Dienstag 5. November – Oberneunforn-Kartause Ittingen-Nussbaumen

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Nov 062019
 

Bericht: Hane

Sechzehn Wanderfreudige waren es die an der letzten Tour im 2019 dabei sein wollten. Erfreulicherweise waren darunter auch drei Vertreterinnen des schwachen Geschlechts. Die Wettervorhersage war zwei Tage vor der Wanderung obermies, am Wandertag selber aber das Wetter dann ausgezeichnet. Die Sonne aber auch Gewölk begleitete uns den ganzen Tag, die Temperaturen waren absolut perfekt zum Wandern.

Die SBB brachte uns via Zürich und Winterthur (Kafihalt) nach Ossingen und von dort das Postauto nach Stammheim. Grundsätzlich wollten wir ja zwar nicht nach Stammheim, aber der Postautochauffeur der leider kein Hellseher war machte in Obernüfere keine Anstalten zum Anhalten. Wir haben darum eine halbstündige Ehrenrunde gedreht um an den Ausgangspunkt in Oberneunforn zu kommen.

Dort ging es dann aber zügig los, unser Tourenleiter hatte auf 11:45h das Mittagessen reserviert. Der mehr oder weniger flache gut ausgebaute Weg führte via „Niedernüfere“ Richtung Osten in die Gegend von Iselisberg.

Beim Schild das Einigen der aufmerksamen Mitwanderern aufgefallen ist handelt es sich um folgende Story. 2003 sind auf dem Iselisberg zwei Gefahrentafeln aufgestellt worden mit einem Schaf und der Schrift «Achtung dä Maier». Aufgestellt haben es Freunde von Urs Maier zu seinem 30. Geburtstag. Er besitzt 400 Schafe, die Bio-Schafmilch liefern. Früher zog er mit den Tieren über die Strasse. Heute nicht mehr, weil die Strasse zu stark verschmutzt wird.

In der gleichen Region war dann der erste Pausenhalt angesagt. Überraschung Nr. 1 an diesem Tag. Annelies hat plötzlich vier Flaschen Weisswein mit Nüssli hervorgezaubert. Die Story dahinter: Am 10. April dieses Jahres endete eine Tour in Twann. Dort hatten wir natürlich erwartet, dass wir vor der Rückfahrt sicher ein oder zwei Gläser des entsprechenden Weissweins konsumieren würden. Leider fanden wir damals kein Restaurant, das Twanner auf der Karte hatte. Annelies ist darum letzte Woche kurzerhand nach Twann gefahren um einige Flaschen zu kaufen, damit können wir dieses  Thema jetzt abschliessen.   

Nach dem zunehmend lustiger werdenden Zwischenhalt war der Zeitdruck weiter angewachsen, also mussten wir etwas Gas geben. Übrigens bei dem utopischen Gebilde das wir unmittelbar nach der Pause passierten handelt es sich nicht wie wir irrtümlich angenommen hatten um ein NASA-Projekt, sondern um eine Navigationshilfe für den Anflug auf Kloten (Zurich East VOR-DME).

Nach ca. einer Stunde Fussmarsch kamen wir dann mit ca. einer halben Stunde Verspätung in der Kartause Ittingen an. Das Mittagessen hatten wir bereits in Winterthur ausgewählt und Fredy hatte die entsprechenden Wünsche ans Restaurant telefonisch durchgegeben. Hinweise zur Kartause ganz unten.

Nach dem Essen sorgte dann endlich Hansen’s weiblicher Hund wieder für Abwechslung. Die Schafe die glücklicherweise eingezäunt waren, rannten sich im Gehege jedenfalls beinahe die Lunge aus dem Leib. Der Rückweg Richtung Stammheim verlief etwas nördlicher zum Hüttwiler See und anschliessend zum Nussbommersee. Auf dem Weg dorthin sahen wir in den umliegenden Hügeln überall Reben und in den Ebenen einige Hopfen-Plantagen. 

Bei der nächsten Wanderpause hatte Annelies die zweite Überraschung vorbereitet. Sie packte resp. liess auspacken, einen selbstgebackenen Schoggikuchen zu Fredys rundem Geburtstag der nächste Woche ansteht. Weiter so Annnelies der Kuchen hat fein geschmeckt 🙂

 

Nach ca. einer weiteren Stunde Fussmarsch, wobei wir zwei Male die Grenze zum Kanton Zürich passierten, waren wir am Ziel in Nussbaumen. Wie es so Brauch ist ging es direkt in’s Restaurant (Löwen). Beim Verlassen des Lokals, nach einem Kafi Luz resp. einem Bier, glaubten wir den Augen nicht zu trauen – es regnete wie ein Schwein.

Trotz Regen machten wir uns happy und zufrieden auf den Rückweg in heimatliche Gefilde. Herzlichen Dank Fredy es hat wieder Spass gemacht, Du kannst Dich bereits auf eine Vertragsverlängerung einstellen.  

Achtung an Alle: 24. Januar 2020 Abschlussabend im Kuhstall in Hedingen.

Bilder: Irene, Werni, Jörg 

Karte

Die Kartause Ittingen ist ein ehemaliges Kloster der Kartäuser in der Gemeinde Warth-Weiningen. Heute ist sie ein Kultur- und Seminarzentrum mit zwei Museen, Hotel, Restaurant, einem Gutsbetrieb sowie Betreutem Arbeiten und Wohnen für Menschen mit einer psychischen oder kognitiven Beeinträchtigung.
2017 baute das Künstlerduo Bildstein/Glatz vor den Toren der Kartause Ittingen die Grossplastik LOOP. Losgelöst vom Anspruch der Benutzbarkeit materialisiert sich inmitten der ländlichen Idylle ein fantastisches Sinnbild und Gedankenspiel: ein knapp 15 Meter hoher, farbiger Doppellooping aus Aluminium und Holz, der bis 2020 auf der Wiese vor dem Kloster stehen soll.

22. Oktober – Wanderung Fläsch – Regitzerspitz – Jenins

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Okt 242019
 

Bericht: Geri

Teilnahmerekord kurz vor dem Saisonende

Eine rekordgrosse Gruppe von 20 Wanderlustigen trifft sich im Schnellzug in Zürich zur gemeinsamen Fahrt ins Bündnerland. Bereits während der Reise zur zweitletzten Wanderung in diesem Jahr ist die Stimmung aufgestellt und aufgeräumt. Zwischenzeitlich droht allerdings der Super-Gau für einen unserer Wanderfreunde. Da hat doch einer von uns tatsächlich gemeint, dass man das Halbtax-Abo zu Hause lassen könne. Aber „oha Lätz“, derjenige hat die Rechnung ohne die gestrenge, fremdsprachige, ja beinahe fremdländische Bahnbegleiterin gemacht. Nach langem Hin und Her – Brexit lässt grüssen (!) – wird jedoch Gnade vor Recht belassen. Unser „Gspänli“ bleibt uns so erhalten, aber irgendwie ist sein Ruf an diesem Tag schon ein wenig angeschlagen. Und auch Lüschers Hündin knurrt wohl nicht ohne Grund!  Nach der ausserordentlich kurzweiligen Bahnfahrt wechseln 3 Frauen, 17 Männer und eine Hündin in Landquart vom Zug auf das Postauto. Das gelbe Gefährt führt uns durch die idyllische Landschaft der Bündner Herrschaft bis nach Fläsch. Hier erspähen wir neben typischen Häusern auch eine rechte Anzahl neuer, moderner Gebäude. In einem davon entdecken wir – oh Wunder (gäll Fredi) – das Café BISTRO FLÄSCH. Das Lokal ist ein integratives Angebot im Konzept von WOHNENPLUS (offenes und betreutes Wohnen im Alter), welches Begegnungsmöglichkeiten für Bewohner mit externen Personen zum Hauptziel hat.              

