Dienstag 12. März: Rorschach – Heiden- Walzenhausen

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Mrz 122019
 

Tagesbericht: Hane

Die dritte Wanderung führte die vierzehn TeilnehmerInnen ins Bodenseegebiet. Fredy unser Tourenleiter der gemäss eigenen Aussagen unter einer Leder-Allergie leidet ist es wieder gelungen eine abwechslungsreiche Tour zusammenzustellen. Speziell ist vor allem, dass er seit Neuestem offensichtlich einen direkten Draht zu Petrus besitzt, er hat es nämlich geschafft den einzig schönen Tag innerhalb von ca. zwei Wochen auszuwählen 🙂

Die SBB führte uns incl. zwei Mal umsteigen in ca. eineinhalb Stunden an den Startort Rorschach. Bereits nach einer Viertelstunde Fussmarsch kamen wir zu einem recht exklusiven Best Western Hotel wo wir erwartet wurden und uns mit Café und Gipfeli verpflegen konnten. Nach der Verpflegung begann dann der moderate Aufstieg durch das „Wienacht Tobel“ vorbei an Schwendi und der Ortschaft Wienacht. Von da aus konnten wir in der Ferne bereits Heiden unser Mittagessen-Etappenort erkennen.   

Warum es sich um eine Panorama-Wanderung handelte wussten wir schon nach den ersten paar Metern. Die Aussicht nach Norden mit dem Bodensee war ausgesprochen scenic. Richtung Nordwest Arbon, Romanshorn und in der Ferne Konstanz, Richtung Nord auf der anderen Bodenseeseite Friedrichshafen, Richtung Nordost Lindau, Bregenz mit dem Pfänder und im Vordergrund Altenrhein mit dem Flugplatz.

Trotz des schönen Wetters und des blauen Himmels sorgte der eisige Wind dafür, dass es uns nicht zu wohl wurde. Nach etwas mehr als zwei Stunden erreichten wir dann das malerische „Heiden“ das wir vor vier Jahren bei der Ost-West-Tournee einmal als Umstiege-Ort kennen lernten. Im Hotel Krone wurden wir erwartet und sehr sympathisch begrüsst. Die Essens-Auswahl war vielseitig, das Essen selber ausgesprochen gut und im Vergleich zu unseren heimatlichen Gefilden auch sehr preiswert.   

Anschliessend führte die Wanderung immer etwa auf der gleichen Höhe (+- 700 MüM) zuerst nach Wolfhalden und von dort abwärts zum Zielort Walzenhausen. Speziell war, dass sich der Weg „Witzweg“ nannte. Das heisst alle paar Hundert Meter kamen wir zu einer Tafel auf der ein Witz in einer unverständlichen Sprache (appenzöllerisch) geschrieben stand. Glücklicherweise fand sich auch meistens eine Übersetzung ins hochdeutsche. Allerdings haben uns diese Witze nicht unbedingt vom Sockel gehauen, einer hat mir aber gefallen – Zwei Personen sitzen in einem Gefängnis auf einem Bänklein und der Eine fragt den Anderen: Du was ist eigentlich der Unterschied zwischen „im Prinzip“ und „effektiv. Darauf hat der Angesprochene geantwortet: „Im Prinzip hocken wir auf einer Bank aber effektiv sind wir im Gefängnis“.

Nach ca. zwei Stunden Wanderung konnten wir uns abschliessend in Walzenhausen in der Konditorei „Bahnhof“ mit Kafi Lutz/Bier und Süssigkeiten verpflegen. Die Bergbahn brachte uns von Walzenhausen nach Rheineck und die SBB von dort zurück ins Säuliamt. Übrigens noch zur Leder-Allergie von Fredy:  Immer wenn er am Morgen mit den Lederschuhen an den Füssen im Bett aufwacht hat er Kopfschmerzen 🙂

Last but not least: Herzliche Gratulation an Güx, er hat den „Engadiner“ in der Zeit von 2:29h beendet und damit seine Alters-Kategorie (1939-1943) gewonnen. Hut ab der „alte Mann“ wie er sich selber nennt ist einfach nicht unterzukriegen. 

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Fotos: Werni, Föns, Annelies, Hane

 

Mittwoch 27. Februar – Berikon (Mutschellen) – Baden

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Feb 282019
 

Tagesbericht von Max Müller

Heute, im Februar, geniessen 13 Wanderbegeisterte (darunter 2 Frauen) bei Temperaturen um 15° C das herrliche Frühlingswetter; zwar liegen die morgendlichen Messungen noch um den Gefrierpunkt, aber schon die Durchsage am Radio erstaunt: Uetliberg um 7,00 h meldet 9° C und noch erstaunlicher: die Nullgradgrenze steige an diesem Tag auf 3700 müM an! 

Wir treffen uns direkt in Berikon (Mutschellen), wo uns die wohlverdiente Starthilfe zuteil wird (Kaffee und Gipfeli). Doch der Sonnenschein lockt uns schon bald zum Aufbruch – Richtung Norden verlassen wir Berikon. Im Aufstieg zum Hasenberg konnten wir schon bald wahrnehmen, dass eine bis zwei Schichten der Morgenbekleidung überflüssig geworden sind. Je höher wir aufsteigen, desto beeindruckender erscheint uns das Alpenpanorama – bei ausgesprochen guter Fernsicht. Zwischen Osten und Westen erheben sich Randen (SH), das Säntisgebiet, die Glarner- und Urnerbergspitzen bis zu den Berneralpen – die meisten Massive in strahlendem Weiss. Wir unterbrechen mehrmals unsere Wanderung, da der Rundblick als ein „aussergewöhnliches Erlebnis“ empfunden wird. In dieser tragenden Stimmung öffnet sich in der Höhenlage von ca. 700 müM das östlich gelegene Limmattal mit dem nahe gelegenen Dietikon und dem „ännet der Limmat“ gelegenen Hügelzug mit dem Altberg, welcher uns an die vorletzte Wanderung erinnern lässt. 

