Apr 142016
 

Tagesbericht vom 12.4.16 Charmey – Gruyères

Zwölf Wanderer, zwei WandererInnen und kein Hund nahmen diesmal den Spaziergang im Fribourgerland unter die Füsse. Um halb sechs Uhr war Tagwache, also nicht Mitten sondern Früh in der Nacht. Beim Aufstehen habe ich mir noch gedacht, warum tue ich mir dies an, wegen den lumpigen 13km. Schon bald durften wir aber feststellen, dass es eine wirklich interessante und total abwechslungsreiche Etappe gibt.

Mit Zug und Bus ging es via Bern und Fribourg in den Bezirk Greyerz nach Charmey einem kleinen Wintersportort (887 MüM). Das Wetter war mit angenehmen Temperaturen und viel Sonne absolut perfekt. Warum es sich Einige nicht nehmen liessen den Schirm einzupacken wird als eines der grossen Geheimnisse in die QdS-Geschichte eingehen.

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Lac de Montsalvens

Nach Kaffee und Gipfeli kam der Abstieg runter zur „la Jogne“ so heisst der Fluss der in den Lac de Montsalvens mündet. Dabei handelt sich um einen Stausee der zur Zeit allerdings ziemlich ausgetrocknet ist. Obwohl wir einige Kilometer dem See entlang wanderten, war die Strecke alles andere als flach. Wir mussten mehrere happige Auf- und Abstiege, auf einem relativ holprigen Weg,  überwinden. Nach etwa einer Stunde Wanderzeit konnten wir dann die ca. 50 Meter hohe und 115 Meter lange Staumauer überqueren und die Aussicht auf die darunter liegende Schlucht bewundern.

UnbenanntNach ca. zwei weiteren Kilometer wurden wir mit einem süsslichen Geschmack konfrontiert. Ein untrügliches Zeichen, dass wir in der Nähe unseres nächsten Teilziels der „Schoggifabrik „Cailler sein mussten. Fredi hatte uns in der Fabrik als Besucher-Gruppe „Quer dur d’Schwyz“ vorangemeldet, dadurch konnten wir ohne grosse  Wartezeit die Besichtigung des „Maison Cailler“ in Angriff nehmen (besten dank Max für das Sponsoring des Eintritts).

Während der ersten 15 Minuten wurden wir automatisch durch verschiedenste Räume geleitet und es wurde teilweise mit Disneyland ähnlichen Effekten dokumentiert wie der Kakao entdeckt wurde und nach Europa kam (die Gründung der Firma Cailler erfolgte übrigens 1819, die Fabrik in Broc konnte 1898 bezogen werden). Anschliessend konnten wir dann mittels eines Audiogerätes erfahren was so alles für Zutaten benötigt werden und wie die angebaut und geerntet werden. Last but not least kam natürlich der Höhepunkt: „Die Degustation“. Zuerst gab es die berühmten „Cailler Branche“ und anschliessend die unterschiedlichsten Pralinen-Sorten a gogo.

4. Etappe Gruyeres 073Nach einer kurzen Mittags-Rast konnten wir frisch gestärkt die restlichen fünf Kilometer unter die Füsse nehmen. Kurz vor Gruyere überquerten wir die „Sarine“ (Saane) und zum Abschluss kam noch der gäche Aufstieg zum Château de Gruyères.     

Die Besichtigung des imposanten Schlosses haben wir für dieses Mal ausgelassen, auch das Giger-Museum war nicht auf unserer Agenda. Werni hat gemeint wenn wir beide unser Eintrittsgeld das wir nicht bezahlen müssen zusammenlegen würden, gäbe es dafür eine Flasche „Weissen“.  

Wir haben uns schnell für ein gemütliches Gartenrestaurant entschieden und dort noch ein exklusive Bier resp. Eiskaffee verschlungen (mit exklusiv ist allerdings nur der Preis gemeint).  Danke Fredi für die wie immer perfekte Organisation der spannenden Wanderung.

 

Fotos Werner Eichenberger, Hans Hinnen

Karte Charmey – Gruyere FR 

 

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