Nach dem gemütlichen Kaffeehalt mit Gipfeli machen wir uns unter dem Motto „betreutes Wandern“ auf den ersten Teil unserer Tagestour.  Der ziemlich steile Zick-Zack-Weg führt uns hinauf zum Fläscherberg. Vorbei an alten Militärbauten geht es weiter und wir legen noch einen Zacken zu. Schliesslich erreichen wir den Regitzer Spitz, mit 1131 Metern der höchste Punkt unserer heutigen Wanderung. Hier oben bietet sich eine tolle Rundsicht, die allerdings durch viele Nebelschwaden und Wolken ziemlich beeinträchtigt ist. Tief unter uns – unter den steilen Felswänden – liegt Fläsch und das Rheintal. Der Pizol, das Sarganserland und der Gonzen  sind uns nah und immerhin erblicken wir auch den Calanda (keine Bier-Fatamorgana!). Hinter uns schliesslich grüsst der mächtige Falknis. Auf der Plattform des Regitzer Spitz geniessen wir die verdiente Mittagsrast und unsere Verpflegung aus dem Rucksack.

Dann machen wir uns auf den steilen Abstieg, der es zum Teil in sich hat. Konzentriert und grösstenteils mit den obligaten Wanderstöcken bewaffnet, schaffen wir aber auch diesen Abschnitt ohne Zwischenfälle. Und bald stellt sich die Frage, ob wir in Luzisteig an einem „angeschriebenen Haus“ vorbei weitermarschieren oder eben doch einkehren wollen. Schnell siegt bei uns allen die Bequemlichkeit und wir geniessen die Erfrischung in der Gartenwirtschaft des Restaurants „Panorama“. Nur für einen von uns ist das Geniessen vorbei. Unser Werni hat sich leider eine Verstauchung geholt, aber nicht etwa an den Extremitäten. Nein, eine Magenverstimmung bewog ihn, den Heimweg früher als geplant anzutreten.

Frisch gestärkt nehmen die 19 Gesunden den Schlussteil der Wanderung unter die Wandersohlen. Am Militärmuseum St. Luzisteig vorbei gelangen wir bald in flaches, leicht bewaldetes Gebiet. Auf einer kurzen Hängebrücke überqueren wir das Lochrufi-Tobel. Bald treten wir aus dem Wald und wandern mitten durch einen grossen Park mit wunderschönen Eichenbäumen und diversen Picknickstellen. Es geht vorbei am „Bildungszentrum Wald und Holz“ und bald darauf erreichen wir, dem aufsteigenden Strässchen folgend, das Heididorf mit dem Heidihaus, das als Museum besichtigt werden kann. Wir aber marschieren weiter mitten durch das schöne Gebiet mit den vielen goldgelb gefärbten Rebbergen der Bündner Herrschaft und nähern uns schnell unserem Tagesziel Jenins. Hier mitten im Dorf ist uns das Glück nochmals hold: Auf der gemütlichen Terrasse des Restaurants „Rätia“ geniessen wir einen vorzüglichen, einheimischen, weissen Rebensaft und lassen den wunderbaren Tag noch einmal Revue passieren. Danke Fredi, auch diesmal war es wieder ein super-toller Tag!

 

Bilder: Irene, Werni, Richard

Karte 

Dienstag 8. Oktober – Neuenburger Jura

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Okt 092019
 

Tagesbericht: Max

Zur heutigen Wanderung haben sich 18 Begeisterte im HB Zürich eingefunden (3 Frauen) und 1 Hund. Nach Wetterbericht sollte der Himmel bedeckt sein – mit Niederschlägen ist aber nicht zu rechnen. Bei der Zugsausfahrt aus dem Hauptbahnhof nahmen wir ein grelles Morgenrot (orange) wahr – was das wohl für den Tag bedeuten möge? Im voll besetzten EC – Zug, bei angeregten Gesprächen, gleiten wir unserem 1. Ziel, Neuenburg, entgegen. Freude herrscht, als wir in der Region Biel westwärts einen blauen Himmel ausfindig machen konnten. Beim Verlassen des Zuges stand uns das Bahnhofbuffet zur üblichen Morgenbelebung zur Verfügung (Café mit Gipfeli). Nach dem Zwischenhalt führte uns der Regionalzug in die Areuseschlucht, wo wir in Champ du Moulin die Bahn verlassen. Wir sind nun in derselben Schlucht, die wir zum „Jura – Canyon Creux du Van“ schon früher einmal durchwanderten – der damalige Einstieg zum Taleinschnitt erfolgte aber bei Boudry. Heute führte uns der linksseitige Schluchtweg durch eine weiter oben liegende Talsohle, die wir noch nicht kannten.

Zu erwähnen ist hier ein neu zur Gruppe gestossener Wanderkollege, der ursprünglich aus dem Wallis stammt und jetzt in der Nähe von Karl Hinnen in Unterengstringen wohnt. Er heisst Riccardo / Richard und hat sich schon übergangslos bei uns eingelebt. Herzlich begrüsst seist du bei uns.

Aufgrund der zum Teil intensiven Regenfälle der vergangenen Tage zeigte sich die Areuse in einem Hochstand ihres Wasserpegels, der beeindruckend war. Die sich in diversen Katarrhakten (Stromschnellen) aufteilenden Flussabschnitte überwanden wir auf gut angelegten, künstlichen Treppenkonstrukten. Im diesem Talabschnitt wurden nur wenige Gebäulichkeiten errichtet, die ausschliesslich der Wassernutzung dienen. Insbesondere wurden Kanäle, Stauanlagen und Verbauungen gebaut, die zur Sicherungen für die Energiegewinnung erforderlich waren. Auf dem kunstvoll angelegte Wanderweg überbrückten wir mehrere Male den Wasserlauf auf Stegen und auch in Fels angelegten Abschnitten, von denen die Naturgewalten eindrücklich erlebbar wurden.

Beim Dorf Noiraigue weitete sich wiederum die Schlucht zu einer Ebene, was die Ansiedlung dieses malerischen Dorfes begründete. Von hier führt die Strasse nach Freurier hinunter. Wir aber folgen dem Wanderweg nach der nördlich gelegenen Bergkrete, zuerst moderat ansteigend, dann immer steiler werdend, aber gut zu begehen. Durch den bewaldeten Weg sehen wir im immer noch dicht belaubten Baumbestand nur wenig von der bewältigten Höhenmetern, da Aussichtsterrassen fehlen. Die erste Möglichkeit zeigt sich beim Sendeturm auf 1125 müm, wo wir uns ca. 400 Meter über der Talsohle befinden. Fredi lässt uns hier eine Zwischenverpflegung geniessen, denn der Kretenweg, der hier seinen Anfang nimmt, ist zudem auch ein Waldweg, der wenig Aussichtspunkte bietet. Der weitere Aufstieg zum Berg Solmont (1264 müm) lässt uns die steil abfallende Gratkante, als Abgrund zur südlichen Talseite, durch die Bewaldung nur schwer erlebbar machen. Wir können aber, ansatzweise, in der gegenüberliegenden Bergkette, die Wand des Creux du Van ausfindig machen.