Beim Waldhof betreten wir das erste Waldstück, das uns zum Heitersberg führt (787 müM). Hier weist uns ein Wegweiser auf einen Stein hin, der ca. 80 m von der Waldstrasse entfernt liegt. Er entpuppt sich als „Nagelfluh – Felsbrocken“, dessen Geschichte aber nirgends nachzulesen war. Zurück auf dem Weg, steigen wir zu eine Waldlichtung ab, die mit einer Moorlandschaft beginnt und zum grössten, nur auf Aargauer Boden liegenden See führt. Der noch zugefrorene Egelsee (Länge etwas mehr als 100 m), gilt als lokaler Ausflugsort, der insbesondere in der Sommerzeit zu den Grillstellen einlädt. 

Beim nachfolgendem Aufstieg finden wir den „Sennhof“, einen Weiler, der uns zur gegenüberliegenden Seite des Hügelzugs führt. Der folgende Panoramaweg bietet uns den Ausblick nach Westen: vom Schwarzwald über die ganze Jurakette bis hin zu den Berneralpen. Auch da bestaunen wir die Weite, die uns die Landschaft präsentiert. Dann wiederum die Passage durch den Wald zur Ostseite, wo Spreitenbach vor uns liegt. Beim Restaurant Heiterberg müssen wir vorbeiziehen, da es erst um 17.00 h öffnet. Wir sehen aber auch ein, dass das Gasthaus im Tagesablauf unserer Wegstrecke zu früh angetroffen wird (Zeit: 11.00 h), und wir so noch eine Stunde weiterwandern wollen. Auf Wald- und Panoramasichtwegen am Waldrand gelegen, passieren wir den Chrützliberg und erreichen schon bald unser „richtiges“ Restaurant Rüsler. Es liegt etwas unterhalb des Grates. Durch das Tor eingetreten, finden wir eine aussichtsreiche Sonnenterrasse, weit über der Autobahnraststätte Würenlos gelegen. Mit aller Deutlichkeit nehmen wir die Verkehrsströme wahr (Menge und Lärm), denn der Schall wird wie in einem Amphitheater von der Talsohle nach oben getragen. Trotzdem geniessen wir mit einem erhabenen Blick die Übersicht über das Limmattal, bevor wir in die Verpflegungsstätte eintreten. An einem vorbereiteten Längstisch dürfen wir uns niederlassen. Die reichhaltige Speisekarte erschwert uns den Entscheid der Wahl auf ein Mittagessen; trotzdem alle ihre Lieblingsspeisen bestellen, wird das lecker zubereitete Essen schon bald serviert. Und das in keinesfalls bescheidenen Portionen – was da „eine halbe Portion“ sein sollte ist hier eine überaus Reichhaltige! Gerne lassen wir uns hier Verwöhnen, sehen aber ein, dass eine Nachspeise „ein Zuviel“ bedeutet hätte. So bleibt es beim beliebten Kaffee.

Der weitere Weg durch bewaldete, gut begehbare Pfade verbindet uns mit dem letzten Abschnitt der Tagestour: den Teufelskeller (über westlichem Gemeindegebiet von Baden). Was im Wort erschreckend wirkt, ist in Wahrheit imposant! Hier durchschreiten wir ein Naturreservat, das über der Stadt liegt. Das seit 50 Jahren nicht mehr bewirtschaftete Waldstück lässt uns geologische Formationen bewundern, die sich wie baumhohe Säulen aus Nagelfluh auftürmen. Die angetroffen Überreste aus urfernen Zeiten erklären auf den Infotafeln unter dem Thema „Baden und Natur“, dass auf einer Süsswassermolasse die Mergel- und Nagelfluhschichten durch Erosion und Untergrundbewegungen zu den heute sichtbaren Gebilden geführt haben. Dazwischen liegen dicke Baumstämme, von sehr altem Gewächs, die z.T. quer über dem ganzen Taleinschnitt liegen. Sie bilden „Brücken“, brechen aber auch ein, denn die Holzfäule lässt auch meterdicke Stämme verrotten. Wir sind froh, dass für uns auf dem Waldweg keine Hindernisse angetroffen wurden, denn da wird „die Ordnung“ gewahrt. 

Der Abstieg zur Stadt führt beinahe direkt zum Zentrum beim alten SBB – Bahnhof. Wir überqueren die Geleise auf einem Fussgängersteg. Auf dem Weg durch die Innenstadt werden wir den neuen Bahnhof finden, aber vorher bieten sich uns freie Tische vor einem Restaurant im Bereich der Fussgängerzone an, wo wir unsere Beine nicht hochlagern, aber entspannen können. Zudem brauchen wir etwas Flüssigkeit, die uns durch die warme Temperatur entzogen wurde.

Die länger werdenden Tage lassen uns noch bei Tageslicht nach Hause kommen. Ein weiterer, wunderschöner und interessanter Tag findet so seinen Abschluss. Fredi, es ist wirklich toll, dass wir auf solche Erlebnisse nicht verzichten müssen – herzlichen Dank ein weiteres Mal.

