Jul 272016
 

26. Juli: Fronalp – Schilt – Aeugstenalp (Tagesbericht: Hane)

Die Fahrt in den Ziegerschlitz war uns von unseren  Nord-Süd-Etappen im 2014 noch bestens präsent (uns war auch noch bewusst, dass es in der ganzen Schweiz strahlend schön sein kann, ausser eben im Glarnerland). 

Um halb sieben war Abfahrt in Birmensdorf und kurz nach acht Uhr waren wir bereits in Mollis. Das Wetter war für einmal grandios, blauer Himmel und angenehme Temperaturen. Trotzdem waren wir diesmal mit acht Teilnehmern/innen eine recht kleine Gruppe. Die Gründe für die verschiedenen Absagen waren recht vielfältig, sehr originell war sicher die Nachricht eines regelmässigen Teilnehmers, dass  er an diesem wunderschönen Tag seinen Töff reinigen müsse.   

In Mollis bestiegen wir einen Kleinbus der uns auf die Fronalp (1389 MüM) brachte.  Leider war das Naturfreundehaus geschlossen und wir machten uns daher an den Aufstieg. Auf einem zur Abwechslung wirklich angenehmen Weg ging es sofort happig bergauf und nach ca. zweieinhalb Stunden erreichten wir  das erste Etappenziel den Schilt (2299 MüM). Leider machte uns der plötzlich aufgetretene Nebel einen Strich durch die Rechnung und wir mussten uns die Aussicht einfach denken. Nach einer kurzen Mittagsrast war dann das etwa 15 Minuten entfernte Trittli (2286 MüM) das nächste Ziel. Wir hatten noch gröbere Diskussion, welcher der zwei erwähnten Gipfel höher sei. Optisch gesehen war es ganz klar das Trittli, die Wanderkarte und auch das „Wasserwage-App“ von Hans Lüscher bewiesen aber, dass wir unseren Augen nicht immer trauen können.

Nach der Mittagspause führte uns der Weg auf dem Grat zum Schwarzstöckli  mit 2385 MüM dem höchsten Punkt der Etappe. Dass uns plötzlich einige Steinböcke den Weg versperrten war ein absoluter Höhepunkt des Tages. Wir verbrachten längere Zeit damit, diesen mächtigen Tieren zu zuschauen. Sogar die Person die ständig am „simsen“ war nutzte das Telefon plötzlich zum Fotografieren.  Vom Schwarzstöckli aus konnten wir dann eine weitere Herde mit etwas 30 Steinböcken (Geissen) beobachten. Fredi unser bewährter Reiseleiter klärte uns auf, dass die weiblichen Steinböcke Geissen seien und  nur während der Brunstzeit (Dezember/Januar) gemeinsame Sache mit den Böcken machen und sonst getrennte Wege gehen.      

Jemand bemerkte dann:  „Der Nebel ist eigentlich verkraftbar, hauptsächlich es regnet für einmal nicht“. Keine Minute später brach dann ein Riesen-Gewitter los, es reichte kaum mehr um die Regenkleidung  anzuziehen. Wir haben natürlich auch die fünfzehnminütige Dusche überstanden, die Einten mit stoischer Ruhe, andere (da gehöre ich dazu) eher mit Fluchen. Okay es blieben ja nur noch 1100 Höhenmeter  die wir hinter uns bringen mussten.   

Nach etwas mehr als einer Stunde wandern und rutschen erreichten wir dann die Äugstenhütte (sie liegt im Gebiet des UNESCO-Weltnaturerbes «Tektonikarena Sardona») und die Welt war wieder in Ordnung. Eine schöne Terrasse, ein spezieller aber sehr sympathischer Hüttenwart und gute Verköstigung. Abzüge gab es eigentlich nur weil Hans die gewünschte „heissi Liebi“ nicht bestellen konnte.  Dann fünf Minuten zur Seilbahn und weitere 10 Minuten zum Bahnhof Ennenda und wir waren zurück in der Zivilisation.   

IMG_2504Der Schreiber hat verschiedentlich über die nassen Sch…-Wiesen geflucht. Die neuen Lowa-Schuhe sollen sicher stellen, dass er in Zukunft auch bei Regenwetter ohne nasse Socken zu kriegen, dabei sein kann 😉           

 

Karte: Mollis – Schilt – Ennenda

Fotos: Föns / Hane

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