Mrz 142016
 

Tagesbericht von Klaus Kreienbühl vom 8.3.16

DSC00002Nebst seiner glorreichen Idee, in diesem Jahr in 23 Tagen die 23 Ganzkantone der Schweiz zu „bewandern“, will Fredi uns offenbar auf jeder Etappe mit etwas „Noch-nie-Gehabtem“ überraschen: 15 cm Neuschnee sind es heute, die noch ungepfadet die Weglein zum Bahnhof bedecken – und es schneit unablässig weiter!

 

Gross daher das Erstaunen, als in Altstetten sogar die Schwägalp-Heimkehrerin Alice zur Gruppe stösst.

Aber Fredi hat alles im Griff: Auf der Fahrt über Winterthur lässt er immer weniger schneien und schliesslich steigen 13 Unbeirrbare plus Hund Dino im schneefreien Stein am Rhein aus dem Zug.

Mit Kaffee und Gipfeli „ersäufen“ wir im bemalten Städtchen die erste Hälfte des Überschusses vom Schlussabend 2015 und nehmen erfreut Kenntnis davon, dass der „Neue Willi“ aus Fredi‘s Nationalturner-Archivzeiten stammt.

Wie versprochen starten wir um halb 10 Uhr unsere Wanderung dem rechten Ufer des Rheins entlang, doch schon vor Hemishofen überqueren wir den Fluss wieder in luftiger Höhe und bestaunen nebenan die Eisenbrücke der stillgelegten Bahnstrecke nach Singen. Nächste Überraschung: bei Rheinklingen macht doch Fredi schon nach 70 Minuten einen kurzen Marschhalt – und erst noch von sich aus!

IMG_8598Bald darauf doppelt er mit einer weiteren Neuheit nach, hat er doch gestern am Rheinufer noch rasch einen Biber eine mächtige Esche fällen lassen, wie das die wenigstens von uns bisher gesehen haben.

 

 

Wir erreichen an gefühlten 1000 Campinghäuschen vorbei (Hunde an die Leine nehmen!) schliesslich  den „Adler“ in Diessenhofen, wo Erika nach dem sehr rasch und freundlich servierten Essen noch ihren Hans nachliefert, der es sich nicht hatte nehmen lassen seit 4 Uhr morgens in Zürich Schnee zu schaufeln.

Wahrscheinlich aus Sympathie zu ihm empfängt uns anschliessend Frau Holle nach der gedeckten Holzbrücke auf dem rechten Ufer mit riesigen Schneeflocken, denen wir erst im  Baden-Württembergischen Büsingen durch den ungeplanten Trinkhalt im Nobelhotel “Alti Rhy-Mülli“ ausweichen können.

Die treppensteigsüchtige Hälfte der Gruppe kann es schliesslich nicht lassen, auf dem Munot nachzuschauen, dass dort oben alles bereits – wie von der “faulen“ Hälfte geahnt – geschlossen ist.

Mit der Gewissheit, wieder ein tolles Wanderjahr – Quär dur d‘Schwyz Version 3 – eröffnet zu haben, erreichen wir mit dem Schnellzug das unterdessen wieder fast schneefreie Zürich.  Nach dem bleiernen Himmel am Morgen, dem Hudelschneewetter am Nachmittag und dem herrlichen Sonnenuntergang auf der Heimfahrt: ein gelungener Starttag!

Karte: Stein am Rhein – Schaffhausen

Fotos Werni Eichenberger

Fotos Klaus Kreienbühl

 

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