegweiser stand, sind wir dann abgebogen und haben den Abstieg (ca. 400 Höhenmeter) Richtung Luthern in Angriff genommen. Wie schon angetönt war das Wetter dann plötzlich super und wir konnten die letzte Stunde noch so richtig geniessen. 

Nach einem kleinen Dessert bzw. einem Gals Weisswein führte uns das Postauto nach Zell, von dort die SLB nach Wolhusen, die SLB nach Luzern, die SBB nach Zug und die S5 nach Hause.  Vier Mal umsteigen mit jeweils ca. fünf Minuten Anschlusszeit, eine Meisterleistung unseres ÖV.

Danke Fredy einmal mehr für die Organisation dieser Wanderung und super, dass Du schon an der Planung des nächsten Jahres bist  🙂 

Ps. Wir sind ja an verschiedene Orten  dem Begriff Änzi begegnet. Der Hintergrund dieses Namens ist offensichtlich nicht bekannt, im Ortsnamen-Verzeichnis findet sich folgender Eintrag: Enzi oder Enzen ist ein ziemlich allgemeiner Name daherum liegender Berge und Vertiefungen. Man unterscheidet z. B. den Bernerenzi, den Romoserenzi, den Willisauerenzi, das Enziloch, einen abscheulichen Abgrund unter dem Hengste (Schnider II 25f.);  

Wanderkarte Holzwegen-Napf-Luthern 

Fotos Hane

 Posted by at 10:07 am  Tagged with:

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