Nun kommen Fragen zum Panoramawanderweg auf Fredi zu; er rechtfertigt sich so, dass er eine Abholzung zum Zwecke einer Sichtfreiheit beantragt habe, diese aber offensichtlich noch nicht erfolgt sei. In dieser Ungeduld verharren wir in den Sicht behindernden Waldstücken, die uns kontinuierlich die Aussicht verbergen. Zu empfehlen ist dieser Weg als Sommerwanderung, denn die Beschattung durch den Laubschirm ist hier beinahe lückenlos gegeben. Da der Weg nach Osten führt, werden wir der in der Ferne liegenden und neu verschneiten Alpenkette gewahr, die aus dem Ende der gegenüberliegenden Bergkette hervortritt. Um die Aussicht geniessen zu können, müssen wir uns noch bis ans Kretenende bewegen, von wo sich uns, auf dem Aussichtsspunkt Tablettes (1290 müm), ein einmaliger Höhepunkt eröffnet: Im Nordosten der Säntis / Clariden, im Südwesten das Montblanc – Massiv, dazwischen bleibt nichts verborgen! Die Fernsicht ist beinahe ideal – ein Wolkenband auf ca. 3500 müm liegend, hüllt aber einige Bergspitzen ein. Unter uns liegt der Neuenburgersee, dahinter der Murtensee, westlich gelegen die Ebene von Payerne, dahinter liegen die Freiburger Alpen. Grund zum Verweilen! Bei schönstem Sonnenschein – und recht warmen Temperaturen können wir die Seele baumeln lassen.

Der jetzige Verpflegungsaufenthalt kann nur „schwerem Herzen“ verlassen werden. Nun folgt der Abstieg zum Col de la Tourn. Hier wird der Baumbestand lichter – typische Juraweiden. Nochmals bietet sich uns ein Vue de Point an: Eine Aussichtsterrasse durch ein kleines Waldstück erschlossen – auf einem Felsgrat führend – mit Blick in südöstlicher Richtung. Wau! Danach folgen wir auf grünen Matten dem Weg durch Kuhweiden bis zum Pass (mit dienstags geschlossenen Restaurant). Hier werden wir vom Postauto nach Neuenburg mit Halt direkt beim Bahnhof, hinunter gefahren. Immer noch schönes, warmes „Altweibersommerwetter“, Grund genug, um auf ein Restaurant mit Terrasse Ausschau zu halten. Das chinesische Restaurant gegenüber dem Bahnhof bietet sich an – denn auch Riccardo will seinen Einstand mit Walliser Weisswein begiessen lassen. Danke vielmals!

Wir beschliessen einen wunderbaren Tag mit der Rückfahrt mit dem EC – Zug um 18.00 h ab Neuenburg – immer noch bei Sonnenschein und beenden ihn bei schon dunkler Nacht in Zürich. Die Jahreszeiten lassen grüssen! Fredi: Wiederum für das von uns Erlebte sei dir herzlich gedankt. Alles war wieder grossartig!

Bilder: Werni, Föns, Richard

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Dienstag 17. September / Niederhorn – Gemmenalphorn – Beatenberg

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Sep 182019
 

Tagesbericht: Monika

Den heutigen Wandertag kann man wohl als den Tag bezeichnen, an dem wir sicher vier Mal auf dem letzten Zacken um- oder eingestiegen sind.

Aber schön der Reihe nach.

Vierzehn Wanderfreudige fahren Richtung Bern und dort kommt es bereits beim Umsteigen nach Thun zum ersten Zacken. Weil wir fünf Minuten zu spät ankommen, schaffen es sechs Personen nicht mehr in den Zug auf dem Nebengleis. Doch ein SBB Funktionär rast mit uns Rolltreppe rauf und Rolltreppe runter zu einem Zug mit nur einem Halt in Münsingen. Wir können uns ausrechnen, dass es sehr schwierig sein wird, das Postauto zur Beatenbucht zu erwischen. Aber es klappt, Zacken zwei. Wie in Indien sind wir eingepfercht, vorwiegend mit Schulkindern und SeniorInnen.

Bei der Beatenbucht steigen wir aus, und dort bringt uns die Standseilbahn hinauf zur Beatenberg Station. Nachdem alle ein Billett haben, steigen wir um auf die Gruppenumlaufbahn zum Niederhorn. Wie üblich wird zuerst Kaffee und Kuchen/Gipfeli auf der Terrasse genossen.

Bevor wir loswandern, bewundern wir das Alpenpanorama von Eiger, Mönch und Jungfrau sowie eine wunderbare Rundsicht ins Justistal. Um elf vor elf wandern wir los über den Güggisgrat auf das Gemmenalphorn. Der Aufstieg ist nicht so steil und das hört man gut an der Schwatzigkeit der Männer. Auf dem Horn, 2061 m hoch, geniessen wir das Mittagessen und es gibt auch wieder Nussstängeli. Beim nächsten Halt schlägt Fredi vor, man könnte von der Beatenbucht auf das Schiff gehen. Die Idee findet Anklang, es heisst aber auch, das Tempo etwas anzuheben und nicht zu trödeln. Prompt wird in der Euphorie ein Abzweiger verpasst und plötzlich merken wir – es wird sehr, sehr eng.

Erreichen wir das Postauto? Dank eines Taxis für ein Gruppenmitglied erreichen wir es, Zacken drei, mit einer Minute Reserve.

Bei der Station Beatenberg fährt die Bahn nicht so schnell los und schon kommen Ängste auf, ob wir es auf das Schiff schaffen. Bei der Ankunft sehen wir bereits das Schiff einfahren und mit schnellem Tempo erreichen wir es,  Zacken vier. Fredi weiss von einem hervorragenden Weisswein und eine Flasche nach der anderen wird gesponsert. Danke!!!

Der Sauvignon Blanc aus der Kellerei Nadine Saxer aus Neftenbach ist tatsächlich vorzüglich.

Mit uns sitzt am immer grösser werdenden Tisch eine Französin, die sich etwas aufregt, dass das Personal nicht französisch spricht. Wir verhelfen ihr zu ihrem Getränk, einer bezahlt es sogar, worauf sie die Schweizer dann doch noch ganz toll findet: Vivent les Suisses!

In Thun haben wir genügend Zeit und können bis Zürich im Zug bleiben. Kein weiterer Zacken. Glücklich und zufrieden möchten wir dir, Fredi, nach diesem gut ausgeklügelten Wandertag ganz herzlich danken.

Bilder: Irene, Werni, Jörg

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Dienstag 3. September – Arnisee

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Sep 032019
 

Tagesbericht: Max

Es ist schönes Herbstwetter angesagt, am Morgen eher etwas kühl und teilweise liegen Nebelfelder über der Landschaft. 17 Wanderfreudige (darunter 3 Frauen und ein Hund) treffen sich im Zug, der uns nach Erstfeld bringt – danach fährt uns der Linienbus nach Göschenen, die alte Gotthardstrecke bis nach Intschi, der Talstation der Seilbahn zum Arnisee. Für unsere Gruppe sind drei Bergfahrten notwendig, da die Gewichtsbeschränkung in der Kabine anzeigt, dass max. 7. Personen mitgeführt werden können. Die Höhendifferenz von ca. 700 Meter zum Arnisee (1368 müM) schaffen wir so in wenigen Minuten. 

Unmittelbar oberhalb der Bergstation liegt das mit einer grossen Sonnenterasse sich anbietende Bergheim, wo wir uns bei Café / Gipfeli stärken und die wärmenden Sonnenstrahlen „aufsaugen“ können. Aber nicht nur das – wir kommen auf der kleinen Geländemulde auch in den Genuss der herrlichen Aussicht über das tief unter uns liegende, nach Süden sich erstreckende Reusstal bis ins Gotthardmassiv und den Blick ins Bergmassiv des gegenüberliegenden Maderanertals mit den flankierenden „Eingangstürmen“ von Windgällen und Bristen. Etwas weiter südlich gelegen sehen wir ins Fellital, das über die Fellilücke direkt zum Oberalppass führt. 