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Fotos: Hans Jahn, Hane

 

Dienstag, 12. Februar Sankt Antönien – Pany

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Feb 142019
 

„Von Pany nach Sankt Antönien“ – wieder einmal so eine nichts sagende Affiche für eine Wanderung und dann noch eine Wettervorhersage die nicht gerade ermutigend klang. 11 Wander-Freunde bzw. eine -Freundin hatten aber trotzdem volles Vertrauen in Fredys Planung  und sie wurden nicht enttäuscht, es war eine Super-Wanderung an einem Super-Tag.

Die Anreise erfolgte mit der Bahn via Landquart nach Küblis und von dort mit dem Postauto nach Sankt Antönien. Der erste Wermutstropfen war dann allerdings, dass das Restaurant unmittelbar bei der Postauto-Haltestelle nicht berücksichtigt wurde. Es hiess sofort Säcke aufnehmen und los marschieren. Schon während der Fahrt mit der ÖV hatten wir festgestellt, dass Unmengen von Schnee auf den Dächern und am Boden lag, zB war vom Friedhof bei der Kirche in Sankt Antönien nichts mehr zu sehen.

Der erste Kilometer der Wanderung führte einer schneebedeckten Strasse entlang bergwärts und schon bald zum Restaurant Michelshof einem 300jährigen Walserhaus. Dort begrüssten uns einige Bernhardiner-Hunde die einen Mords-Krach veranstalteten. Die Gaststube mit einem ebenfalls etwa 300jährigen Kachelofen war echt gemütlich und unser Erscheinen war vorangekündigt, somit war sichergestellt, dass es zu den Getränken auch Gipfeli gab.

Von da mussten wir nochmals auf die erwähnte Strasse zurück aber schon nach wenigen Minuten kam die Abzweigung auf eine Skipiste. Nach der Überquerung der Skipiste sowie des Skilifts kamen wir dann auf einen mit einem Pistenfahrzeug präparierten Weg und von da an erlebten wir Natur pur. Der Weg auf dem die Einten mehr und die Leichteren weniger im Schnee einsanken führte uns durch tief verschneite Wälder und über Wiesen die nur erahnt werden konnten. Die Wegweiser befanden sich ungefähr auf Kniehöhe, die diversen Ruhe-Bänklein konnten nicht genutzt werden, waren sie doch auch im Schnee vergraben.

Nach ca. eineinhalb Stunden erreichten wir dann unser nächstes Zwischenziel die Bodähütte oberhalb Pany. Unser umsichtiger Tourenleiter hatte natürlich dafür gesorgt, dass die Hütte, die am Dienstag eigentlich geschlossen wäre, für uns geöffnet wurde. Wir konnten uns mit Gerstensuppe a discretion und Schüblig verköstigen.

Am Wegweiser vor dem Restaurant hatten wir festgestellt, dass es bis nach Pany nur noch etwa eine Stunde Weg ist und erst noch bergab. Wir hatten aber die Rechnung ohne den Wirt resp. Fredy gemacht, der hatte noch einen happigen Aufstieg in der Planung. Es standen noch ca. 200 Höhenmeter „obsi“ und anschliessend ca. 500 Höhenmeter „nidsi“ auf dem Programm. Aber auch dieser Umweg hat sich gelohnt, die tief verschneite Landschaft war schlicht ein Erlebnis. Last but not least landeten wir im Restaurant Güggstein bei der Skilift-Talstation in Pany und konnten den Super-Tag Revue passieren lassen.   

Die Heimreise war wie gehabt via Küblis, Landquart und Zürich HB. Speziell erfreulich war, dass Franz Brunner der Blumen-Fachmann wieder dabei war und die ganze Tour schmerzfrei mitmachen konnte. Toi toi toi Franz und dank Deinem Fachwissen weiss ich jetzt auch das ein Köchel-Verzeichnis nichts mit Kochen zu tun hat 🙂

 

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Fotos Werni, Föns, Annelies, Hane

Mittwoch 23. Januar – Weiningen-Altberg-Wipkingen

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Jan 252019
 

Tagesbericht: Max Müller

Die Voraussetzungen für das Wandern im Januar zeigen sich unterschiedlich; dieses Mal hat es weder geschneit, noch lag Schnee auf dem Weg! Bei sonnigem, aber etwas dunstigen Wetter trafen wir uns bei der Linde in Weiningen, die einen etwas verspätet, weil der Zug zu spät ankam und der Bus zu früh weg fuhr. Eine Stammgruppe von 10 Wanderern, in Anwesenheit von zwei Hunden, liess das „Restaurant Linde“ in Weiningen links liegen und stieg über mehrere Treppenabschnitte bis zum herrlichen Panoramaweg, etwa 100 m über dem Dorf liegend, hoch. Alle sind froh, dass Fredi uns auch dieses Jahr 24 Tagestouren mit seinem Jahres – Wanderprogramm 2019 ermöglichen will. Motto: Panorama – Jahresthema; eine mitreissende Voraussetzung, um bei möglichst vielen Wanderungen dabei sein zu können!

