Aug 052015
 

 Wanderkarte Adelboden – Lenk (klick)

Zum zweiten Mal in Folge begann eine Etappe im Berner Oberland. Die dreizehn Teilnehmer teilten sich in zwei Damen, neun Senioren, einen Beinahe-Senior und einen Hund auf.

adelbodenVon Adelboden (1350 MüM) aus ging es dem Gilsbach entlang Richtung Westen. Auf einer Strecke von ca. zehn Kilometer waren etwa 700 Höhenmeter zu überwinden. Der Aufstieg war also gemäss unserer Terminologie äusserst moderat. Selbstverständlich hatte unser Tourenleiter nicht den Warmduscher-Weg über den „Hahnenmosspass“, sondern den attraktiven Grat-Weg über den „Bummerepass“ ausgewählt.

Wir kamen zügig vorwärts, insbesondere auch weil wir uns nicht an die Vorgaben der Gewerkschaft hielten die vorgibt, dass pro Stunde eine zehnminütige Pause fällig ist. Eine Mittagsrast gab es aber trotzdem und dann plötzlich regnete es und noch plötzlicher war auch noch der Nebel da. Bei diesen Bedingungen mussten wir dann den Abstieg auf einem mühsamen Trampelpfad in einer nassen Sch…-Wiese antreten.

Nach einer halben Stunde war der Spuck vorbei, der Regen hatte aufgehört, der Nebel war verschwunden und Lenk war in Sicht. Bei einem Bauernhaus hat uns dann die Bäuerin zugerufen, dass vor kurzer Zeit zwei ältere Herren (offensichtlich Köbi und Heinz) vorbei gekommen seien, die sich nach einem Restaurant erkundigt hatten. Wir erkundigten uns auch, mussten aber hören, dass sowohl das Restaurant Metsch wie die Seilbahn (Metsch-Lenk) Sommerpause hatten. Wir haben die restliche Stunde Fussmarsch auch überstanden und in Lenk sofort das erstbeste Restaurant angesteuert.  

Übernachten konnten wir in komfortablen Zwei- und Drei-Bett-Zimmern im Hotel Alpenruh, das Nachtessen in einem Restaurant im der näheren Umgebung. Die Abendunterhaltung hielt sich dann in Grenzen, man merkt so langsam, dass unsere Wanderfreunde älter werden  🙂  

Wanderkarte Lenk – Gstaad (klick)

lenkSehr gut geschlafen und auch ausgezeichnet gefrühstückt. Da war dann aber noch mein Zimmerkollege, der mit den neuen Schuhen, der beim nächtlichen Toiletten-Besuch den Zimmerschlüssel vergessen hatte und über den Balkon durch’s Fenster wieder in’s Zimmer kletterte.

Der zweite Tag begann dann mit der Seilbahn zum Stoos und von dort zu Fuss auf den Betelberg. Drei Kollegen (WD) hatten sich allerdings für die lockere Variante entschieden und sind in der Seilbahn bis zur Bergstation sitzen geblieben. Die dreihundert Höhenmeter bis zum Betelberg waren relativ locker, insbesondere weil das Wetter perfekt und die Aussicht auf die Berneralpen grandios war. Blick auf den nahen Wildstrubel , Eiger, Mönch und Jungfrau in der Ferne, sowie teilweise auf die Blüemlisalp.

Den ersten Zwischenhalt legten wir bereits im Restaurant auf dem Betleberg ein. Dabei liessen es sich Evelyn Jahn und Hans Lüscher nicht nehmen die kurze aber steile Rutschbahn auszutesten. Nach einem kurzen Znünihalt konnte die Wanderung dann auf einem sehr schön ausgebauten Weg fortgesetzt werden.

Einen längeren Zwischenhalt gab es dann beim Stübleni. Wir genossen die Aussicht in die Bergwelt und staunten auch über die vielen Kraterähnlichen Vertiefungen in dieser Umgebung. Von da an ging es zum Trütlisbergpass und weiter via Turbachtal in Richtung Gstaad. Auf halber Strecke trafen wir dann auch zwei von unseren drei Bähnlifahrer wieder, der Dritte wartete in der Alpwirtschaft Wintermatte auf uns. In diesem gemütlichen Restaurant waren die Sprüche in der Toilette ganz speziell. Wir wissen jetzt unter anderem : Frauen sind wie Tee manchmal muss man sie ziehen lassen. Männer sind wie Toiletten entweder besetzt oder beschissen.

Der Rest war dann wirklich locker, ein schöner Weg, leichtes Gefälle und nach ca. anderthalb Stunden Ankunft in Gstaad. Dann zurück mit dem „Goldenpass“ (so heisst die Montreux-Oberland-Bahn) via Zweisimmen, Spiez und Zürich in heimatliche Gefilde. Wieder zwei Super-Tage und wie immer perfekt organisiert.

 

Fotos H. Hinnen / E+H Jahn

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