Der Aufbruch zur Tageswanderung führt uns zuerst an den klaren Arnisee, einem Stausee, der durch Bergbäche der vergangenen Regentage reich gefüllt worden ist. Wir sehen, dass das Grasnabenende bis gut einen Meter unter der Wasseroberfläche liegt – das üblicherweise die Uferbegrenzung darstellt. Nun weist uns die Wanderroute Richtung Heitersbüel / Leitschachbach – über einen gut ausgebauten Wanderweg, vorbei an einzelnen Ferienhäusern, zum Weg nach der Furt. Beim ersten Anstieg finden wir uns von einer herbstlichen Vegetation umgeben – viele verblüte Alpenrosenstauden, Erikablüten und  Heidelbeersträucher sind hier anzutreffen. Dazwischen wachsen kleinwüchsige Koniferen – eine Nadelbaumart. Und dann die überall gegenwärtigen, recht grossen Pilze – wie immer die Auffälligsten unter ihnen die roten Fliegenblätterpilze in den schönsten Ausformungen. Im offenen Taleinschnitt brennt uns die Sonne in den Nacken und schon bald werden Kleiderschichten reduziert, die uns „ins Schwitzen“ bringen.

Die Wandergruppe kommt auf dem moderaten Anstieg des schmalen Weges immer wieder ins Stocken, weil sich die Teilnehmer den verlockenden Gelegenheiten der sich anbietenden blauen Früchten der Heidelbeerstauden nicht verschliessen können – das Naschen ist angesagt. Es ist erstaunlich, wie flächendeckend diese Pflanze sich ausbreiten konnte – alle reich behangen. Beim Stundenhalt, wo das Plündern des Rucksacks mit ersten Snacks üblich ist, können andere der Gelegenheit des Heidelbeerpflückens nicht widerstehen. Durch blaue Fingerkuppen lässt sich die Gruppe identifizieren, die sich ihrer Leidenschaft nicht verschliessen konnte. 

Der nächste Aufstieg war sehr steil, teilweise senkrecht zum Hang. Das lies die Gesprächsbereitschaft vieler Teilnehmer verstummen, denn sie waren mit den Anforderungen des Geländes beschäftigt. Dann überzog uns der aufsteigende Nebel und wir wurden umgehend der herrlichen Aussicht beraubt. Auch Panoramawanderungen lassen sich nicht so organisieren, dass Unvorhergesehenes auszuschliessen wäre. Nun gibt es aber Gräte, die eine Wetterscheide ermöglichen – das war da der Fall, als wir die Krete erreichten und uns ein blauer Himmel auf der anderen Seite die Schönheit der Aussicht offenbarte: diesmal in Richtung Urnersee bis Ennetbürgen, aber auch auf ein Gebiet der Wanderung in die Wildheuerwegregion. Die klare Sicht gab Fredi die Möglichkeit, uns die Berg- und Talwelt der Urner – und übergreifenden Umgebung mit seinen Kenntnissen genauestens zu erläutern. Wir befanden uns in auf- und absteigender Weise auf der Höhenkurve um 2000 müM und sahen das Gipfelkreuz Sunnig Grat als  Ziel unserer Wanderung weit voraus. Das Erreichen dieser Anhöhe war aber wiederum ein „steiniger Weg“, da die unförmigen Felsbrocken „durchstiegen“ werden mussten. Der Aussichtspunkt entschädigte uns aber für unsere Bemühungen mit einer herrlichen Rundsicht. Die Verpflegung aus dem Rucksack hat hier den zusätzlichen Ansprüchen der Hungerzeichen begegnen können. 

Zum Abstieg galt es zuerst den Gratrückweg zu bewältigen. Der Wegweiser zur Sunniggrathütte wollte niemand übersehen – in einem kurzen Abstieg erspähten wir die Durstlöschgelegenheit und nahmen schon bald die Terrasse in Beschlag. Sie liegt in einer Geländemulde auf 1978 müM, umgeben von einer Gebirgsmoorlandschaft mit kleinem Bergsee. Dann war hier das „Klassenfoto“ vor dem Hintergrund der östlichen Alpenkette eingeplant. Das war zudem auch der Ausgangspunkt zum Abstieg wiederum zum Arnisee, der gut 600 Meter weiter unter gelegen ist. Zuerst durchstreiften wir die weitere Moorlandschaft bis wir den bewaldeten Steilhang zum Abstieg erreichten. Der Weg war hier meist nicht einfach gegeben – jeder suchte seinen in jedem Schritt neu abzutastenden nächsten Halt im Gelände. Nasses Wurzelwerk erhöhte die Gleitgefahr, wobei die möglichen, auftretenden Stürze immer glimpflich verliefen. Die meisten waren froh als sie die Höhendifferenz zum Arnisee unbeschadet überwunden hatten.

Zum Schluss umwanderten wir noch den Arnisee und fanden uns wieder im bekannten Restaurant der Morgenverpflegung. Da durften wir, immer noch auf der sonnenbeschiehnen Terasse, die noch nicht ausgesprochenen „Neuigkeiten“ und die Erlebnisse des Tages, austauschen. Auch da galt es, den Linienbus nach Erstfeld zu berücksichtigen, der nur jede Stunde einen Kurs fährt. In Etappen füllten wir die Seilbahn, die uns alle rechtzeitig nach der Talstation brachte. Der Heimweg mit der SBB über Rotkreuz (Sperrung der Strecke Arth Glodau – Zug auf der rechtsseitigen Zugerseeseite) beanspruchte etwas Geduld. Trotz direkter Linie nach Zürich HB benötigten wir bis dahin anderthalb Stunden. Ein schöner Wandertag hat damit ein Ende gefunden, wiederum optimal geleitet von Fredi, dem ein grosser Dank ausgesprochen werden will.

Bilder: Werni, Föns, Jörg

Karte

Dreitages-Wanderung 20.-22. August / Zermatt-Platthorn

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Aug 252019
 

Tagesbericht: Hane

1. Tag:     Zermatt –Trift

Vierzehn erwartungsfrohe Wanderer, davon drei Damen, stiegen in Zürich in den Zug nach Visp. Leider hatten sich die Kachelmänner-Jünger nicht geirrt, das Wetter war wirklich suboptimal. Die Fahrt von Zürich über Bern durch den 2007 eröffneten ca. 35 Kilometer langen Lötschbergtunnel dauerte knapp zwei Stunden. Von Visp aus brachte uns die Matterhorn-Gotthardbahn in ca. einer Stunde nach Zermatt.

Wie es Tradition ist stärkten wir uns vor dem Start im nächstgelegenen Restaurant. Danach hiess es Regenkleider montieren und abmarschieren. Einige Meter verliefen noch im Dorf selber, aber schon bald kam die Abzweigung Richtung Trift. Nach ca. einer Stunde und ca. 340 Höhenmeter weiter oben war dann mit dem Edelweiss schon wieder ein Restaurant in Sicht. Dem Wetter angepasst wurden warme Speisen bestellt. Einige entschieden sich für Suppe, während sich andere für ein Fondue entschieden. Die Huus-Kafi zum Abschluss trugen dann dazu bei, dass die Stimmung schon ziemlich angeheitert war.

Erfreulicherweise hatte der Regen aufgehört, der Nebel sich gelichtet und wir hatten daher von der Restaurant-Terasse aus freie Sicht auf das praktisch senkrecht unter uns liegende Zermatt. Die Regenkleider in den Rucksack, nach einer Viertelstunde wieder aus dem Rucksack und bei starkem Regen weitere 370 Höhenmeter obsi. Glücklicherweise wieder nur ca. eine Stunde und wir waren beim Hotel Trift unserer Herberge für zwei Nächte.