Auf unserer ersten Panorama – Strecke, die uns Richtung Geroldswil führt, sind die Sichtverhältnisse in die Berge leider nicht gegeben – umso intensiver werden im Gespräch die „jüngsten Lokalereignisse“ weitergegeben, aber auch die vergangenen, gemeinsamen Wanderungen nochmals aufgefrischt. Zwischen Reben und Wald, aber auch auf allen anderen, heutigen Wegstrecken, finden wir eine gefrorene Terrainunterlage vor. Der zweite Aufstieg, zum Altberg, wird mit der „Aussicht“ auf Kaffee und Gipfeli, relativ zügig erreicht. Trotzdem sind auch hier diverse Treppentritte bis zur Anhöhe zu bewältigen. Vor uns taucht der Aussichtsturm auf dem Hügelgrat auf, was bedeutet, dass der Umweg über die Turmplattform erste Priorität hat. Auch hier sind nochmals 147 Treppentritte, bis ganz nach oben, zu bewältigen. Die Plattform liegt auf 660 müM. Panoramatafeln verraten uns die gute Fernsicht, die von hier aus möglich wäre, auf. Wir begnügen uns an der näheren Umgebung – im Norden Buchs, Boppelsen, Otelfingen, gegen Süden das Limmattal mit Dietikon, Spreitenbach und Killwangen.

Nun ist es an der Zeit, uns den verdienten Kaffee zu genehmigen: im holzverschalten Berghaus wird es möglich, bei einem Kaffee-fertig die Gliedmassen zu erwärmen. Der Aufbruch steht im Zeichen der Wegstrecke bis zum Restaurant Grünwald (Zürich Höngg); sie soll bis zum Mittagessen erreichbar sein. Auf den Wegen durch den Wald werden wir von der Sonne begleitet, da sie uns „den Durchblick gewährt“ und keine Blätter sie verhüllen können. Bei der meist ebenen Wanderstrecke auf dem Grat passieren wir den Gubrist ohne Tunnel, aber in der Querrichtung zum Portal. Auf der idealen Frühjahrs – Wanderung erreichen wir flugs unser Mittagsrestaurant Grünwald (Übergang der Strassenverbindung von Regensdorf nach Höngg). Hier ist vorgesorgt für uns – eine separate Tischreihe wartet auf uns in der stubenartigen Essecke. Die Menukarte ist reichhaltig und alle finden den ihnen entsprechenden Essensteller, begleitet von einem „guten Winzersaft“. Wir nehmen uns Zeit und verlassen das Restaurant erst spät, denn der vor uns liegende Weg nach dem Waidberg ist in einer kurzen Zeit zu bewältigen. An einem der schönsten Orte mit Aussicht über die ganze Stadt Zürich liegt das Restaurant Waid, das den Abschluss eines weiteren Panoramawegs bildet. Von hier bis zum Bucheggplatz liegt noch eine 1 Kilometer lange Wegstrecke vor uns, die sich aufteilt in verschiedene Fährten; wir entscheiden uns für den Waldweg und kommen bei der Waidburg wieder in das urbane Gebiet. Der Tag ist immer noch „jung“ – wir möchten zum Abschluss noch eine Raststätte besuchen. Aber wo….? Auf der Suche nach dem Restaurant Guggach fanden wir an dieser Stelle nur noch…..Büros! Auch ein weiteres Restaurant hatte seine Pforten verschlossen (Abbruchobjekt). Was vor noch nicht einmal 20 Jahren üblich war (Begegnungszentrum) ist hier neu überbaut. 
Es blieb uns keine andere Lösung offen…. und wir bestiegen den Bus nach dem Goldbrunnenplatz, um unser Vespertrunk doch noch geniessen zu können. Was wir auf unseren Wanderungen meist finden, sind Gaststuben, in denen wir verweilen können. In der Stadt Zürich wird das zum Problem…

Herzlichen Dank Fredi für diese stadtnahe, erste Winterwanderung im Jahr 2019. Du hast ja 4 Wanderungen auf den Mittwoch verschoben. Grund:…..Die Beizen sind sonst geschlossen! Dem wollen wir entgegenhalten und besuchen auch in der kommenden Saison alle offenen Trink- und Speiselokale. 🙂 

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Fotos Werni, Föns

 

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Das Wanderjahr 2018 – Motto: „Wanderungen am Wasser“

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Nov 212018
 

Gemäss Planung waren es 373 Kilometer, 112 Stunden Wanderzeit, 12‘681 Höhenmeter bergauf und 15‘593 bergab. Das Sidelhorn war mit 2‘761 MüM der höchste Punkt.

Ein Prachtsjahr, viel Sonne, sehr heiss und praktisch null Regen. Wasser haben wir trotzdem an unterschiedlichen Orten und in unterschiedlichen Ausprägungen zu Gesicht bekommen, zB:  

  • Der Eisskulpturenpark Schwarzsee.
  • Die Rheinsalinen in Riburg sowie die Salzwassertherme in Rheinfelden.
  • Beatushöhlen am Thunersee.
  • Vom Rheintal, via Taminaschlucht nach Bad Ragaz (vom Bergbach zur Thermalquelle).
  • Die vielen Wasserfälle im Madranertal.
  • Die Oberengadiner Seen.
  • Der wichtigste Wasserscheidepunkt des europäischen Festlands auf dem Pass Lunghin. Das Wasser fliesst da nach Norden in den Atlantik, nach Süden ins Mittelmeer und nach Osten ins schwarze Meer.
  • Die vielen Seen im Gotthardgebiet.
  • Die bekannte 5-Seen-Wanderung im Pizolgebiet.
  • Die Grimselwerke und anschliessend die steilste Cabriobahn zum Gelmersee.
  • Das Lauterbrunnental mit den imposanten Wasserfällen und natürlich den Trümmelbachfällen die sich grösstenteils im Berginnern einen Weg gesucht haben.
  • In St. Leonard der grösste unterirdische See in Europa.
  • Die Moorgebiete rund um Einsiedeln und Rothenthurm

