Sep 232015
 

Tagesbericht von: Roman Bieri

Die Wetterprognosen für den 22. September hatten alles andere als das gewünschte Wanderwetter versprochen. Doch unbeirrt, hoch motiviert und in guter Stimmung traten 11 Männer,  zwei Frauen und Monikas Hund Dino die Tageswanderung an. Von ihm werden wir später noch zu berichten haben.

Es war zwar stark bewölkt , aber trocken. Es sei vorausgesagt, dass es den ganzen Tag nie geregnet hat. Die Zuversicht und der Optimismus haben wieder einmal obsiegt! Der Wettergott meinte es wie öfters in diesem Jahr gut mit uns.

Per Bahn ging es via Bern nach Kandersteg. Nach einem kurzen Fussweg brachte uns die etwas in die Jahre gekommene Gondelbahn auf die Almenalp. Hier wurden wir im naheliegenden Beizli von den Wirtsleuten herzlich empfangen. Wir stärkten uns mit einer feinen, frischen  Zwetschgenwähe und einem heissen Kaffee, um dann die 827m  Höhendifferenz zum Bunderspitz gestärkt in Angriff nehmen zu können. Hier sei eine Anmerkung des Schreibenden erlaubt: Nur die Ersten bekamen eine Wähe, u. a. der Schreibende wurde nur noch mit einem Biberli abgespiesen. Einmal mehr zeigt sich: „Der Schnellere ist der Geschwindere, haha!! “

Alsbald brachen wir gutgelaunt auf. In gewohnter Manier, gekonnt, in gleichmässigen Schritten und in angemessenem Tempo führte uns Fredi, unser Tourenleiter,  aufwärts Richtung Bunderspitz. Dank unserer Kondition – nach diesen vielen diesjährigen Wanderungen –  darf festgestellt werden, dass diese Herausforderung problemlos erfüllt werden konnte.

Nebelschwaden lagen im Tal und stiegen auf und ab. Doch wir konnten ihnen immer entfliehen. Nach dem zweistündigen Aufstieg erreichten wir unser Ziel, den Bunderspitz auf 2546 m Höhe. Herrlich diese Aussicht dort oben! Eiger, Mönch, Jungfrau, Blüemlisalp Balmhorn, Grosslohner u.v.a. reihten sich in unserem Panorama auf. Auch konnten wir die schon gemachten Touren verfolgen und entdeckten  beispielsweise das Hohtürli und  den Oeschinensee in einmaliger Perspektive. Auch konnten wir die schon gemachte Etappe Adelboden – Lenk – Gstaad teilweise von oben nachvollziehen.  Unsere Bemühungen wurden also mehr als belohnt, doch war es sehr windig und kalt, ein Vorbote der kommenden kälteren Jahreszeit! Unterhalb des Bundergrates verzehrten wir in gewohnter Manier das Mittagessen aus dem Rucksack.

Anschliessend nahmen wir den dreistündigen Abstieg nach Adelboden unter die Füsse. Ein Zwischenhalt gab es im Bergrestaurant Bunderalp. Die nette Frau Wirtin stellte noch alles was sie hatte zur Konsumation zur Verfügung. Gestärkt brachen wir wieder auf. Es wurden Sprüche geklopft, geplaudert und gewitzelt. Doch plötzlich der Schreck des Tages: Wo ist Monikas Dino?  Weit und breit war er nicht zu sehen und zu finden. Man suchte ihn, doch zunächst ohne Erfolg. Monika war verzweifelt. Auch Klaus, Monikas Mann, wurde mobilisiert. Ein einheimischer Jägersmann und später ein Förster brachten Monika nach einer nicht enden wollenden Irrfahrt nach oben in die Bunderalp. Und welch ein Glücksgefühl! Der „treue Dino“ wartete dort auf seine Meisterin. Auch die übrige Wandergruppe wartete in Adelboden und endlich im Bus kam die freudige Botschaft, dass Dino gefunden wurde. In Frutigen  stiess dann die überglückliche Monika –  jetzt wieder mit Hund Dino – zur Gruppe und gemeinsam und sichtlich entspannter ging es vereint in Richtung Birmensdorf. Die zunächst in Routine abzuhandelnde Etappe Kandersteg – Adelboden wurde schlussendlich durch eine wohl ungewollte Aufregung „bereichert“.

„Ende gut, alles gut!“

Fotos W. Eichenberger

Wanderkarte

 Posted by at 6:41 am  Tagged with:

Sorry, the comment form is closed at this time.