Dort wurden wir von Hugo dem Gastgeber freundlich willkommen geheissen und in die Hausordnung eingewiesen.  WiFi-Benutzung  gratis, die Klimaanlage in den Zimmern könne mittels Fernbedienung eingestellt werden und leider gäbe es beim TV nur 20 verschiedene Sender ohne Teleclub und ohne Netflix 🙂

Wir machten es uns in der Gaststube gemütlich und plauderten bis dann um 19h das Nachtessen serviert wurde. Ein Viergänger mit Suppe, Salat, Riz Casimir und Dessert stand auf dem Programm. Das üppige Menu, die Höhe und wahrscheinlich der Wein trugen viel dazu bei, dass bald die notwendige Bettschwere erreicht war. Natürlich hat auch noch mitgespielt, dass um 22h der Strom abgestellt wurde und die Lichter ausgingen.

Ich verwende neu eine andere Darstellungsart der Bilder. So können sie auf den Smartphones und Tablets auch angeschaut werden. Für die Anzeige des nächsten Bilds, einfach auf das angezeigte Bild klicken.

Bilder

Karte   1. Tag 

2. Tag:  Trift-Platthorn-Wisshorn-Trift

Wie immer hatten die Einten gut geschlafen und die anderen einfach nur übernachtet. Eine der Damen im Nebenzimmer hatte sich beklagt, dass sie kein Auge zugetan habe, nicht zuletzt weil im Nebenzimmer jemand geschnarcht habe. Anmerkung des Autors: Ich war im Zimmer nebenan und  habe nichts gehört und wunderbar geschlafen 🙂  Da auf der Strecke zum Mettelhorn (3405 MüM) ein grösseres hartes Schneefeld hätte durchquert werden müssen, hat Fredy nach Rücksprache mit Hugo entschieden, dass wir das Platthorn (3344 MüM) und nicht das Mettelhorn ansteuern.

Um ca. 8h war dann bei Prachtswetter und Super-Sicht, mit fast leeren Rucksäcken, Abmarsch Richtung Platthorn. Die Strecke war am Anfang mit roten Fähnchen gut markiert. Allerdings hatten wir schnell festgestellt, dass die Fähnchen für das am Samstag stattfindenden „Langstrecken-Bergrennen Ultraks“ gesteckt waren. Es handelt sich um ein Rennen mit vier unterschiedlichen Strecken und verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Die schwierigste Strecke ca. 90 Leistungs-Kilometer und 3‘600 Höhenmetern.

Auf einem recht angenehmen Pfad kamen wir gut voran und hatten schon bald beste Sicht auf das Matterhorn. Der Anblick des „Horu“ wie es die Walliser nennen ist für jeden Zermatt-Besucher ein unvergesslicher Höhepunkt. Auf der gegenüber liegenden Talseite südlich vom Matterhorn war das Sommer-Skigebiet „Kleines Matterhorn“ zu sehen, dann der Gornergrat, weiter in der Ferne das Breithorn, Castor & Polux sowie ganz in der Ferne das Monte Rosa Massiv mit der Dufour-Spitze.

Nach ca. zwei Stunden und 800 Höhenmeter weiter oben erreichten wir die Abzweigung Platthorn/Mettelhorn. Dort wurden zuerst einmal in aller Ruhe die Rucksäcke geöffnet und die Verpflegung hervor genommen. Zum Essen reichte es aber nicht, da plötzlich Hektik ausbrach und einer nach dem anderen den 200 Meter höher gelegenen Platthorn-Gipfel anvisierte.

Vom Platthorn aus waren dann neben den oben erwähnten Bergspitzen, auch noch weitere Viertausender wie das Täschhorn, Alalinhorn, Alphubel und der Dom, mit 4545 Meter der höchste Berg der Schweiz, sichtbar. Richtung Norden dominierte das Weisshorn (4506).

Einen Katzensprung entfernt hatten wir das Platthorn mit dem bereits erwähnten Schneefeld im Blickfeld. Nachdem wir die Aussicht ausgiebig genossen hatten stiegen wir die 200 Meter wieder hinunter und konnten endlich in Ruhe das Mittagessen einnehmen. Spontan entschieden wir uns dann auf dem Heimweg noch einen Abstecher auf’s Wisshorn (2936) zu machen.

Gegen 16h waren wir zurück auf der Terrasse im Gasthaus Trift. Dort kam es dann für den Bericht-Schreiber zur Mega-Überraschung.  Annelies hatte zu Hause einen Geburtstagskuchen gebacken, mit auf die Wanderung genommen und dem Geburtstagskind, mit Kerzen dekoriert, überreicht. Herzlichen Dank nochmals. Selbstverständlich kam die gesamte Gruppe in den Genuss eines Schoggikuchen-Stücks.

Fredy hat plötzlich erwähnt, dass mit Güx ein weiterer Jubilar anwesend sei. Er hatte an diesem Tag seine hundertste Wanderung im Rahmen des „Quer dur d’Schwyz-Programms“ absolviert. Güx ist noch immer in Topverfassung, er trainiert auch regelmässig, jedenfalls wurde er am Montag zwischen Rifferswil und Kappel auf den Rollskis beobachtet

Das Abendessen mit Suppe, Salat, Braten/Teigwaren und Dessert war wieder ausgezeichnet. Bettruhe um 22h infolge kein Strom mehr und daher kein Licht.

 

Bilder

Karte   2. Tag

3. Tag:  Trift-Zermatt

Nacht wie gehabt, auf dem Gang war ein ständiges „Kommen und Gehen“.  Um 7h stand das Morgenessen auf dem Programm und um 8h war Abmarsch. Zum Abschied hat uns Hugo vor dem Haus noch ein Alphornsolo vorgetragen.

Zermatt liegt 700 Höhenmeter tiefer als das Gasthaus Trift. Wir konnten also davon ausgehen, dass es nur noch bergab geht. Aber … wir kennen unseren Tourenleiter nun schon gut fünf Jahre und wissen daher, dass er immer wieder einen Umweg kennt. Auf der Route Höhbalmen waren dann tatsächlich zuerst wieder 400 Höhenmeter obsi angesagt. Das Wetter war immer noch perfekt und so war der Umweg ein Vergnügen, insbesondere auch weil wir vor uns ständig das Matterhorn sowie einige allerdings stark eingegangene Gletscher wie „Gabelhorn“, „Trift“ und „Hohlicht“ im Blickfeld hatten. Ein imposanter Wasserfall zog dann nochmals sein Augenmerk auf sich und kurz darauf kam das Restaurant Stafelalp in Sicht.

Nach dem Mittagessen hatten wir noch immer ca. 4 km Wegstrecke und 600 Höhenmeter abwärts vor uns. Wir kamen am Zmutt-Stausee vorbei, von welchem aus das Wasser mit riesigen Pumpen auf 2‘400 m in den Lac de Dix (Grande Dixence) heraufgepumpt wird. Dann gings’s vorbei am  idyllischen Dörfchen Zmutt und last but not least musste noch Zermatt durchquert werden.  

Die Heimfahrt unterschied sich nicht gross von der Hinfahrt ausser, dass wir in die Gegenrichtung fuhren 🙂

Die drei Tage waren ein Super-Erlebnis und in jeder Beziehung ein Vollerfolg, danke Fredy.  