Seit dem Besuch der Rheinsalinen wissen wir auch was die Aufgabe eines Bohrlochbetreuers ist. Zudem haben wir auch festgestellt, dass man vom Wallenstadtberg nach Quinten auf einem ganz moderaten Weg und nicht zwangsläufig in einer überhängenden Regenrinne wandern kann  🙂 

Die Wanderung „Rund um den Hallwilersee“ war die einhundertste Wanderung die Fredi seit 2014 im Rahmen des Mottos „Quer dur d’Schwyz“ organisiert hatte. Wenn wir davon ausgehen, dass die Vorbereitung für eine Wanderung etwa einen halben Tag in Anspruch nimmt, entspricht dies fast zwei Monaten Aufwand. Kommt dazu, dass bei vielen Wanderungen noch ein Abstecher oder eine Besichtigung eingestreut war.

Hut ab und ein grosses Dankeschön.

Wir freuen uns auf das hoffentlich wieder stattfindende Abschlussfest in Hedingen mit der Video-Vorführung von Werni und die Präsentation der Wanderpläne 2019 von Fredi.

 

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Dienstag 6. November Einsiedeln – Rothenthurm

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Nov 082018
 

Tagesbericht Hane

Der Start der Abschlusswanderung in diesem Jahr war im Klosterdorf Einsiedeln und führte zuerst durch das Langlauf-Paradies vom Schwedentritt. 14 Wanderer, eine Wanderin sowie zwei Vierbeiner wollten es nochmals wissen und wurden vom Wandertag einmal mehr nicht enttäuscht. Enttäuscht wurde aber wer gehofft hatte, dass es dieses Jahr wenigsten einmal regnet. Der Herr Fön sorgte für sehr angenehme Temperauren und zeitweise blauen Himmel.   

Dank der kurzen Anreise hatten wir auch genügend Zeit für Wirtschaftskunde resp. den Besuch in den Wirtschaften. Die Konditorei Schefer am Bahnhofplatz kannten wir von früheren Wanderungen und es war daher nur naheliegend, dass wir uns dort vor dem Start mit Café und Gipfeli verköstigten.

Nach ca. einer halben Stunde hiess es dann Säcke aufnehmen und loslegen. Der asphaltierte Weg führte uns zuerst zum Kloster und von dort auf der alten Etzelstrasse zum Galgenchappeli. Die Besichtigung liessen wir aber aus, weil wir auf unserer Nord-Süd-Wanderung im April 2015 da vorbei kamen und wussten, dass dies in früheren Jahrhunderten eine Hinrichtungsstätte war. Der Weg führte uns als Nächstes zum Moorgebiet Schwantenau und von dort am Kantonsgefängnis Schwyz vorbei Richtung Biberbrugg. Dort mussten wir einen kleinen mühsamen Umweg in Kauf nehmen, weil der Bach (Alp), die Strasse sowie das Bahntrasse überquert werden mussten.

In Biberbrugg war in der Pizzeria „Post“ das Mittagessen angesagt. Es erwartete uns eine vielseitige Speisekarte, freundliches Personal und moderate Preise. Dass beim Essen einer der Kollegen zu einer Kollegin gesagt hatte, „Du bisch au vill läufig“ führte zuerst zu etwas Verwirrung, bis dann klar war, dass er „viel zu Fuss unterwegs“ gemeint hatte. Nach dem Essen musste Geri sich leider  verabschieden, er hatte vor zwei Wochen den Fuss verstaucht und die Schmerzen waren offensichtlich doch grösser als beim Start erhofft.

Der Weg führte uns dann wieder an einem kleinen Moorgebiet (Witi) vorbei, dann die Überquerung der Ratenpass-Strasse sowie des „Bibers“ einem Bach der irgendwo oberhalb Rothenthurm entspringt. Weiter ging es an riesigen Moorgebieten vorbei und mehr oder weniger der sogenannten Finnenloipe entlang die sich von Rothenthurm bis nach Schwyzerbrugg erstreckt (20KM-Rundkurs). Die Langläufer in der Gruppe kannten diese Strecke natürlich aus dem ff und haben vermutlich die Kollegen genervt, weil sie immer wieder hören mussten „gsesch da gaht Loipe dure“.

Leider war die einzige Beiz an der Strecke das „Steistoss Stübli“ geschlossen und wir mussten den Kafi Luz auf später verschieden. Schon bald war in der Ferne die markante Antonius-Kirche von Rothenthurm in Sicht. Wenn wir Rothenthurm hören denken wir sicher immer an die Volksabstimmung „zum Schutz der Moore“ von 1987 zurück. Gemäss Presse war es eine politische Sensation, dass die Initiative angenommen wurde und dadurch der geplante Waffenplatz in Rothenthurm verhindert werden konnte.

Dass wir in Rothenthurm zielstrebig an zwei offenen Restaurants vorbei liefen, war etwas beunruhigend, doch erfreulicherweise war da noch der Adler und da konnten wir unsere Wirtschaftskunde mit einem Kafi Luz abrunden. Zurück in heimatliche Gefilde ging es über Arth Goldau und Zug wo wir zur Abwechslung bereits gegen 18h ankamen.  