Bilder

Karte   3. Tag

Dienstag 7. August Flumserberge

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Aug 062019
 

Wanderung ab Prodalp über Prodkamm – Ziger – Güslen – Seeben – Tannenbodenalp

Bericht: Geri

Im wahrsten Sinn des Wortes geht es am Morgen im Schnellzugstempo Richtung St. Galler Oberland. Der Intercity bringt unsere gut gelaunte Wandergruppe mit 3 Damen und 13 Männern sowie zwei zwirbligen Enkeln und der Hündin von Lüscher’s Hans nach Sargans, wo das Postauto auf uns wartet. Aber „ohä Lätz“, beim Umsteigen merkt einer von uns, dass sein Handy gerade  alleine die Weiterfahrt nach Chur angetreten hat. Wie muss sich der arme Peter wohl hin- und hergerissen gefühlt haben, als sich für ihn spontan die Frage stellt, ob er sich nun für seine Wanderkollegen oder für sein geliebtes Handy entscheiden soll! Schliesslich siegt die Liebe: Die Beiden fanden sich später wieder! Unsere Gruppe jedoch reist – um eine Person reduziert – via Flums nach Flumserberg, Tannenheim und von dort mit der Gondelbahn hinauf zur mit Wolken verhangenen Prodalp.

Nach dem obligaten Kafi mit Gipfeli im Bergrestaurant (mit Wettbewerb „Wer darf das bezahlen?“) nehmen wir den Anstieg unter die Füsse. Trotz schweren Regenwolken gelangen wir trockenen Fusses auf den Prodkamm und dann zur Maschgenlücke. Erst kurz vor unserer Ankunft auf dem Maschgenkamm öffnet Petrus die Schleusen zum ersten Mal. Was bleibt uns da Anderes übrig, als uns in den Schutz des Panoramarestaurants zu begeben. Spontan entscheidet Fredi hier, das Mittagessen etwas vorzuziehen – und spontan sind alle bereit, auf das vorgesehene Picknick in der freien Natur zu verzichten! Nach Speis und Trank (inkl. „flinkem“ Sponsor!) hat draussen der Regen nachgelassen.

Ein kurzweiliger Aufstieg bringt uns zum 2074 Meter hohen Ziger. Auf dem höchsten Punkt unserer heutigen Tour geniessen wir trotz bewölktem Himmel die tolle Aussicht über Hochmoore und kleine Seen. Deren Entstehung hat über Tausende von Jahren gedauert. Sie sind in dieser Form einzigartig auf der Erde. Solche Moore zählen zu den wertvollsten Gebieten und stehen unter dem Schutz des Bundes. Sie bieten natürliche Lebensräume und Heimat für rund einen Viertel aller bedrohten Pflanzenarten der Schweiz.

Ein kurzer Abstieg führt uns zur Zigerfurgglen. Weiter geht es dann auf dem Wanderweg über Cuncels und Chrüzen zum Chli Güslen. Auf einem schmalen und nassen Pfad machen wir dann einen Abstecher hinauf zum Gross Güslen. Dort geniessen wir die einmalige Aussicht auf den Walensee und die dahinter sich auftürmenden Churfirsten. Sogar ein Regenbogen spannt sich über der herrlichen Natur in den Himmel.

Während sich einzelne Sonnenstrahlen und Regentropfen einen Wettstreit um die Wetterdominanz liefern, wagen wir den etwas schwierigen Abstieg auf dem steilen, teils glitschigen Pfad. Unten am idyllischen Seebensee angekommen, bestaunen wir nochmals die eindrückliche Landschaft. Unübersehbar ragt der kantige Sächsmoor aus der imposanten Gebirgskette heraus – und spiegelt sich im See. Da lädt uns die Sonnenterrasse des Berghotels Seebenalp zum letzten Einkehren ein. Und zugleich bietet sich für einen ungeduldigen Kandidaten die Gelegenheit, endlich seinen Einstand zu geben!

Voller Eindrücke und in aufgeräumter Stimmung machen wir uns auf die letzte Wegstrecke. Kurz vor der Ankunft auf der Tannenbodenalp werden wir dann doch noch so richtig begossen. Schliesslich landen wir – anstelle der geplanten Talfahrt mit der Luftseilbahn nach Unterterzen – völlig durchnässt im Postauto nach Flums. Auf der Heimreise im Zug sind wir dann aber alle wieder trocken – und einfach glücklich und zufrieden, diesen abwechslungsreichen Tag erlebt zu haben! Besten Dank, Fredi! 

Karte

Fotos: Werni, Annelies, Geri, Föns, Jörg

Dienstag 23. Juli – Bannalp – Walenpfad – Ristis

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Jul 242019
 

Tagesbericht: Monika

Bei prächtigem Wetter und guter Aus- und Fernsicht haben sich sechzehn Wanderfreudige getroffen. Dieses Mal sind alle „Gattungen“ dabei, u.a. drei Frauen, ein ehem. Lehrer, ein Polizist und ein Hund. Ohne Verspätungen sind wir via Zug Luzern, Wolfenschiessen auf der Chrützhütte angekommen. Beim obligatorischen Kaffee mit Gipfeli stellt uns Fredi Gut eine neue Teilnehmerin vor, mit Namen Irène Gut. Sie sei zwar nicht verwandt, aber eine richtig gute Bergwanderin (wie eben die Gut’s sind).

Nun aber geht es los. Wir wandern auf dem sehr schön ausgebauten Walenpfad immer ein bisschen bergan. Der Aufstieg ist eindeutig zu wenig steil, denn dass man da noch so viel schnörren kann, ist unglaublich. Die Schreiberin hat auch dazu gehört !!  Klima, Politik, Frauen, Ferien, Gesundheit, S.., es gibt einfach so viel auszutauschen. Was wir aber trotz „schnörren“ sehen, ist der Bannalpsee. Wunderbar glitzert es mal dunkelblau oder mal grün. Es juckt, hinabzusteigen und ein kühles Bad zu nehmen. Dieser See ist noch nicht auf dem Programm. 

Auf einer wunderschönen Anhöhe geniessen wir das mitgebrachte Picknick und können uns nicht satt sehen an den Walenstöcken, dem Bristen, dem Kaiserstuhl, dem Buchserhorn und vielem mehr. Aber dass es einen Berg namens Ha(h)nen gibt, ist mir seit gestern neu. Was unterschlägt uns Hane ? Leider haben die obligaten Nussstängeli’s gefehlt, aber dafür hat uns Irène mit Minz-Schokolade verwöhnt. 

Die wunderschöne Panoramawanderung (obwohl jemand das Panorama einfach nicht sieht) zeigt sich von der schönsten Seite. Bald kommen wir zu der Bergstation des Brunni – Sessellifts. Der Barfussweg rund um den idyllischen Härzlisee ist ein Naturerlebnis der besonderen Art und ein wahrhaftiges Nervenkitzel, das sowohl Geist wie Körper und Seele fordert. Drei von unserer Gruppe haben diese Kneipp Tour gemacht. Vier Männer mit Flachbrettbäuchen haben das Schwimmen im See vorgezogen. Der Rest der Teilnehmer hat schon mal etwas Kühles zu sich genommen.

Jetzt ist wieder wandern angesagt, aber nur für recht kurze Zeit, denn nach 15 Minuten wird entschieden, den letzten Halt in der obergelegenen Alp zu genehmigen und nicht bei der Station Ristis. Hier gibt es noch ein Jubiläum zu feiern, unser lieber Hane, Betreuer der Homepage, Berichterstatter und einfach „ e liebe, mängisch e chline fräche, Siech “ ist auf der 100sten Wanderung dabei.

Gemütlich gondeln wir hinab nach Engelberg mit Sicht auf das Klosterund  die Sprungschanze. Der Weg zum Bahnhof führt am Friedhof vorbei und sicher denken einige in dem Moment an liebe Verstorbene. Die Bahn Richtung Luzern ist total überfüllt und unsere Kameraden sind überall verstreut im Zug. Zwei Personen unter uns werden vorübergehend zu den Ehefrauen vom Jubilar. Ja, ja, den Indern kann man Fake News andrehen wie Trump der ganzen Welt.