Fredy einmal mehr ein geniales Wanderjahr besten Dank für Deine immer perfekte Organisation. Dass hie und da ein Restaurant geschlossen war, wollen wir Dir nicht anlasten  🙂 . Du hast ja bereits angedeutet, dass Du noch viele Ideen für weitere Touren hast, also freuen wir uns jetzt schon auf’s Wanderjahr 2019. 

Hane: Ich werde gelegentlich noch eine kleine Zusammenfassung machen und zusammen mit der Einladung zum Höck im Januar, wenn es denn wieder geben sollte, auf die Website stellen.  

 

Karte

Fotos Werni, Föns

 

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Dienstag 23. Oktober – Wallis/Suonenwanderung

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Okt 102018
 

Tagesbericht: Max

Bei Dunkelheit fährt um 7.02 h der EC – Zug ab HB Zürich Richtung Wallis, diesmal mit einer reinen Männergruppe (12 Personen). Die Reisezeit beträgt bis Vétroz le Home (bei Sion) gut drei Stunden. Da bleibt viel Zeit für Gespräche. In Bern ist es schon hell und die Sonne scheint. Als wir in Visp umsteigen, bemerken wir die herbstliche Kühle.

Beim Ausgangspunkt unserer Wanderung verlassen wir den Bus und steigen direkt in die Rebberge westlich von Sion ein. Auf z.T. schmalen Wegen, dann wieder auf Strassenabschnitten, bewältigen wir die ersten 150 Höhenmeter und kommen bei malerischen Rebdörfchen vorbei (St. Séverin / Sensine). Vor uns liegt ein Taleinschnitt, d.h., zuerst steil hinunter und dann gleich wieder in die Höhe.

In Vuisse treffen wir auf einen Suonenweg – um Sion herum heissen sie auch Sionnen – in der französischen Schweiz heissen sie zudem noch Bisses. Das sind Wasserleitungskanäle, die über den Rebbergen liegen und für die Bewässerung des Kulturlandes dienen. Gespiesen werden sie von Bergbächen, oder früher auch direkt von Gletscherabflüssen. Zum Bewandern sind diese „Wasserwege“ leicht, denn sie haben wenig Gefälle. Da bleibt auch Zeit, die Landschaft, die Talsohle und die gegenüberliegende Bergkette in ihrer ganzen Schönheit zu geniessen. Die offenen Rebberge mit ihrer Parzellierung werden gut sichtbar; sie sind terrassiert und durch Trockenmauern untertrennt. In die Jahre gekommene Mauern, die ausbrechen, brauchen viel Unterhaltsarbeit, damit sie ihre Funktion auch weiterhin gewährleisten können. Leider werden die neuen Steingefüge zur Stabilität mit Mörtel ausgefugt, was als Heimstätte für die Mauer – Echsen wohl hinderlich ist. 

Auf der Anhöhe von La Muraz bekommen wir die drei Hügel mit ihren Burgen von Sitten zu Gesicht. Etwas unterhalb unseres Weges liegt der Bergsee Lac de Mont d’Orge in einer baumumsäumten Mulde; ein geeigneter Raum für unsere Mittagsverpflegung aus dem Rucksack. Am Uferweg finden wir Bänke – leider schirmen die immer noch dichtbelaubten Bäume über den Sitzgelegenheiten die wärmenden Sonnenstrahlen ab. So entschliessen wir uns schon bald wieder zum Aufbruch.

Wir steigen zum Dorf Ormone auf und durchschweifen die aussenliegenden Neubauten des Ortes (meist Einfamilienhäuser), die auf einer wunderschönen Aussichtsterrasse über Sion liegen. Die Bauweise ist vielfältig und wiederspiegelt den heute individuellen, meist rationalen Baustil (kubisch,sec) und tritt als Polarität zum alten Dorfcharakter der Winzerdörfer auf. Bald schon befinden wir uns auf den Suonenweg im anschliessenden Rebberggelände, neben uns fliesst die offene „Sionne“. Die trockene Witterungsperiode hat meist zur Folge, dass die Bachbette austrocknen – umso mehr sind wir erstaunt über das fliessende Element neben uns. Das Wasser wird in den Lac d’Orge geleitet, da zu dieser Jahreszeit keine Felder mehr bewässert werden müssen.

Der ansteigende Weg führt uns zur „Wasserfassung“ aus dem Bergbach le Drahin, der beim Bergmassiv Pra Roua entspringt. Um den Bergbach überqueren zu können, steigen wir steil zu einer Verbindungsstrasse hoch. Schroffe Felsformationen zeigen sich in diesem interessanten Bereich der Schlucht – beim Blick von der Brücke in das Bachbett erinnern wir uns an die uns bekannten, tiefen Verzascatümpel im Tessin. Ein nochmaliger Anstieg führt zum Dorf Grimisuat hinauf, wieder ein Winzerdorf, wo wohl auch viele Weinbauern und Dorf – Hausbesitzer ihre Liegenschaften, wahrscheinlich „im Eigenbau“ teilrenovieren. Hier finden aufmerksame Wanderer unserer Gruppe eine Restaurantterrasse, wo wir den Rebensaft kosten können.

Der steile Abstieg durch die Reben nach St. Leonard bildet zugleich auch der Abschluss der Tageswanderung. Zum Jahresthema passend, besuchen wir in diesem Ort den grössten, unterirdischen See von Europa: 260 Meter lang, durchschnittlich 23 Meter breit. Die „Grotte“ wurde 1943 entdeckt und ab 1949 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Wir steigen über Treppen in die beleuchtete Höhle hinunter; an zwei Stegen sind vier Pontons befestigt, wovon wir einen besteigen.