Wohl behalten kommen die Meisten von uns um ca. 20.00 Uhr nach Hause und freuen uns jetzt schon auf die nächste Wanderung am 6. August 2019. Danke Dir lieber Fredi, einmal mehr : Spitzenqualität

 

Fotos: Werni, Hane, Annelies

Karte

Dienstag 9. Juli Rosenlaui-grosse Scheidegg-Schwarzwaldalp

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Jul 112019
 

Tagesbericht: Max

Heute begann der Tag ungewöhnlich gewöhnlich: Alle 15 Teilnehmer*innen (davon 3 Frauen) bestiegen ohne Ausnahme die fahrplanmässig vorgesehenen S-Bahnlinien, keine Zugsausfälle, keine Verspätungen und trafen sich spätestens in Luzern. Die Weiterfahrt mit der Zentralbahn führte über den Brünig nach Meiringen. Ab hier überwanden wir ca. 700 Höhenmeter mit dem Postauto. 

Unser Ausgangspunkt der Wanderung lag beim ehrwürdigen Belle Epoque Hotel Rosenlaui, das 1904 als Nachfolgegebäude des 1864 durch einen Brand zerstörten Kurbads (mit Schwefelquelle) erstellt wurde. Durch einen Erdrutsch wurde dann die Quelle verschüttet; damit endete 1912 die Heilbadepoche für den Hotelbetrieb abrupt. Infolge Berichterstattung durch Reiseschriftsteller (Goethe, Tolstoi, Nietsche) hatte der Ort aber einen Bekanntheitsgrad erreicht. Der Übergang von Grindelwald über die grosse Scheidegg zum Rosenlauigletscher bot viele Naturschönheiten an. Beliebt wurde zudem der Weg nach Meiringen, weil es da keine unüberwindbaren Hinternisse zu bewältigen gab.

Auf den Aussenplätzen des Hotel – Restaurant Rosenlaui geniessen wir nach der Postautofahrt die wärmenden Sonnnstrahlen und lassen uns mit Café, Gipfeli und feinem Zopf verwöhnen. Fredi hat uns danach einen ersten Tageshöhepunkt eingeplant: Nur in ca. 100 m Entfernung befindet sich etwas weiter oben der Eingang zur Gletscherschlucht – eine Sehenswürdigkeit, nicht nur für Naturfreunde! Ermöglicht wurde die Erschliessung des engen Taleinschnittes (Gletscherabfluss) durch den Südtiroler Kaspar Borg, der schon 1903 bereit war, einen Weg neben den tosenden Wassermassen zu erbauen. Ein Besuch des Rosenlauigletscher – Wasserabfluss verspricht uns die Kombination optischer und akustischer Phänomene, wie auch das Wahrnehmen von ausgespülten Felsformationen, Gletschermühlen, Strudelwirkungen, Wasserkräften, aufgeführt mit entsprechender, „dramatischer Begleitmusik“, wobei das alles unmittelbar miterlebt und empfunden werden kann. 

Mit dieser Vorahnung inspiriert, folgen wir Fredi, der uns obendrein auch noch den Eintrittspreis gespendet hat. Neben dem ansteigenden Weg kommen wir der Wasseraustrittöffnung bei der senkrecht abfallenden Felsformation immer näher – wir erfahren, dass 2 – 6 m3 Wasser jede Sekunde hier zutage tritt. Nun werden die Stufen immer steiler und wir treten durch einen Felstunnel in die innere Schlucht ein. Aus Texten auf Orientierungsstafeln erfahren wir, dass für das Wegprofil 22000 Sprengungen à je 2.5 kg Dynamit zur Anwendung kamen. Nach oben wie auch nach unten werden ausgespülte Felsformationen, gebildet durch den Wasserlauf, mit riesigen Höhendifferenzen, sichtbar. Massive Geländerkonstruktionen schützen vor Abgründen und lassen eine gewisse Sicherheit aufkommen. Der Schallpegel, verursacht durch die stürzenden Wassermassen, ist enorm. Die Dunkelheit im Schachtlabyrinth wird etwas durch die Wegbeleuchtung verdrängt. Aber weit über der Wasserrinne scheint wohl die Sonne, die keine Düsterheit aufkommen lassen will. Wir müssen immer wieder innehalten – nicht nur, weil die Stufen sehr hoch sind, nein – jeder Augenblick lässt uns das alles zum Erlebnis werden. Nach geraumer Zeit verlassen wir das Labyrinth und sehen beim Ausstieg, wie weit wir uns über der Talsohle befinden. Auf einem lichten Waldweg steigen wir wieder zum Ausgangspunkt hinunter. 

Nun beginnt eigentlich erst die Tageswanderung – mit einem Aufstieg nach der Schwarzwaldalp, etwa 80 Meter höher gelegen. Der durch die wunderschöne Alpenflora führende Kiesweg lässt uns dabei sehr seltene Alpenblumen erblicken. Der hochgewachsene Türkenbund befindet sich in einer farblich abgestimmten und harmonisch beeindruckenden Pflanzenvielfalt. Da wird der Wunsch geäussert, dass von den Pflanzenarten bei jeder Wanderung nur wenigstens eine neue erkannt und beim Namen benannt werden müsste! So kann der eigene Reichtum auf eine andere Art vermehrt werden – nämlich in einer qualitativen Hinsicht.

Die Schwarzwaldalp (1455 m.ü.m) wird mit dem Postauto von Meiringen erschlossen – hier befindet sich die Endstation. Trotzdem warten wir hier auf eine andere Transportverbindung, die aber über eine mit Fahrverbot belegte Bergstrecke nach der grossen Scheidegg (und danach hinunter nach Grindelwald) führt. Der Kurs wird nur wenige Male pro Tag mit einem Postauto angeboten. Das ermöglicht uns bis zur Weiterfahrt eine Verpflegungspause. Die Einen finden den Weg ins nahe gelegene Restaurant – die Andern durchsuchen ihre Rucksäcke nach den mitgebrachten Gaumenfreuden. 

Über die schmale Bergstrecke werden wir durch eine Chauffeuse gefahren, die ihr Job gekonnt ausführt. Auf dem Pass (Grosse Scheidegg, 1962 m.ü.m.) verlassen wir den Touristenbus. Leider sind die aufsteigenden Nebelschwaden Sicht behindernd und lassen die umliegenden, hohen Berge nur in kurzen Blickfenstern erhaschen. In unmittelbarer Nähe befindet sich das Wetterhorn – wenn die Spitze die Sicht frei gibt, sehen wir wie gross der Berg in Erscheinung tritt. Beinahe senkrecht muss sich der Blick erheben, wenn wir uns an den Felsplanken emportasten wollen. Etwas weiter südlich steigt die Eigernordwand aus einem Nebelloch. Daneben befindet sich der Grindelwaldgletscher. Wir aber steigen zum First der grossen Scheidegg auf und müssen uns um 180° drehen, um weiter die sich öffnenden, nebelfreien Zonen auf die Bergwelt, zu nutzen. Nun scheint die ganze Flora eine rötlichen Stich abzubekommen; das Alpengewächs setzt sich aus verschiedenen, niederen Büschen und Sträuchern zusammen. Darunter befinden sich kleine Föhrenarten, Erika- und Heidelbeergewächs, aber eben auch die Landschaft bemalenden Alpenrosen, die nun voll in ihrer Blüte stehen. So sind sie unsere treuen Begleiter auf dem Höhenweg zurück nach der Schwarzwaldalp. Auch die Rinder, denen die Sömmerung auf diesen herrlichen Matten zuteil kommen wird, schauen interessiert unserer Wandergruppe mit Neugier entgegen. Auf den schmalen Alpwegen lassen sie dann den Dung liegen und es ist uns überlassen, wie wir die fliegenübersäten Fladen überwinden lernen. Nun hat sich eine Nebeldecke gebildet, die alle Berggipfel einzuhüllen droht. Unser Vorstellungsvermögen wird nun gefordert: Gegenüber liegt das Wetterhorn und die Engelshörner. Schon ihre Konturen würden uns beeindrucken können. So bemühen wir uns der Phantasie und freuen uns an den sichtbaren Alpenweiden. Am Ende des Höhenweges gönnen wir uns eine weitere Verpflegung aus dem Rucksack, dann führt uns der Weg wieder hinunter.