Unser Bootsbegleiter rudert uns in einer 30 minütigen Tour durch das langgestreckte Labyrinth und erzählt dabei alles Wissenswerte über die Grotte. Die umhüllenden Felsen bestehen aus Kalk (Marmor), Schiefer und Gips. Auffallend sind die vielen Felsanker in einem Teil der Decke, als „Steinschlagsicherung“ angebracht, da das Wallis in einem Erdbebengürtel liegt. Die Höhle misst etwa 15 Meter Höhe, die Wassertiefe einige wenige Meter. Sie ist auch bewohnt: an der Decke hängen Fledermäuse, im Wasser befinden sich Seeforellen von beachtlicher Grösse (bis zu 80 cm Länge), die vom Bootsführer jeweils auf seinen Transportfahrten gefüttert werden. Am Ende des Sees liegt eine zum Wasser geneigte, begehbare Ebene, auf der eine Madonnengrotte und daneben Fässer (für den Aperitif?) aufgestellt sind. Das lässt vermuten, dass Alternativnutzungen in der Höhle erwünscht sind. Gruppen können den speziellen Raum für Feste, Konzerte etc. mieten, denn er bietet eine ganz spezielle Atmosphäre an. Er ist zudem „nicht begehbar“, das Höhlenende wird nur durch Weidlinge erschlossen. 

Nach der Besichtigung geniessen wir auf dem Rückweg zum Bahnhof die wärmende Abendsonne. Bei der langen Heimfahrt über Visp nach Bern wird es schnell dunkel. Wir erinnern uns während der Bahnfahrt an die schönen Erlebnisse des Tages, die uns gedanklich auch frühere Wanderungen in Erinnerung rufen. Der Erzählstoff geht uns somit nie verloren. Im Wallis nahmen wir auch einen Abschied vom schönen Sommer, der uns dieses Jahr bei so vielen Touren begleitete. Unserem „Kranzturner“ Fredi möchten wir auch für diesen Tag ein Kränzchen winden, denn er war wiederum rundum gelungen und wir freuen uns schon jetzt auf die Saisonabschlusswanderung im Rothenturmer Moorgebiet. Nochmals herzlichen Dank für deine fortwährende, erlebnisreiche Tourenplanung. 

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Fotos Jörg, Föns

 

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Dienstag 2. Oktober / Bürgenstock

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Okt 022018
 

Bericht: Klaus Kreienbühl

Letzte Woche war noch Regen angesagt für diesen Dienstag. Aber nein, wenn Fredi’s Gruppe wandern will, verschiebt sich 2018 alles ein wenig und es herrscht herrlichstes Wanderwetter: kein Regen, nicht zu heiss, nicht zu kalt und gegen Nachmittag verzieht sich gar noch der Hochnebel zu Gunsten blauen Himmels.

Trotzdem sind diesmal nur 20 Beine unterwegs,16 männliche und 4 weibliche, und die erst noch einer Hündin zugehörig. Also eine rare Zusammensetzung: Klein, aber oho!

Nach dem obligaten Kaffee mit Gipfeli im Restaurant zum Beck in Stansstad führt unser Weg zuerst um das bereits geschlossene Strandbad herum dem See entlang. Die Talstation der Standseilbahn Fürigen, die 1924 vom damaligen Hotelier des Kurhotels Fürigen erbaut worden war, um seinen Gästen den bequemen Zugang zu seinem 200 Meter tiefer gelegenen Badehaus am Vierwaldstättersee zu ermöglichen, ist zum Glück schon seit 2006 geschlossen, weshalb wir etwas weiter hinten ohne Murren in die steile Nordwand einsteigen. Für uns natürlich eine Kleinigkeit.

Nach dem Kurhaus ist die nächste Attraktion ein alter Bauer (etwa 10 Jahre jünger als die meisten von uns!), der sein von Hand aufgeladenes Gras mit einem Schilter Jg. 64, also einem der ersten berggängigen und in Stans hergestellten, offenen Ladewagen zufrieden nach Hause fährt.

Im Aufstieg gilt dann unsere Aufmerksamkeit nicht nur immer wieder der fantastischen Aussicht auf den Vierwaldstättersee, sondern auch der schwarzen Kuh mit weissem Gürtel, die das Gekläffe des Vierbeiners mit einem rassigen Galopp talabwärts auf die verdutzt flüchtende Tina beantwortet.

Viel Aufmerksamkeit verlangen die glitschigen Kalksteine beim Abstieg vom Schiltgrat zum Bürgenstock und wärmende Sonnenstrahlen verschönern die Aussicht beim Halt kurz vor dem pompösen, am letzten Samstag neu eröffneten Hotelkomplex, wo man das Geld förmlich riecht.

Auf dem 1897-1905 (schon wieder von einem Hotelier!) erstellten Felsenweg kommen wir zum Hammetschwandlift, der uns wie eine Rakete 160 m hoch zum Tageshöhepunkt schiesst. Für einmal wird dort oben eine Runde Zwätschgekafi nicht nur wegen des Branntweins genossen, sondern auch um die Hände zu wärmen. Der Alkohol scheint aber doch etwas auszulösen: Die reine (!) Männerrunde beginnt nämlich bald von den jugendlichen Versuchen zu berichten, wie man menschliche Abgase bei ihrem Austritt in Licht verwandeln kann.

Wir benützen nochmals den Lift, denn seit der eidgenössischen 700-Jahr-Feier ist der Felsenweg zum „Durchgang ins Jenseits“ durch etliche Tunnels wieder begehbar, und der lohnt sich, denn schon bald lässt die unglaubliche Aussicht vom Känzeli aus auf den Kreuztrichter unsere Wanderherzen höher schlagen.

Steil, aber schön angelegt ist der Abstieg zur St. Jost Kapelle, einem wunderschön gelegenen und mit einer gepflegten Umgebung versehenen Ort, wo schon um 1340 eine Kapelle stand. Die heutige Kirche wurde 1970-78 restauriert und wird heute oft zum Heiraten genutzt.

Schliesslich bewunderten wir bei Wein und Kaffee im Restaurant Sternen in Ennetbürgen, wie die Serviertochter den mit viel Charme, aber neugierig vorgetragenen Fragen über die Bedeutung ihrer an einen Rosenkranz erinnernde Tätowierung am Unterarm widerstand und den hartnäckig Fragenden – wie auch uns Jüngere – ohne das Geheimnis zu lüften auf den Heimweg per Bahn entliess.

Karte

Fotos Klaus, Geri

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18. September / Lauterbrunnental

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Sep 202018
 

Tagesbericht Hane

Einmal mehr ein Prachtstag und einmal mehr eine Super-Tour. Trotz dieser viel versprechenden Affiche waren es nur sechs Wanderer und mit Susan eine Wanderin die sich ins Bernbiet aufmachten. Die Anreise war recht anspruchsvoll, musste doch vier Mal das Beförderungsmittel gewechselt werden, nämlich in in Zürich, in Interlaken, in Lauterbrunnen ins Postauto und zuletzt in Stechelberg in ein Taxi.

Nach ca. vier Stunden waren wir dann im hinteren Lauterbrunnental und der Spass konnte beginnen. Vor dem Start konnten wir allerdings in der Gartenwirtschaft des  Bergrestaurants Trachsellauenen bei gefühlten 0 Grad noch den Frühstücks-Kaffee geniessen.

Nach dem Kaffee wurde es aber schnell wärmer, begann doch unmittelbar der recht anspruchsvolle Aufstieg Richtung Schiirboden. Bei der dortigen Alphütte zweigte der Touren-Leiter mit drei Personen Richtung Südost ab, während sich die drei restlichen Leute in die Gegenrichtung aufmachten. Nach ca. einer Viertelstunde hat der vorderste der Splitter-Gruppe beiläufig gefragt, Du sind wir eigentlich richtig? Die Kartenkonsultation hat dann halt ergeben, dass wir falsch waren und umkehren mussten. Nach einigen weiteren Minuten kam dann auch schon das Telefon, mit der Frage wo in aller Welt seit ihr?

Der Zusammenschluss der beiden Gruppen erfolgte dann bei den Holdrifällen. Um dahin zu gelangen musste die Lütschine überquert und ein kleiner Umweg in Kauf genommen werden, der sich aber alleweil  gelohnt hat. An diesem versteckten Ort hatte man dann das Gefühl im Dschungel zu sein. Da stürzt ein Bach senkrecht durch eine Felsrinne in eine Kompression und umfliesst dann auf zwei Seiten einen grossen moosbewachsenen Felsbrocken, was zu zwei weiteren Wasserfällen führt.

Die Wanderung führte dann weiter obsi auf ein schönes Plateau das etwas an die Greina erinnerte. In der Ferne konnten wir immer den Schmadribachfall bewundern der talbeherrschend weithin über dem hinteren Lauterbrunnental sichtbar ist. Anschliessend war bis zum Berghotel „Ober Steinberg“, eine weitere Stunde Aufstieg, angesagt.

Dieses Hotel, knapp über der Baumgrenze, mit den idyllischen Zimmern kommt ohne Stromanschluss aus (Kerzen und Petroleumlampen sind angesagt). Bei Kaffe Luz, Kuchen und der traumhaften Kulisse vor uns haben wir es fast eine Stunde ausgehalten und wieder einmal den Fahrplan unseres Tourenleiters strapaziert. Da um 15:30h oberhalb Sichellauenen das Taxi auf uns wartete, blieben für die 600 Höhenmeter abwärts nur 70 Minuten. Unterwegs hatten wir dann noch Gelegenheit Basejumper zu bewundern die sich mit Fledermaus-Gewand in die Tiefe stürzten. Der gemütliche Berner Taxichauffeur nahm unsere ca. zwanzigminütige Verspätung absolut gelassen hin.

Mit dem Besuch der Trümmelbachfälle stand aber noch ein weiterer Höhepunkt bevor. Vor dem Besuch hatte ich noch gedacht, was soll das wir haben genügend Wasserfälle gesehen, einen Coupé im naheliegenden Restaurant wäre mir lieber. Im Nachhinein musste ich aber feststellen, dass man diese Fälle, die sich grossenteils im Berginnern befinden, ganz einfach gesehen haben muss (klick für Details).

Die Fahrt zurück ins Züribiet war dann wie gehabt ausser, dass wir von Bern nach Rothrist wieder einmal auf der früheren Bahnstrecke fuhren. Herzlichen Dank Fredy für die umsichtige Planung und Führung sowie Deine genialen Eingebungen für Abstecher.  Wir hoffen, dass Dir die Ziele resp. Ideen noch lange nicht ausgehen 🙂

Fotos Föns, Hane

Karte

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