Nur selten sind Wanderer anzutreffen, die Kühe und Rinder mit und ohne Hörner sind aber allgegenwärtig. Sie versperren uns den Weg, indem sie ihn liegend queren – unser Nahen stört sie nicht! So steigen wir über sie hinweg, so wie es eben geht. Trotzdem kommen wir weiter und es liegt noch „ein Auftanken“ in der Brochhütte drin (1505 m.ü.m.). Trotz vergangenen Regenschauern ist unser Weg meist gut begehbar, den wir nun über Matten und Felder, aber auch durch Wälder fortsetzen. Bei Gschwandenmaad erreichen wir wieder die Strasse, direkt bei einer Postauto – Haltestelle. Sie liegt unterhalb von Rosenlaui und schon 5 Minuten nach unserem Eintreffen werden wir die bequeme Talfahrt mit dem Postauto nach Meiringen antreten. 

Wieder zurück in der „zivilisierten Welt“ finden wir beim Bahnhof noch genügend Sitzgelegenheiten in einer Gartenwirtschaft, wo wir den Tag mit allfälligen Gelüsten nach Süssem abschmecken können. Die Zentralbahn führt uns in ca. 70 Minuten nach Luzern, wo wir gleich einen Anschlusszug nach Zug / Zürich besteigen können. Nach einer hochinteressanten Wanderung ohne Regen, mit vielen Eindrücken bereichert, möchten wir uns bei Fredi wiederum herzlich bedanken. Alle, die nicht teilnehmen konnten, haben sicher einen wunderbaren Tag mit vielen Höhepunkten verpasst. Fredi wird uns aber auch weiterhin mit seinen Wanderungen zu anderen interessanten Zielen führen – besten Dank zum voraus!

Fotos: Jörg, Werni, Annelies, Hane

 

Karte 1. Teil

Karte 2. Teil

Dienstag 25. Juni – Flüelen-Wildheuerweg-Eggberge

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Jun 262019
 

Tagesbericht: Hane

Moderate Abfahrtszeit und strahlender Sonnenschein aber trotzdem eine turbulente Tour mit Happyend. Am letzten Freitag ging es los als Fredy feststellte, dass der Wildheuerweg noch geschlossen war. Routiniert wir er aber ist hat er sofort eine neue Tour im selben Gebiet ausgearbeitet und die Gruppe via elektronische Medien entsprechend informiert. Es standen dadurch etwa 200 Höhenmeter weniger auf dem Programm, was ja angesichts der gesponnen Temperaturen nicht ungelegen kam. Einen Tag vor der Wanderung hat er dann aber festgestellt, dass der Weg doch geöffnet war und das Programm wieder zurück geändert.

So weit so gut, aber dann spielt uns die SBB einen Streich. Der Zug von Birmensdorf nach Zug hatte 20 Minuten Verspätung. Das hiess dann für uns: In Steinhausen aussteigen und auf den nächsten Zug warten. Max und Geri die von Zürich nach Zug fuhren wurden per Handy informiert. Max wartete angeblich in Flüelen und Geri in Zug. Geri hat uns in Zug nicht gesehen und einfach gewartet, Max hat nach geraumer Zeit angerufen, dass er nicht in Flüelen warte, weil der Zug dort gar nicht gehalten hatte 🙂 

Geri stiess dann halt mit einer halben Stunde Verspätung in Oberaxen dem Startpunkt der Wanderung zu uns. Max hat eine Zugsreise via Bellinzona zurück nach Arth Goldau und schlussendlich nach Flüelen gemacht. Er hat die Tour in der Gegenrichtung gestartet und uns tatsächlich bei der Mittagsrast im Gebiet von „Unter Hüttenboden“  getroffen.

Wie bereits erwähnt starteten wir in Oberaxen, das von Flüelen aus mit einer ziemlich abenteuerlichen Schwebebahn erreicht werden kann. Das Restaurant mit der fantastischen Aussicht kannten wir von unserer Tour im Mai 2017 als wir von Morschach nach Oberaxen wanderten.  Wie nahe Freud und Leid zusammen sind musste die Wirts-Familie Luthiger-Gisler im Sommer 2016 erfahren. Der Vater Sepp Gisler stürzte am 31. Juli 16 beim Heuen zu Tode während seine Tochter einen Tag darauf ein Mädchen zur Welt brachte (Dok-Film von SRF: Geschichte einer Wildheuer-Familie).

Jetzt endlich zur Wanderung: Der gut ausgebaute Weg führte uns grösstenteils resp. glücklicherweise durch bewaldetes Gebiet zum ersten Zwischenhalt bei der Alp Franzen. Es begrüssten uns dort neben dem Älpler vor allem Ziegen und ein Hund die uns den salzigen Schweiss an den Beinen abschleckten. Von einem Aussichtspunkt aus hatten wir eine traumhafte Aussicht über den Vierwaldstättersee mit Seelisberg, dem Nieder- und Oberbauen sowie im Hintergrund den Brisen, Windgällen und Uri Rotstock.

Nach einer weiteren Stunde Fussmarsch und 100 Höhenmetern aufwärts erreichten wir den „Unter Hüttenboden“ und wie erwähnt trafen wir hier erfreulicherweise auf Max. Somit war die Gruppe mit zwei Damen und dreizehn Männern vollzählig. Nach einer ausgiebigen Mittags-Pause ging es dann aber wieder happig bergauf. Ein Teil der Gruppe hatte sich entschieden eine kleine Abkürzung Richtung Eggberge zu nehmen, während der Grossteil den Weg via Fläschsee und Hüenderegg wählte. Wieder ein Teil der Gruppe liess es sich nicht nehmen in den Militärbadhosen im Fläschsee ein Bad zu nehmen.

Weiter ging es auf die Hüenderegg, wo uns wieder ein Prachtspanorama erwartete. In der Ferne der Chinzigpass, der Klausenpass, das Schächental sowie die Schächentaler Windgällen. Der Umweg hat sich sicher gelohnt, obwohl die Temperaturen Rekordhöhen erreichten. Der Abstieg war dann wirklich locker, ca. zwei bis drei Kilometer 400 Höhenmeter bergab bis zur Ortschaft Eggberge.

Dort trafen wir dann auch wieder auf den Rest der Gruppe die auf der Terrasse des Restaurant Eggberge den Wasserverlust wieder ausglich. Die Dessert-Auswahl war etwas dürftig, dafür umso teurer. Güx hat jedenfalls gemeint, dass man bei diesem Preis den Teller mit nach Hause nehmen könne.

Im Bericht von der letzten Wanderung vom 11./12. Juni konnten wir lesen, dass die einzige Frau im Team verdonnert wurde den Bericht zu schreiben. Sie hat es aber so gut gemacht, dass wir uns freuen wenn sie diese Aufgabe wieder einmal übernimmt.

Ein Kollege hatte übrigens noch gefragt, warum im Büro für Gleichstellungsfragen praktisch nur Frauen arbeiten. Die Antwort ist so etwas von logisch ……. weil sie billiger sind 🙂

 

Fotos: Föns, Hane

 

Karte